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Die Tafelservice Friedrichs des Großen aus der Berliner Porzellan Manufaktur

Full text: Die Tafelservice Friedrichs des Großen aus der Berliner Porzellan Manufaktur

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�xnrfuiiysrollo 2lrt, in der anfangs die Blumen wiedergegeben werden, verliert jedoch nach und nach an Freiheit und
Frische und wird schlie�lich pedantisch und schablonenhaft. Fast steint os, da� die Blumenmaler schlie�lich nicht mehr
nach der Natur, sondern meist nach vorlagen gearbeitet haben, J>n k�niglichein Besitz ist �on dein in seiner farbigen
Wirkung sehr geschmackvollen Service mit purpurbliinion, das etwa in der Nlitte der geschilderten Entwicklung steht,
mu* noch ein Suppennapf vorhanden, der im Gardedukorps
saal des berliner Schlosses aufbewahrt wird (2tbb. |2).
Das berliner "Kuitft^ouH'rhc�l?ufouni besitzt einen Frucht
korb auf rundem Postament, deffen schale den Durch
bruch des englischglatten Dessertteller und den Dekor
des eben beschriebenen Services zeigt. Pic schale wird
pou einer (Gruppe von zwei weiblichen Figuren getragen,
welche die 1)and des Bildhauers Johann Georg �TlflUer
verr�t und eine Umgestaltung der erw�hnten Flora
Elias IHeyer� ftlbb. 1,2) ist. Auch die Staffierung
dieser Gruppe ist ganz auf Purpur, Rosa und Gold
gestimmt. (Es unterliegt kau�n einem Zweifel, da� dieser
Fruchtkorb eigens f�r das k�nigliche Service angefertigt
worden ist, znmal er im den vermerk
�Don k�niglicher VesleUung" tragt und auf einem
alten Gipsmodel! des Gitters der Schale die Jahres
zahl 78 sich findet.
Da� der neue 3til, der in diesem Service so
deutlich spricht, doch wohl dem Geschmack des A�nig5
nicht ganz entsprach, beweist ein Auftrag deg Wahres 5 785:
das in den Aufzeichnungen des 21mnufakturdirektors
Grieninger' erw�hnte �Service mit Gem�lden aus den
Gvidischen Verwandlungen", f�r welches der A�nig selbst
genaue Angaben inachte. Dieses Service ist nach Form
und Bemalung noch einmal ganz im Sinne des bis
zum Veginn der siebziger in der 2Nanufakwr
gepflegten Rokokos gedacht, wenn auch in der Art der
Ausf�hrung die sp�tere Entstehung sich deutlich verr�t.
Es wurde ein neues 2Nodell daf�r geschaffen, welches
das aus der Fr�hzeit der 2Naunfaktur stammende
Ornament des Kaffeeservice �Neuzierat" auf die
Formen des englischglatten Tafelgeschirrs �bertr�gt,
deichte Rocaillen begleiten die Schwingungen des englisch
glatten Tellers und endigen sechsmal in die f�r das
21[i[�. 13. ,-frud)tforI� aus fern Strvke Tiiit putpurblutnen uni ?85 genannt wird, mit Gold staffiert, die Zwickel sind mit auadrilliertem
*< ' 5um erstenmal vcr�ffl'ntlicht bei p. heikel, Friedlich der CSrogc und feine permettait -tttauufaftHr, liobciijollcnt
<.. Jahrgang �902.
        
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