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Vom Hofe König Friedrichs I. aus den Jahren 1709 - 1711

Full text: Vom Hofe König Friedrichs I. aus den Jahren 1709 - 1711

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Ich traue aber feinen Widersachern noch nicht, bis er wird in Sicherheit fein un& er selbst sich dessen conpincird, da�
der Geh. Rath von Kamefe ihm beim K�nig alle m�glichen CDfficta erwiesen, bannt er mit guter sanier und ohne
weitere Anfechtung davon komme. Der englische Ambassadeur nimmt aus Reconnaissante und anderen Ursachen gro�en
Teil an solcher pl�tzlichen �nderung, mu� es aber wohl geschehen lassen" (2. Januar 17U), Am Tage vor seiner
Uebersiedelung nach Woltersdorf schrieb wartenbcrg noch einen Vrief an den K�nig und schenkte ihm feinen �in der
Vorstadt am Wasser gelegenen Garten litonbijou,
welches einen so guten t?ffect gemacht hat, da� S.K.21�.
ihm dero beharrliche Gnade mit diesen Worten ver-
sichern lassen: Sie w�rde niemals im Garten essen,
ohne feine Gesundheit zu trinken, ?\\an besorget, die
Frau werde ihm so vielen Verdru� erregen, da� er
des Gebens bald m�de sein werde. Seine Disgr�ce
r�hret ohne Zweifel daher, da� der K�nig feiner
m�de gewesen und da� er die Gewohnheit und lUarime
gehabt, H.A.M.nichts als angenehmes anzubringen,
damit denn geschehen, da� die in allen Dingen
gef�hrte, b�se Haushaltung und die daher erfolgte
D�solation der meisten f)romn^e,n ihm verschwiegen
verblieben, indem es damit so weit gekommen,
da� der Saijc sonst nicht mehr zu helfen stehet"
(3. Januar),
Die Kronprinzessin schrieb am 5* Januar
[7^� Tout le monde se r�jouit de ce que le
Grandchambellan est parti 1; je m'en suis �tonn�e.
J'ai jou� ce soir, o? tout le monde que j'ai vu l'a
fait remarquer. Elle a donn� Monbijou au Roi et
le Roi lui a donne deux attelages et deux carrosses.
Le Roi a envoy� le Grandma�tre ? Monbijou
pour faire les inventaires de tous les meubles , , .
Comme le Grand -Chambellan est parti d'ici, le
peuple a cri�: �Da kommt der alte Z??ann mit
seiner Hure, es geschehet ihm nichts �bles" ...
Milord va encore dans la chambre du Grand-
Chambellan et il emporte bien des meubles qu'il
fait empaqueter. Je ne sais pas ce qu'il en fera.
(Dtn'ti�Fiimmerer �ruf EDartenberg. Kupferflid; Don 3- <&�tfolfgoiig itiit^ J, �O.EOeifomann
L'on m'a dit que le Grand-Chambellan donnait toutes ses armes 2 au Roi. La femme a trouv� mauvais
de ce que les Margraves et moi n'avons pas �t� prendre cong� d'elle.
�. Januar. I-e Roi m'a dit ce matin que les chariots que le comte Wittgenstein avait envoy�s, ont �t�
repris et qu'il y avait beaucoup d'argent. lis ont pris ces chariots ? Halberstadt. Le Roi dit aussi qu'il lui
1 �Die Inquisition ge^en den G inarschall wird fortgesetzt. Man hat die sichere Nachricht, da� er sich heimlich davon inachen
wollen und dazu bereits die Dorfpanupferbe bestellet gehabt ... �??iiit sagt, der Feldmarschall {von lUiirtctislebcn) habe unter der traut�
fon&lren lassen, ob ihn� der Abschied mich zugedacht (et. 5. K.1T�. haben sich vernehmen lassen, es fei nicht so gemeint, da� jedermann
feine Demission suche. Ihm mag 311 statten kommen, das; sowohl des Kroiifrin^en K. l), a?s 5.H. M. selbst wenig Lust 311 haben scheinen,
dem F�rsten vou Auhalt die v >lbmaifd)alliuiir&c aufzutragen, weil zu besorgen, dasi derselbe die ihm nbergcbme Autorit�t zu weit mi^
brauchen d�rfte" (2, Januar). � * Seine Hfiftfammer.
u�*
        
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