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Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

Full text: Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

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Bei der nicht gerade �bertriebenen h�he des Honorars f�r die K�nstler der Aquarelle ist es am�sant zu
sehen, da� das Schreiben der meistens doch nur kurzen Unterschriften verh�ltnism��ig gl�nzend honoriert worden ist:
nicht weniger als \5 Mark wurde f�r jedes, kalligraphisch allerdings sehr sauber ausgef�hrte reiben" eines
Aquarells an den Rendante� ZTeugcbauev aus der K�niglichen Schatull-Kassc gezahlt.
Bild. �Aquarelle" abgeliefert am 9. Februar ;s8�, f�r 750 Mark. �
Ueber Louis Schneider s. Hohcnzollern -Jahrbuch S. und und S. 6^.
C. Schneider's tapferes, k�nigstreues Verhalten nach den M�rzwgcn von hat ihm nicht nur int preu�ischen
Aonigshause, sondern auch an: russischen Hofe eine ganz eigenartige Vertrauensstellung verschafft, die er, soviel wir
sehen, niemals genn�braucht hat. �Line subalterne, fast bedientenhafte Betriebsamkeit haftet ihm an und tritt wohl
auch in seinen Aufzeichnungen hervor, die alles, was er sieht und h�rt, sofort notiert, ohne rechte Abw�gung &es
wirklich Wertvollen. Aber wie vieles wissenswerte hat er aus dem ?eben Kaiser Wilhelms aufbewahrt, was sonst
f�r die Nachwelt verloren gegangen w�re! Und vielleicht war jenes Subalterne nicht abzustreifen f�r die Eigenart
feiner Funktionen, die �brigens der Kaifenn Augusta wie dem F�rsten Bismarck gleichm��ig unsympathisch waren:
da� der Kaiser trotzdem an ihm festhielt, ist der beste Beweis f�r die hohe Wertsch�tzung seiner Dienste und seiner
Treue. Auch wir, bei dieser Aquarell-Sammlung, vermissen immer wieder feine Sorgfalt und Genauigkeit im einzelnen
und seine �milit�rische" Sachkenntnis; unter feiner Aegide w�ren wohl oie Bilder 509, NO und {2$ an richtiger
Stelle einrangiert und der �rgerliche Irrtum in der Bezeichnung des \2O. Bildes vermieden worden.
Vas �Urbild"des �Fahnentr�gers von Ivei�enburg" ist gerade jetzt, am 22. April59^, gestorben: es war der
Gensdarmeris-IVachtmeister Ferdinand Schade zu U)armbrunn in Schlesien, Unteroffizier bei den K�nigsgrenadieren.
509. Bild. �Aquarelle", abgeliefert am 26. Mai 5866, f�r 50 Friedrichsdor.
Vie Verse sind von Vtto Franz Gensichen, gedichtet f�r die Festfeier des 25j�hrigen Bestehens des Vereins
f�r die Geschichte Berlins am 23. Januar
Bild. �Aquarelle", abgeliefert am Juni f�r 750 Mark.
w�hrend der Kaiser, auch von den Leistungen des IX. Korps au�erordentlich befriedigt, nur mit Gef�hlen
von Genugtuung und Dankbarkeit auf diese Rostocker Tage zur�ckblickte, ist es am�sant zu h�ren, wie der Chef seines
Milit�rkabinetts, General ?mil von Albedyll, bei aller Anerkennung der �wirklich sehr sch�nen und interessanten
Flottenrevue", mit etwas Skepsis von den �scheu�lichen hohen Schiffstreppen" erz�hlt, die er wie eine Gemse herauf
und herunter geklettert sei, und von den sehr langen und sehr langweiligen Tandman�vern, bei Vrkan und bitterer
Aalte: �ein Gl�ck, da� das Man�ver ein Ende hat"; �der Kaifer ist gl�ckselig �ber den Trubel und bedauert schmerzlich,
da� es zu Ende". Va� die hier anwesenden Italiener recht hatten mit ihrer Bemerkung, die Gesundheit des Kaifers
werde wohl kein Hindernis fein f�r feine italienische Reise, �denn Aehnliches von Leistungen h�tten sie noch nicht gesehen",
haben uns die Aquarelle 92 und 93 gezeigt, Hohenzollern-Iahrbuch \9\2, 3. Hof. I.von AlbedyU-Alten, Aus
Hannover und Preu�en, Potsdam 59^, S. 286,
Bild. �Aquarelle", abgeliefert am 3. Juli f�r 750 Mark. Vom Maler Hermann k�ders,
dessen Name im Verzeichnisse fehlt, der sich aber aus der Schatull- Quittung ergibt, als �Tabackkollegium" bezeichnet.
U2. Bild. �Aquarelle", abgeliefert am 6. Vezember 5 880, f�r 750 Mark.
Bild. �Aquarelle", abgeliefert am 2. April ;38f, f�r 750 Mark.
Bild. �Aquarelle", abgeliefert am 29. Dezember f�r 750 Mark. Vom Maler Hermann L�ders
auf der Schatull-Huittung bezeichnet: �Parade mit dem Kronprinz Rudolf."
Der Ulanen^Aomniandeur auf dem Bilde tr�gt zu Unrecht das Eiserne Areuz erster Klaffe; das besa� zwar
sein Vorg�nger Vberst Graf Haeseler, der heutige Feldmarschall und Regimentschef, Oberstleutnant von Liebermann
aber besa� nur die zweite Alasse. L. Schneider's ge�btem Blicke w�re dieser Schnitzer des A�nstlers gewi� nicht entgangen.
Vil�. �Aquarelle", abgeliefert am Januar f�r 750 Mark. F�r des Kaisers Interesse an
dem Dombau bringt die Rede des Ministers G. von Go�ler bei der Jahrhundertfeier der Akademie der K�nste am
�oE�ciijoUiitiOflijrbut� ;Z^, 20
        
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