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Über Augengläser und optische Instrumente im Hohenzollern Museum

Full text: Über Augengläser und optische Instrumente im Hohenzollern Museum

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Voule^Arbeit (rcgiftriert 5; \78, \b). Die Ar�cke oben ist durchbohrt, in der R�hre, die dadurch entsteht, befindet
sich vorn hinter einem Schieber ein Aonkavglas, hinten ein Ronvexglas, so da� das Ganze als ein Hand-
fernrohr, ein sogenanntes Perspektiv (nach der Erfindung von John K'ivpersey um zu benutzen ist (siehe
Fig. 8 im Text). Dieser Stock war zum Pfalzgrafen von, Rheine, der ein Verehrer Friedrichs des Gro�en war, als
Andenken gekommen und wurde vom Prinzregenten Tuitpold aus dem Armee = X\Tufeum in M�nchen dem Kaiser
Wilhelm II. zur�ckgeschickt.
Au�erdem sind von Friedrich dem Gro�en noch vorhanden ein einfaches monokulares, nicht ausziehbares
perspektiv in Holzk�stchen (5; 2^9,2) und in einer Papph�lle ein etwas gr��eres harnperspektiv, ebenfalls nicht aus-
ziehbar (5; 2^), 3). weniger inter-
essicren uns zwei mittelgro�e Fernrohre.
Das kleine ohne Vezeichnung, das
gr��ere von dem ber�hmten uni� be-
kannten englischen Gptiker 2ty\couq,i]\
ferner in Cederh�llc zwei ganz gro�e,
etwa \ m lange und noch viel weiter
ausziehbare Fernrohre bezeichnet Vol-
landscher Tubus (im Zimmer 26).
Erkundigungen haben er-
geben, da� in andern Schl�ssern, zumal
in Sanssouci und dem Potsdamer Stadt-
schlo� keine weiteren Augengl�ser von
Friedrich dem Gro�en vorhanden sind.
Aehuliche Gl�ser wie Friedrich
der Gro�e hat dessen Neffe, der K�nig
Friedrich Wilhelm IL, benutzt (\786
bis \7g7). Nur zeichnen sie sich durch
gr��ere Sch�nheit und mehr Reichtum
aus. Es sind f�nf Eingl�ser von dem-
selben Typus (registriert 7; 29, 2).
Zun�chst kommen zwei schwere
Gl�ser mit f)erlmutterschalcn und fit-
berner Einfassung. Veide Gl�ser sind
auf der einen Seite 1,0 Dioptrie konkav
und auf der andern Seite 5,0 Dioptrien
konkav geschliffen, also in Summa
6,0 Dioptrien konkav.
Fig.B. SlodFrnrtf Friedrichs bes iSrojjni mit pfrfpc?tiD; ijotieniollernniuicum
Aehulich und offenbar von derselben t)and ist Glas 3, das mit Mosaik gefa�t ist und mit beinalten Porzellan
schalen. Vie St�rke des Glases ist dieselbe (7; 2Y, 5j.
Hinzu kommen zwei zierliche ebensolche gefa�te Gl�ser (7; 29, H), die offenbar von anderer Hand sind,
zweifellos demselben A�nstlcr, der f�r den A�nig Friedrich den Gro�en das letztgenannte Glas mit den Schnitzereien
in Perlmutter gemacht hat. wir sehen dieselben Pcrlmutterschalen mit Einfassung, mit Goldbronze beschlagen in
demselben Geschmack verziert, nur da� sich in der 3Nitte der Schale noch eine Goldbronzeplatte befindet, mit zierlichen
und mit kleinen Diamanten besetzten �Vrnamenten ssiehe Fig. 2 auf der Tafel).
Das Glas ist auf der einen Seite konkav 5,5 Dioptrien, auf der andern konkav Dioptrie geschliffen.
        
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