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König Friedrich Wilhelm III. und die preußischen Prinzen in den Befreiungskriegen 1813 - 1815

Full text: König Friedrich Wilhelm III. und die preußischen Prinzen in den Befreiungskriegen 1813 - 1815

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Briefen �berrascht der gro�e Ernst, die tiefe in wenig Work gekleidete Empfindung, die Sachlichkeit und M� gute
Beobachtung. l�?an fielet Wilhelm durch die Ereignisse 311111 lUamic reifen, er ist durch und durch Soldat, �erfolgt
mit offenem Auge die kriegerischen Vorg�nge lind wei� sie anschaulich 511 schildern.
Per dritte junge Prinz, Friedrich, der Sohn des verstorbenen Prinzen Ludwig, eines Vruders des K�nigs,
tritt pers�nlich, wie auch in seinem spateren Teben, wenig hervor. l?on seinem Vetter Wilhelm wissen wir, da� (General
v. ptrdi seine �uhe im Feuer gelobt hat^.
Zu Beginn des Krieges befanden sich nur der Aronpriuz und Prinz Friedrich im Roniglicheu Hauptquartier,
der erst sechzehnj�hrige Prinz Wilhelm mu�te wegen seiner fugend und feiner zarten Gesundheit 511 feinem Kummer
noch zur�ckbleiben. Am l><>. Mai schreibt er dem
Vruder, er sei �ordentlich neidisch" auf ihn, da� er nun
zur Armee gehe, um den m^n^ui- mit seinen
scharen zu schlagen. W�tend m�chte er werden, da�
er �nicht gleich folgen kann", und besonders wurmt es
ihn, den nur drei Wochen �lteren Prinzen von Vranieu,
so sehr er es ihm g�nnt, als Soldat zu sehen.
Der Kronprinz und Prinz Friedrich waren zuerst
dem Stabe Bl�chers zugeteilt, doch berief der K�nig sie
am 2$. April 511 sich nach Dresden. 21?it ihm nahmen
fie dann au der Schlacht von Gro� G�rschen teil.
Der Brigade Boeder zugewiesen verblieben sie bis zum
letzten Angriff auf Gro� (Dorschen bei den, Garoe-
Regiment 511 Fu�. Dann lie� der K�nig sie durch zwei
Fl�geladjutantcn zur�ckrufen: �Holen Sie fie einmal zu
mir, sie sind genug im Feuer gewesen." Auf die au
6en milit�rischen Begleiter feines Sohnes, 21tajor v. ?u�,
gerichtete Frage �wiehat sich Fritz betragen", erfolgte die
Antwort: ..tapfer und unerschrocken, ganz des Bluts
w�rdig, aus dein er entsprossen ist," 3" voller Begeiferung
berichtete der Kronprinz seiner Schwester Charlotte �ber
den nach seiner 2Neinung �vollkommenen Sieg
Hronprlnj jriritrk^H'ilhflmilV.t. non Ctijiion nad< Sttaben i�i."> An der Schlacht bei Nautzen nahmen die Prinzen
w�hrend beider Tage teil. Sie begaben sich zu Vlncher,
wo auck der A�nig und der Zar erschienen, bis die einschlagenden Geschosse zu einen: Wechsel des Standpunktes
veranla�teu. Neber die Schlacht wu�te der Arouprinz nur zu sagen, da� sie �nicht nach Wuusch ausgefallen sei",
�denn geschlagen sind wir keineswegs^'". Vcide Prinzen erhielten bald darauf das eiserne Areuz 2. Alasse.
Nach dem Waffenstillst�nde wurden sie zun�chst dem Aorps Alcist zugeteilt schl�ssen sich dann aber wieder
dem A�niZe an und wohnten in seiner Umgebung der Schlacht bei Dresden und demn�chst der von Aulm bei.
Auf des Daters Vefehl mu�te der Kronprinz am 50. August deu Geschwistern �die frohe Votschaft unseres heutigen
gl�nzenden Sieges �ber Vandammes Aorps" melden. �Er ist recht von Herzen froh", schreibt er vom Vater".
Am 8. Gktober begleitete er von Teplitz aus den A�nig zu einer gewaltsamen Erkundigung �ber f)etcrswaloe.
Dann ging es gen Leipzig, und die Prinzen erlebten die V�lkerschlacht. Als der K�nig nach der Schlacht nach Verlin
1 Z. tSranicr, Kaiser �Ptttfclms I., �Der Greif" 1913, 2. lieft, 5. |ii.� � (�ranicr, S. H5ff.;
Graf lil'iickelnon Domicrsmarct, (Erittnerungm, S. (83; 27atjmer, a, a. V., 5. 135. �� s 03ranicr, a. a. CI. ff. � * (Siatitcr, Das ,fcldz�g5'
tagebudj des Kronpritisett, ?}oljen�oflerrt-3afa'l>H(*f ;y<2, S. [OH. � B Gramer, HoheilzoUernl'riefe, 3. 9�f,
        
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