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Vom Hofe König Friedrichs I. aus den Jahren 1709 - 1711

Full text: Vom Hofe König Friedrichs I. aus den Jahren 1709 - 1711

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Vom Hofe K�nig Friedrichs I. aus den fahren 1709� l?U
Pott
Hans Dropsen
5)1
28. November J7 war die j�hrige Prinzessin Sophie Dorothea von Hannover mit 6em ein Jahr j�ngeren
Kr�nprit15011 von Preu�en, Friedrich Wilhelm, in Berlin verm�hlt worden. K�nig Friedrich hatte feilte Schwieger-
tochter nicht nur mit dein �blichen Pomp und Feftwit�ten empfangen, sondern war ihr auch mit besonderen pers�nlichen
Wohlwollen entgegengekommen und bezeichnete es immer wieder als einen besonderen Segen des Himmels, da� er eine
solche Schwiegertochter erhalten habe. Die Geburt eines Prinzen im November J7O7 erf�llte ihn mit ganz besonderer
Freude, da nun die Erbfolge im k�niglichen Hause gesichert war, die Gefahr, da� die A�nigskrone auf feine Stiefbr�der
und deren Nachkommen �bergehen w�rde, beseitigt schien. Der fr�hzeitige Tod des kleinen Prinzen im Mai \TOHf
die Angabe der Aerzte, die Ehe des Kronprinzen werde kinderlos bleiben, ein prognostikon, das dein Kronprinzen ein
nur kurzes (eben in Aussicht stellte, der gl�ckliche Erfolg einer Kur des K�nigs in Karlsba� veranla�te einflu�reiche
Personen am Hofe, die dem kronprinzlichen paare und der �hannoverschen" partei feindlich gegen�ber standen, dem
.^j�hrigen K�nig zu einer neuen Ehe 311 raten. Die U?ahl fiel auf die 25j�hrige Prinzessin Sophie-- ?uife von
Niecklenburg^Schwerin; die Verm�hlung erfolgte am 28. November, ein Ereignis, das am hannoverschen Hofe, besonders
von der alten Aurf�rstin Sophie, der Z��utter der (705 verstorbenen K�nigin Sophie Charlotte und der Gro�mutter
der AronPrinzessin, nicht eben mit Hlil6c und Nachsicht beurteilt wurde. Der Unterschied im Alter und Temperament
zwischen dem K�nig und seiner Gemahlin war zu gro�, als da� nicht bald Unstimmigkeiten eingetreten w�ren; die
K�nigin stand der Kronprinzessin im Alter zu nahe, da� sich auch daraus nicht Unzutr�glichkcilcn ergeben h�tten; die
sich steigernde Zuneigung und Freundschaft des K�nigs f�r die Aronprinzessin, die ihren Ausdruck auch in allerlei
kleinen Aufmerksamkeiten, Geschenken und Briefen, �comme un amant �crit ? sa maitrese", fanden, erregten die
�?nmerfuti0, lieber dem Titel: Sdjaumiinjeu auf die Vermahlung "K�nig Friedrichs 1. mit Herzogin Soptye*�utfe pou Mecklenburg'
S<^tpcrin im November uoa.
        
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