Path:
König Friedrich Wilhelm III. und die preußischen Prinzen in den Befreiungskriegen 1813 - 1815

Full text: König Friedrich Wilhelm III. und die preußischen Prinzen in den Befreiungskriegen 1813 - 1815

31
K�nig mit Prinz Wilhelm einen wagen, der Kronprinz ritt im langen Trabe hinterher. ?)alb erstarrt laugten sie
im Hauptquartier an 1.
Es wurde bereite berichtet, mas Prinz Wilhelm �ber den Eindruck der Ilngl�cksnachrichten �ou der schleichen
Armee auf den "K�nig in feinem Tagebuche aufzeichnete. Seine eigene Stimmung blieb ruhig und zuversichtlich und
macht dein siebzehnj�hrigen alle Ehre: ,/Noch mat ja nichts verloren. Teils begegnen ja in jedem Ariege einem
Echecs, teils kommen auch in diesen Tagen B�low und woronzow mit frischen "Korps aus den Niederlanden au, und
so wird alles schon wieder gut weiden. Hur nicht den l??ut verloren-!"
Seines Daters Sehnsucht nach einer Schlacht, �um den Truppen wieder ZYiul zu machen", teilte der Prinz
verst�ndnisvoll, Tag f�r Tag verzeichnete er lakonisch in feinem Tagebuche �Bl�cher ist geschlagen", �Aleist ist
geschlagen" usw,, endlich am 22. Februar: �Unruhiger Tag! . ,.
Ein �ngstlicher Tag. Spannung wahrend desselben . . . Von
Stunde zu Stunde in Erwartung des Abzugs." Va schien sich
der Wunsch nach einer Schlacht erf�llen 511 sollen, bas Korps
wrede stand westlich Troyes aufmarschiert. Die beiden Prinzen
waren vorgeritten und freuten sich �k�niglich auf den Angriff" �
er unterblieb wegen der angekn�pften Unterhandlungen, Die
Hauptarmee ging zur�ck, bis es endlich am 27. Februar zur
Schlacht bei Bar fur Anbe kam, in der Preu�en nur durch
seinen Konig mit seinen beiden erwachsenen S�hnen vertreten
war. Vie auch diese sich n�tzlich zu machen suchten, wurde
bereits berichtet. Der Kronprinz fand erst am 8. TITari Zeit,
am Schl�sse eines Briefes an Schwester Charlotte in roentgen
Zeilen die Schlacht 311 erw�hnen. Er meinte, es sei f�r sie �
die Prinzen - �sehr angenehm gewesen", da� der K�nig das
Gefecht �in allen Formen mitgemacht" habe, aber f�r ihn sei
�es nicht passend" gewesen- �denn er ritt derma�en in den
Kugelregen hinein, da� alle einstimmig sagen, es sei ein Wunder,
da� nicht er und seine Suite ein Ungl�ck erlebten Prinz
Wilhelm lie� es sich nicht nehmen, schon zwei Tage nach der
Schlacht der Schwester zu berichten, f�r ihn war es Dienst, die
Geschwister 311 unterrichten, und der Dienst ist ihm sein Seben lang
KronpriiijFrir^rich I�if(;clm (IV.) non Preu�en, Slich non S?Uh�gct
etwas Heiliges gewesen. �Endlich einmal wieder seit Troyes der erste Augenblick," schreibt er am �wo ich an
meinem Gesch�ft arbeiten kann, n�mlich Eucb einige Nachrichten von uns zu geben." Er deutete hier nur mit wenigen
Worten an, da� sie im Gewehrfener gewesen und der A�nig sich �entsetzlich erponiert" habe^, und f�hrte dann in einem
langen Berichte an seine Cousine, die Prinzessin Friederike von Preu�en, in einem Briefe an seinen Bruder Aarl und in
seinen: Tagebuche das N�here aus", wir erkennen aus diesen Aufzeichnungen, welche Empfindungen unfern gro�en
Aaiftr Wilhelm, den schlachtengcwohnten Melden, einst bei seiner Feuertaufe bewegt haben. In der ersten Niederschrift
des Tagebuchs hei�t es: �Bei dieser Aavallericattacke ritt der A�nig mit uns fast ganz dicht heran, wo wir eine
ungeheure Ladung Gewehrkugeln auf uns bekamen, noch recht warni aus dem Taufe. Sine 2Nusik, als wenn Bremsen
und durcheinander pfeifen. Es war dci5 erstemal, da� ich die Bekanntschaft machte, und Fritz versicherte, so
toll noch nicht daringewesen zu sein." In der zweiten ausf�hrlicheren Niederschrift sagt er dann: �Dies war ein
1 Berner, a. a. CD., S. 9ff. bramer, a. a, 0., S. V)>^ un!) l()8ff. � 3 ferner, a. a. 0., S. 1 1, Statt ��Uoi'cm.�om" m�ro
�iPtutjiutjei'obc" richtiger acn^cfcii; IPoroi^Piu st^nld nutec feinem und Hat cvft fpatec bas Kommaub� dc^ Korps iibcnioiiuiicii.�
3 (Bratiicr, a, a, 4)., 3. 3,2. � 4 A, a. O., 5. 209.
� f> Berner, a. a. O., S, Hff.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.