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Kriegsandenken der Königlichen Porzellan-Manufaktur zu Berlin

Full text: Kriegsandenken der Königlichen Porzellan-Manufaktur zu Berlin

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Ariogsandenksn der A�mglichen Porzellan - Manufaktur zu vorlm
Poti
Georg Lenz
'H^ie k�nigliche Porzellan ZT�anufaftur, die Sch�pfung des Gro�en Friedrich, ist von ihrer Gr�ndung big auf unsere
Tage mit den Geschicken unseres Vaterlands innig verkn�pft gewesen. Sic hat an feinem Gl�nze und an seinen
Mi�geschicken in wirtschaftlicher und in k�nstlerische Einsicht ihren 2lnteil
gehabt Und in ihren Erzeugnissen, besonders in den k�nstlerischen Arbeiten,
die fie im Saufe der \5O Jahre ihres Bestehens hervorgebracht hat, tritt uns
nicht nur ein gutes Si�cf preu�ischer Aulturgcschichte entgegen, auch die poli-
tische Geschichte unseres Vaterlandes spiegelt sich oft in den Auftr�gen wieder,
die ihr von de?: preu�ischen K�nigen zuteil wurden. 3n Friedenszcitcn durfte
sie wiederholt durch Herstellung pr�chtiger Geschenke f�r fremde H�fe und
F�rstlichkeiten auf ihre U)eise an der Festigung unserer diplomatischen Ve-
ziehungen zum Ausland�.' mitarbeiten. Dahin geh�rt 3. 23. das ber�hmte
Dessert ;Service, nielles die russischen Siege �ber die T�rken feiert und im
Jahre (7^2 der Kaiserin Katharina II. von Ru�land von Friedrich dem Gro�en
als Geschenk �berreicht wurde, und in Kriegsseiten oder doch unmittelbar nach
deren Abschlu� ist ihr oft die sch�lle Aufgabe zugefallen, in allerlei t�erfen
keramischer Kleinkunst die Siege lind Erfolge unseres Volke5 511 feiern und zur
Ehrung unserer Helden das Ihrige beizutragen.
Hl dem Formenschatz der Manufaktur und in Porzellanmalereien
verschiedenster Art, die in Museen und privaten Sammlungen bewahrt werden,
sind denn auch manche Dokumente aus gro�er J5cit erhalten, die gegenw�rtig
besonderes Interesse beanspruchen d�rfen. Aus friderizianischer Zeit sind uns
allerdings nur wenige Erzeugnisse dieser Art �berkommen. Merkw�rdigerweise
ist nicht eine einzige Arbeit bekannt, die auf bestimmte Ereignisse des sieben-
j�hrigen Krieges 23e$ug nimmt, der ja durch die Besetzung Mei�ens dem
3ibb. t pm.sif^r^itar.uniKofiiii� um >7�5,
Sfft�fr 3. K91. ''�^' gjBwtterjog von m�ffcn-
Raufmann Gotzkowsky erst die M�glichkeit zur Anwerbung von Mei�ener Arbeitern und K�nstlern und zur Vegr�udung
eines aussichtsreichen �hnlichen Unternehmens in Verlin gebracht halte, welches Friedrich der Gro�e dann nach dem
Anmerkung, Heber dem (Eitel; Abb. 3. Dose mit dem Bilbnis Friedrichs des Gro�en nach Dan too und Vorstellungen pou
Beitergefedjten und lagcrszenen. Sammlung Foerster, Berlin.
        
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