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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Württemberg

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Württemberg

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Graf Vurchard, (J25 � \\50 urkundlich erw�hnt, hinterlie� zwei S�hne: Vurchard I. und Fridrich. Jener
befand sich im Gefolge Uaiser Friedrichs I. auf dessen sechsten! R�nierzug (U8^�l.1,86). Nach einer glaubw�rdigen
�berlieferung hat Vurchard auch an dem Areuzzuge des greisen Haifers (U89� U90) teilgenommen und in der
�chlacht bei 3conium (\8. 2T�ai U90) Me Reichsfahne getragen^.
Lin Urenkel des Grafen Burkhard I. war Albert II., der �Minnes�nger"^ Seine Jugend er wird zuerst
genannt � stel in die Bl�tezeit des schw�bischen Minnesanges, dessen Zauber auch sein poetisches Gem�t ergriff.
�Ein zart, sinnvoll und kunstreich gedichtetes Minnelied ist von ihm erhalten geblieben." Zugleich aber bew�hrte sich
Albert auch als tapferer Curnierheld und unverzagter Ariegsmann. Seinem Schwager, A�mg Rudolf I", waren er
und sein Vetter, der Vurggraf Friedrich III.von N�rnberg, allzeit die treueste St�tze. Seide begleiteten den A�nig
auf seinen zahlreichen Anegssahrten, besonders gegen V�hmen und Savoyen ll.285), gegen den Grafen Eberhard von
W�rttemberg s1,266), gegen Vurgund (1,289) usw. und leisteten ihm wertvolle Dienste. Gb Albert auch an der Schlacht
auf dem Marchfelde teilgenommen, entzieht sich unserer Aenntnis. Dagegen wissen wir, da� er imDienste des Herzogs
Albrecht von Hab�burg, seines Neffen, am April bei Dberndorf im Aampfe mit Herzog Gtto von Nieder-
bayern seine Treue gegen das Haus Habsburg mit dem teben besiegelte. Ein farbiges Gem�lde der Manessischen
Sammlung inParis bringt den letzten Aampf des heldenhaften Grafen und den Hammer der Angeh�rigen bei seinem
tragischen Ausgange anschaulich zur Darstellung
Graf Albert II. hatte aus drei Ehen neun Ainder, drei S�hne und sechs T�chter von deren Dasein nur
einige d�rstige Daten Aunde geben.
Sein Nachfolger wurde Graf Albert III.,genannt Rusman. Sr war verm�hlt (seit August 1.235) mit einer
unbekannten Gemahlin. Nach seinem fr�hen Tode � er wird zuletzt am 7. Juli 130h genannt � folgte ihm sein
Vruder, Graf Rudolf I., der, zuerst im Jahre erw�hnt, am 1^. Januar 1,336 das Zeitliche segnete.
Graf Rudolf und seine Schwester Mechtild waren es, welche die ersten verwandtschaftlichen Beziehungen zu
dem Hause W�rttemberg ankn�pften. Mechtild reichte am Dezember ihre Hand dem Grafen Ulrich von
W�rttemberg und starb an einem 26. April vor 5 31,5, w�hrend ihr Vruder am 23. April 1,31,8 Ulrichs Schwester
Irmingard heimf�hrte. Sie starb 5329 nach elfj�hriger Ehe im Alter von 39 Jahren. Ulrich und Irmingard waren
Rinder des Grafen Eberhard des Erlauchten und seiner Gemahlin Irmingard von Vaden.
Graf Rudolf, der in erster Ehe mit einer Gr�fin Agnes von werdender�, verm�hlt gewesen war, ging 1(335
mit Gr�fin Elisabeth von Sponheim eine dritte Ehe ein. Nach ihres Gemahls Ableben wurde sie
�
vor
1,6. Vttober I.3H0 � die Gemahlin des Tandgrafen Ludwig des Junkers von Hessens
Nahezu 100 Jahre gingen ins kand, ehe die Familienbande zwischen den H�usern Hohenzollern und W�rttem-
berg durch eine neue Heirat befestigt wurden.
1 vgl.Riedel, Geschichte des Preu�ischen K�nigshauses, I,Berlin 5�65, und Die Genealogie des Gesamthauses Hohenzollern. Riedels
Mitteilungen sind jedoch, soweit fie die �lteste Zollerifche Zeit betreffen, nicht ganz zuverl�ssig. � Den Urstamm der Rollern, feine Der-
zweigungen und seine angebliche Herkunft von dem schw�bischen Vynaftengeschlechte der Burkadinger behandelt mit einem gro�en Aufw�nde
von Gelehrsamkeit und Scharfsinn, aber auch mit lebhafter Einbildungskraft ?. Zchmid in feinem dreib�ndigen Werke: Die �lteste Geschichte
des erlauchten Gesamthauses der K�niglichen und F�rstlichen Hohenzollern. Stuttgart (884 �(888. � * ?. 3chmid, Graf Albert von Hohen-
berg, Rotenburg und Haigerloch. Ver S�nger und Held. 2 23?>e. Stuttgart l�79.
� �
K�nig Rudolf verm�hlte sich um das Jahr t233
mit Gr�fin Gertrud (seit H273 Anna genannt) von Hohenberg, Albrechts Schwester. 5ie wurde die Ahnfrau des HabZburgisch" Veste�
reichischen Haufes, starb am t>. Februar (2fil und wurde am 20. M�rz in Nasel beigeseht, vgl. die Stammtafeln bei Gswald Redlich
(Rudolf von Habsburg. Innsbruck 4902) und Hohenzollern -Jahrbuch 1909, 5. *25ff,
� * 3tillfried, Altert�mer und Aunstdenkmale des
Hauses Hohenzollern. Neue Folge.
�
5 Die �lteste Tochter Agnes war mit dem Grafen Albert von Tirol, Herzog von A�rnthen (gest. vor
H5. September 5292) verm�hlt; eine andere, Margarete, wurde am 23. November ;2S8 die Gemahlin des Markgrafen Heinrich von Burgau,,
der ;3 ;o starb. Die dritte, ?ufemia, gest. Juni 1533, wurde vom Grafen Friedrich VU. von Jollern.Hohenzollern, der schw�bischen linie
angeh�rend (gest. um \50% zur Gemahlin erkoren (vor (3, August 1298). Von den anderen Schwestern war Adelheid, gest. 22. Februar (333
und im Kloster lilienfeld beigesetzt, mit einem Grafen Konrad von 5cb,aumburg verm�hlt, w�hrend die j�ngste, bereu Namen wir nicht
kennen, als Nonne in Klrchberg nach U9( starb. �� * Ziehe Hohenzollern Jahrbuch 190% 5. ;26f.
        
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