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Aus den Briefen König Friedrich Wilhelms III. an seine Tochter Prinzessin Charlotte

Full text: Aus den Briefen König Friedrich Wilhelms III. an seine Tochter Prinzessin Charlotte

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?�Tein isolirtes Schicksal fflmmeri Dich! 3a wohl ist es ein partes in mancher Hinsicht zu nennen, und oie
Zukunft, wenn ich an das Bcd�rfni� meines Herzens denke, stellt sich allerdings f�r mich in feinem rosigen Richte
dar. Gott scheint es so zu wollen, ich sehe keiner Aenderung hierin entgegen, und (omit mu� man sein Schicksal
ohne iluivren ertragen.
?ebe wohl! ich mu| abbrechen, denn ein solcher Gegenstand ist ja nur Zum traurig feyn geeignet.
F.W.
transparente tidfifttfiimpld�e nus porjeQan mit �tiiBilbnifltn tos lEroftfftrfltnpaares und t>es fleinen
�ro^f�rilcn �llpranbcitIT.J. EjohenjOlIeri^ITIujriiTii
Potsdam, den ;<),5<, Dez. J82J.
F�r papa von Charlotte!
Du glaubst nicht, liebes Aind, was diese zwey IVorte f�r Eindruck ans mich machten, als ich sie chegcstern,
bei der nach gewohnter Form erfolgten Bescherung vor der allerliebsten transparenten Nachtlampc gewahrte. �echt
wehm�tig stimmte sie mich, denn ach, ein Jahr ist bereits schon wieder dahin, seit Du diesen: Familienfeste beiwohntest,
und nur allzu sehr dachte jeder an damals uud an jetzt, und was uns diesmal mangelte, damit die Freude recht
allgemein w�re. Vie� abgerechnet war sonst alles recht froh und heiter gelaunt, wie es denn immer zu seyn pflegt,
wenn die Familie vereint ist. Don den Geschenken rede ich nicht, denn wahrscheinlich werden die Geschwister, zumal
der weibliche Cheil derselben, nicht ermangeln, Dir alles geh�rigst und umst�ndlichst zu berichten. 2?ei uns geht alles
uach bekannter ilX'ise. Der Neujahrstag wird morgen hier in Potsdam gefeiert, bei dem denn auch nach bekannter
llX'ise die Iv�rstc und Soolcier, zusammt ihren Gebern, den Halloreu, schwerlich fehlen werden ...
Gott fehlte Dich, liebes Rind, Deinen ZTfann, Beine Rinder, und alle unsere Angeh�rigen, und bannt
prost Neujahr.
F, W,
        
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