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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Württemberg

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Württemberg

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bringen sollte". Ani Koalition J688� \697 gegen Ludwig XIV.nahm er an der Spitze eines von ihm geschaffenen
Heeres w�rttembcrgischer kandeskinder teil, geriet aber bei Getisheim am \7. September \6ty2 nach einem ungl�ck-
lichen Gefecht in franz�sische Gefangenschaft, aus der er im n�chsten Fr�hjahr heimkehrte. \6<)^ vom Aaiser zum
Generalfeldmarschall ernannt, nahm er an den Feldz�gcn der Jahre (69^ und (695 teil, starb aber schon am
30, Dezember \698, H6 Jahre alt.
Erst verh�ltnism��ig spat dachte Friedrich Aarl an eine eheliche Verbindung und f�hrte am November
seines verstorbenen Schwagers Albrecht j�ngste Tochter Eleonore Juliane heim. Seine Schwester Sophie, die der
elternlosen Waise m�tterlich zur Seite stand, hatte in treuer F�rsorge f�r beide Teile die Heirat vermittelt.
Mit Eleonore Juliane, die der Chronist als �eine der wohlgebildetsten Prinzessinnen ihrer Zeit" zu r�hmen
wei�, zog reicher Segen in das Haus des vielgeplagten F�rsten. Das reine Feuer ihres liebenden Herzens erw�rmte
des Gemahls Gem�t und erhellte ihm den Lebensabend.
Das Herzogspaar erfreute sich des Besitzes von sieben Rindern, von denen allerdings zwei nur wenige Jahre
alt wurden. Ihr �ltester Sohn Aarl Alexander (siehe S. 5H, 7a) folgte seinem Neffen Eberhard kudwig als Herzog.
Ihre j�ngste Tochter Christiane Charlotte, geb. 20. Angust wurde ihren, Netter, dem Ansbacher Markgrafen
Wilhelm Friedrich, angetraut.
5.
Markgraf Wilhelm Friedrich, geb. 8. Januar weilte in Utrecht. 5699 finden wir ihn auf
der �Aavaliertour" durch Frankreich und Italien und ein Jahr sp�ter als Generalwachtmeister und Oberst �ber ein
Regiment zu Fu� der fr�nkischen Areistvuvven.
Im September wurde Wilhelm Friedrich von seinem Bruder, dem regierenden Markgrafen Georg
Friedrich, nach Holland und England gesandt, �um sich in miUtaribuZ besser zu qualifizieren". Der Prinz ward dem
�Obersten von Heydebrecht empfohlen, �da� mittelst dessen (^onn^iZs^nce derselbe sowohl bei dem K�nige von Engel-
land als der Generalit�t und andern Gro�en den Acce� haben, die (^mpements besehen und von allen dem pro-
fitieren m�ge, wozu Er in Holland zu seiner so bessern Qualifizierung Gelegenheit haben m�ge". Besonders sei es sein
Wunsch, �ein Regiment oder die Generalmajorstelle von Ihro Majest�t zu erhalten". Der Tod des englischen A�nigs
Wilhelm III. st. M�rz durchkreuzte des Markgrafen w�nsche. Im Juni �bernahm daher Wilhelm
Friedrich das Aommando der fr�nkischen Areistruppen bei der Armee am Rhein, wurde am Gktober im
�Friedlinger Treffen" bei Freiburg i.Vr. �im rechten Schenkel blessiert", focht dann sp�ter bei Landau als Raiserlicher
Generalfeldwachtmeister und war seit 5?; 3 Chef eines Dragonerregimcnts. Er starb an, 7.Januar in,Schlosse
zu Reichenbach und wurde am 40. Januar in Ansbach bestattet.
Am 28. August holte sich Wilhelm Friedrich aus Stuttgart seine Lebensgef�hrtin. Christiane Charlotte
war eine �in allen christ-f�lstlichen Tugenden besterzogen und wohlgeartete holdseeligste" F�rstin. Nach dem fr�hen
Tode ihres Gemahls �bernahm sie w�hrend der Minderj�hrigkeit ihres Sohnes Aarl Wilhelm Friedrich (geb. Mai
5?42) die Vormundschaft �ber ihn und die Regierung des tandes. Aaum hatte sie diese schwere Aufgabe erf�llt, als
sie im Alter von 35 Jahren am 25. Dezember 5 729 im Schlosse zu Ansbach in die Ewigkeit einging.
Mit ihrem Neffen, dem Markgrafen Alexander, dem 5769 auch das F�rstentum Bayreuth zufiel, erlosch am
5. Januar die j�ngere markgr�fliche kinie Brandenburg- Ansbach -Bayreuth. Bereits hatte er auf seine
t�nder zugunsten der Aronc Preu�en verzichtet.
        
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