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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Württemberg

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Württemberg

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AlleIunckherrn sollen sich innwendig im Saal vff beeden Seiten der Th�r, wie auch vor dem Saal, in
Ordnung, einer neben dem andern stellen, bis bas Frawenzimmer alles hinein ist, alsdann mag einjeder weiter hin-
treten, nachdem er vom Marschalckh gewiesen wirdt oder in die Ordnung geh�rig ist.
vnderde� hebet die Music an, soll aber mehr nit, dann ein Stuckh musicieren.
So stehet der Prediger vor dem geordneten Tisch, vnd sobald die Music aufh�rt, thuet er ein kurtze Ver^
manung oder Gebett vom Ehestand zum Volckh.
Alsdann werden beede F�rstliche Vreutigam vnd Vraut zu ihm auf den Teppich gefuehrt vnd die Vermehlung
nach Instruction, die er deswegen allberait empfangen, verrichtet.
Alsdann soll der F�rstliche Vr�utigam vnd Vraut an Ire vorige Stell widerum gefiehrt, die Trommeler auf-
blasen, vnd sobald dieselben aufh�ren, ein Stuckh musicirt werden, bis das Confect herumgetragen sein wird.
Dem Tonfect werden zween Marschalckh vorgehen vnd volgen vier von Adel, zwai mit Tonfect vnd mit
dem Trinckhen.
Der F�rstlichen Vrautt ingleichen, da� also vier Marschalckh vnd acht vom Adel hierzu bestellt sein m�ssen.
Nach Vollbringung dessen gehet man in voriger Ordnung widerumb aus dem Saal, ein jedes in sein Gemach,
vnd bald darauf zum Essen.
Nach der Mahlzeit wirdt die F�rstliche Vrautt wieder in ihr Gemach, die andere F�rstinen sampt iren zue-
geh�rigen Frawenzimmer auch in ihre eingebene kosamenter wider gefuehrt.
Des Herrn Vr�utigams Frawenzimmer aber soll der F�rstlichen Vraut, eintweder m derselben Gemach oder
davor aufm Gange aufwarten.
volgendts gehet man mit Heerbauckhen vnd Trommeten, in solcher Ordnung, wie zuevor zum Vanntz, der
Vr�utigam vor, darauf das Frawenzimmer.
Abendt-Danntz,
Die zwo F�rstliche Personen, so die f�rstliche Vraut fuehren, bringen sie dem Herrn Vr�utigam zum ersten
Danntz, demselben sollen zween Marschalckh oder zween von denen, so die andern Vord�nntze auszutheilen verordnet
sein, dann zween Frawen oder Herrn vnb zween vom Adel hernach.
Die andere F�rstliche Vord�ntze w�rdt man nach Gelegenheit eines jeden Standes austhailen, wie sie an der
Tafel gesessen sein, vnd danntzen die zween, so die Vordantz ausgeben, vnd auf dieselben zwen Herrn vor, auch zwen
Herrn vom Adel hernach.
Schlaf-Trunckh.
Zu lLnde des Danzes kan der Schlaf-Trunckh im Saal ausgeben werden.
Dienstag. Den 5.Iunii 56^0.
Der Airchgang.
Zu der Hochzeit-Predig gehet man in solcher Ordnung, wie den vorigen Tag geschehen ist, wider in den Saal,
allein da� des Herrn VreutigamZ Ofsicieren vnd Angeh�rige vorgehen, die F�rstliche Vrautt, auch von des Herrn
Vr�utigams nechste Freundt, vnd der Herr Vr�utigamb von der F�rstlichen Vrautt Nechsten in vnd auser dem Saal
gefuehrt werden.
ImSaal musicirt man ein Stuckh, darauf, wann die Music aufh�rt, sollen beede F�rstliche Eheleuht widerumb
vf den Teppich f�r den Tisch zum Predig gefuehrt werden vnd den Segen empfangen, alsdann an Ihre Stellen
abgefuehrt werden, vnd musicirt man wider ein Stuckh, darauf ein Predig geschicht.
Nach der predig soll wider ein Stuckh musicirt werden, an der Th�ren aber innwendig des Saals, auf der
rechten Hand soll ein Veckhen gestellt sein, darein nach der Schenckhung, wann man hinaufgehet, die Gaben f�r den
Priester gelegt werden.
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