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Reinhold Koser als Geschichtsschreiber Friedrichs des Großen

Full text: Reinhold Koser als Geschichtsschreiber Friedrichs des Großen

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denen er seine fr�heren Forschungen �ber den preu�ischen Staatsschatz von \7^0 bis \756 fortsetzte, sowie der Aufsatz
�Friedrich der Gro�e und die Universit�ten". Vergessen sei nicht die scharfsinnige Untersuchung �ber das pamphlet
�Id�e de la cour de Prusse", als deren Verfasser er mit einem hohen Grad von Wahrscheinlichkeit Voltaire feststellen
konnte. IVit erw�hnen ferner seine Beitrage zur �Allgemeinen Deutschen Viographie", aus denen seine wertvollen
?ebcnsabrtffe des vertrauten Ministers des K�nigs, des Grafen Heinrich f)odewils, und des �iclbcfannten Barons von
pollnit? anzuf�hren sind. Endlich die F�lle der Beitr�ge in unserem Jahrbuch, deren Reigen die lehrreiche Zusammen-
stellung der �Verichte der Zeitgenossen �ber die �u�ere Erscheinung Friedrichs des Gro�en" im ersten Bande er�ffnet.
Vas Erscheinen der Tageb�cher des Aammerherrn der K�nigin Elisabeth Christine, Graf kehndorff, bot willkommenen
Anla�, ein farbenreiches Bild vom �Berliner Hof um Zu entwerfen. Dann lernen wir Voltaire als �Aritiker
der ?uvres du philosophe de Sanssouci" rennen, in trefflicher Erg�nzung zu den eingangs erw�hnten Ausf�hrungen
von posuer �ber Friedrichs literarische T�tigkeit. Brachte der Jahrgang \9\\ aus Rosers Feder eine Schilderung
der �Friedrichfcier vor hundert Jahren", so der folgende Band den Abdruck der Festrede, die er bei der feierlichen
Sitzung der Akademie im Wei�en Saale des Schlosses zu Berlin am 2^. Januar \y\2 gehalten hatte.
Neben Darstellung und Forschung war die Editionst�tigkeit weiter einhergegangen. Den erh�hten wissen-
schaftlichen Anspr�chen, die die neuere Forschung stellt, halte die Akademieausgabe der ,,(^nvrc5", so verdienstlich sie
f�r ihre Zeit war, l�ngst nicht mehr gen�gt. Auch hier legte Aoser werkt�tige Hand an. Bereits im Jahre 58H8 gab
er Friedrichs Briefwechsel mit dem Minister und Genera! Friedrich Wilhelm von Grurnbkow und mit seinem Akademie
Pr�sidenten Mauvertuis neu heraus, w�hrend der Jahre h^ folgte die durch neue Funde wertvoll bereicherte
Ver�ffentlichung der Aorrespondenz Friedrichs ,nit Voltaire, die er gemeinsam mit Hans Droysen besorgte. 2Nit der
Fertigstellung eines Nachtragsbandes zu den Korrespondenzen mit Voltaire und Maupertuis war er besch�ftigt, als der
Tod seinein rastlosen Schaffen ein Ziel setzte.
So war ein' Teben beschlossen, das reichste Fr�chte getragen. Ein Acnner allerersten Ranges des friderizianischen
Zeitalters war dahingeschieden; keinem sonst wie ihn: war die Geschichte seines Helden vertraut, den: er, solange er
wirkte und schaffen konnte, seine Dienste geweiht hatte. Und so wird er auch im Andenken der Nachwelt fortleben als
der Geschichtsschreiber Friedrichs des Gro�en.
rtamcnsjug Friedrichs l�rs Gro�?� aus M�moires pour servir ? l'histoire de la maison de
Erand�bourg (�751), Seite XX, gestochen non <&.F. Schmidt
        
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