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Aus den Briefen König Friedrich Wilhelms III. an seine Tochter Prinzessin Charlotte

Full text: Aus den Briefen König Friedrich Wilhelms III. an seine Tochter Prinzessin Charlotte

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Grstere unendlich gl�cklich uni) zufrieden mit ihren� lieben paut. Seit gestern Abend ist auch die T�then^ hier, die
auch recht munter und wohl ist, aber immer keine Arogcnitur Haffen l��t.
Durch Vberst Vallingshausen erhielt ich auch die Exerzier-Abbildungen, die mir tti^a^an durch ihn �berschickt
hat, und die ich sehr charakteristisch und genau ausgef�hrt finde. 3age ihm, wie sehr sie mir gefallen, und danke ihm
f�r deren Uebersendung. . ..
AAt meinem Befinden geht es noch immer nicht so recht, da die anhaltende rauhe Witterung nachtheilig
darauf wirkt. Im Iuly gedenke ich deshalb nach Teplitz abzugehen.
Vielleicht wird es Hnxo.ia� zu erfahren intere�iren, da� von morgen an das ganze seit gestern hier versammelte
(^r6e l�orpZ dergleichen Fahnen und Standarten-�berz�ge erh�lt, wie derjenige ist, den er vor 2 Jahren seinem Regiment
geschenkt hat. Vie Fahnen, so nicht das eiserne Areuz in der spitze haben, erhalten statt de�en das Nauf der
metallenen Spitze.
Cebe wohll Gott segne Dich, liebe Charlotte. F. w.
Potsdam den 5/5? Jan. 2^.
wenn ich nicht, so wie Vu es gethan, am Neujahrstage schrieb, so sind dennoch nicht minder meine Gedanken
bei Vir gewesen, denn da� diese und meine herzlichsten Segensw�nsche Vich und die Veinigen stets begleiten, ist wohl
zu nat�rlich, als da� ich es Vir eigentlich zu versichern brauchte. Va� sich das vergangene Jahr so schlie�en w�rde,
wie es in Beziehung der guten lieben Tuise^ geschehen, war ich weit entfernt auf das entfernteste zu ahnen, da ich
nicht in Fritz V's. sGraniens) Geheimni� eingeweiht war. Eine be�ere Zukunft konnte sich schwerlich f�r sie er�ffnen,
da Fritz V. so durchaus gut ist, was heut zu Cage viel sagen will. Vas einzige, was ich dedaure, ist die gro�e
Entfernung, die mich von ihr trennen wird und da� auf diese weise auch diese meine letzte t�gliche Umgebung von
mir scheiden wird, denn mit den S�hnen und der Schwiegertochter Kronprinzessin Elisabeths so gut und liebenswerth
diese auch ist, gestaltet sich doch immer manches anders. Ver Gedanke, da� sie einer gewi� gl�cklichen und zufriedenen
Zukunft entgegen geht, mu� mich tr�sten und beruhigen, wie er es m Beziehung auf Vich gethan hat. wie froh
bin ich auch, wieder in Deinem letzten Briefe den Ausdruck Deines Gl�cks und Veiner Zufriedenheit, Dich in dem
Besitz des trefflichen zu befinden, von neuem anzutreffen, obgleich ich Gottlob nie Ursach hatte dar�ber
beunruhigt zu seyn.
Bei uns geht noch immer alles den alten Gang, da der Carnaval erst am 5"" k. !N. seinen Anfang nimmt.
Am als am Tage der Nachfeier des Vohnenfestes, erschien alles in: postume tudw. des XIV., und der Abend
ward unter kleinen Theatralischen Unterhaltungen zugebracht, unter denen eine hauptscene aus Vriwnnicus zwischen
Nero (Gnkel Aarl) und Agrippina (Prinzessin Solms) die bedeutendste ward. Obgleich im �ltesten Opern-travestissement
gegeben, ward sie dennoch in der Chat ganz im wahren ausgef�hrt. . ..
Vielen Vank, liebe Charlotte, f�r die niedlichen Malachitsachen, die ich auch diesmal wieder am Vescheerungstage
nach alter weise auf meinem Tisch ausgelegt fand; sie weiden meinem Tisch im Neuen Fl�gel eine neue Zierde seyn. ...
kebe wohl, geliebtes Amd! F.W.
Berlin den 3/\5 Juny t82^.
Wie froh bin ich, liebe Charlotte, aus Deinem vor wenig Tagen erhaltenen Vrief zu vernehmen, da� wir
uns nun mit Gewi�heit Rechnung machen k�nnen, Dich hier zu sehen. Diese so sehr erw�nschte Nachricht hat die
ganze Familie rappelig vor Freude gemacht. Sobald sich alles n�her �ber die Zeit und den Vrt, da Du zur See
1 Julie von Anhalt�C�then, f. oben 5. 20$.
�
s Verlobung der Prinze� tnise, j�ngsten Tochter des K�nigs, mit dem Prinzen
Friedrich von Gramen.
        
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