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König Friedrich Wilhelm III. und die preußischen Prinzen in den Befreiungskriegen 1813 - 1815

Full text: König Friedrich Wilhelm III. und die preußischen Prinzen in den Befreiungskriegen 1813 - 1815

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griff die gesondert von der �brigen franz�sischen Heeresmacht vorgehende Kolonne 2Narmonts hier an. ?Jorcf lie� bas
Dorf r�umen und in Branb stecken, und Marmont brach bei Eintritt der D�mmerung das Gefecht ab. l^orcf beschlo�,
den Gegner in der Nacht zu �berfallen, und begegnete sich in diesem Gedanken mit Bl�cher, �sobald es v�llig dunkel
ist," so lautete fein Befehl, �greift oie Division Prinz Wilhelm Athies an, die Division H�rn geht rechts vom Vorfe
vor, alles in geschlossenen Vataillonskolonnen mit m�glichster Stille, bis man an den Feind kommt. ?s f�llt kein
Schu�, der Angriff geschieht nur mit dem Bajonett."
Es war sternklar, der Boden leicht mit Schnee bedeckt. Das brennende Athies, die Viwaksfeuer und die
brennenden Junten der bei den Gesch�tzen stehenden franz�sischen Aanoniere erleichterten das Zurechtfinden. Prinz
Wilhelm beauftragte die fr�here Besatzung von Achies^, den Vrt wieder zu nehmen, der Rest seiner Truppen folgte.
Die Ueberraschung gelang vollkommen, und nun �erklangen mit einem Male alle Trommeln, H�rner und Instrumente
bei der Division, ein Hurra nach dem andern durchscholl die Tust, und Schrecken und Verwirrung verbreitete sich im
feindlichen Heere^". Prinz Wilhelm, der sich an die Spitze der ostpreu�ischen F�siliere gestellt hatte, f�hrte das erste
Treffen durch den Grt und neben ihn: vor und bem�chtigte sich trotz des lebhaftesten Aart�tsch- und Gewehrfeuers des
Gegners einer vorliegenden mit B�umen bestandenen Anh�he. Das Gefecht endete mit einem vollen Erfolge, an dem
der tapfere Prinz den gr��ten Anteil hatte. Va� Horck und die Truppen, �ich darf es wohl sagen, die ganze Armee",
dies anerkannten, war ihn, eine gro�e berechtigte Genugtuung^. Das Aorvs Nlarmont wich aufgel�st, unter dein
Verluste fast seiner ganzen Artillerie zur�ck.
Als bald darauf Horck in tiefer Verstimmung das Heer verlassen wollte, trug Prinz Wilhelm durch sein
Zureden wesentlich dazu bei, ihn zur Umkehr zu bewegen.
Endlich begann der Vormarsch gegen die Hauptstadt. Dein Gefecht bei Clayu am 28. Vfl�x$ wohnte er
pers�nlich bei 4, nicht aber feine Division. Um so ernster war ihre T�tigkeit am 30. lTi�r$ in der Schlacht vor paris,
Gegen Mittag entwickelte sie sich nord�stlich von pantin und n�rdlich des �urcqfanals da, wo der weg Aubervilliers-
Ta Folie die Stra�e des petit Ponts schneidet. Zun�chst entsandte er zwei Bataillone zur Unterst�tzung der Aatzelerschen
Avantgarde nach dem Geh�ft Rouvray am s�dlichen Kanalufer, und wurde dann vom russischen General Barclay
und vom Gro�f�rsten Konstantin zur Unterst�tzung des Kampfes der Garden und Reserven in pantin aufgefordert.
Er hatte sich bereits selbst von der Notwendigkeit des Eingreifens �berzeugt und z�gerte nicht, der Aufforderung nach-
zukommen. Seine Artillerie belie� er unter dem Sch�tze von 2 Bataillonen auf dem Nordufer des Kanals und f�hrte
seine noch �brigen H Bataillone und das Divisions-Ravallerie-Regiment, da die n�chste Br�cke wirksam vom feindlichen
Feuer bestrichen wurde, �ber die Zugbr�cke �stlich pantin, um bann die gro�e durch den t o. Sio�tyxitfen, � * Tagebuch des
iltajors v. Sdja�, Kriegsavdjio IV, E. 25. � 3 Schreibe� an seine Gemahlin Dom \5. IN�rz ISI^. � * Desgl. vom 3. April \B\
    
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