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Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Württemberg

Full text: Die Verwandschaft der Häuser Hohenzollern und Württemberg

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seinen verwandten in Schwedt wiederhergestellt, an den K�mpfen der folgenden Jahre wieder teilnehmen, w�hrend
des Krieges residierte die Herzogin in Stettin, von wo fie sich h�ufig juin Vesuche ihrer (Eltern nach Schwcdt begab.
ImFebruar (76.3 kehrte die herzogliche Familie in bas schlo� in Treptow zur�ck. Hier wurde auch die 2Nehr-
zahl der Rinder des herzoglichen Paares geboren, so Prinz Friedrich, der nachmalige erste K�nig von W�rttemberg, und
die Prinzessin Sophie Dorothea Auguste, sp�ter als Maria Feodorowna die Gemahlin des Kaisers Paul von Ru�land.
Ls begann nun eine goldene Zeit f�r das stille St�dtchen, da die prunkvolle Hofhaltung seinen Linwohncrn
reichen Lrwerb brachte. Um so gr��er war daher die Trauer, als der Herzog im Jahre 1^769 aus dem preu�ischen
Heere schied und mit seiner Familie nach �bersiedelte, wo er sich ein Schlo� erbaute und ein h�chst gl�ck-
liches Familienleben f�hrte. >l?yl. mu�te er infolge der Revolution in Frankreich das H�ndchen verlassen, worauf ihn
R�nig Friedrich Wilhelm II. zum Generalgouoerncur der F�rstent�mer Ansbach und Bayreuth ernannte und ihm
das Vayrcuther Schlo� als Wohnsitz �berlie�. durch den �berraschend schnellen Hintritt seiner Vr�der auf den
Chron berufen, nahm er seine Residenz in Stuttgart, nachdem er noch kurz vorher zum preu�ischen GeneralfeldmarfchaU
ernannt worden war.
In dem zwischen Frankreich und Vesterreich entbrannten Arieg ergriff der Herzog die Partei des alten
Kaiserstaates. Vie Entwicklung der Dinge nahm dann bekanntlich einen Verlauf, der viel Unheil �ber W�rttemberg
brachte, w�hrend der Verhandlungen der Tandst�nde �ber die Deckung der Ariegskosten starb Friedrich Eugen pl�tzlich
ein begabter, t�tiger, g�tiger, gerechter und menschenfreundlicher F�rst.
Sr hinterlie� acht S�hne und vier T�chter. Vie S�hne ' dienten mit Auszeichnung in fremden Heeren. Der
Erbprinz Friedrich geh�rte anfangs der preu�ischen, sp�ter der russischen Armee an. Vie Prinzen Ludwig, Eugen
und Heinrich nahmen preu�ische Dienste, Wilhelm d�nische, Ferdinand und Alexander �sterreichische, w�hrend Prinz
Aarl in das russische Heer eintrat, von den T�chtern wurde, wie bereits erw�hnt, die �lteste auf Anraten A�nig
Friedrichs des Gro�en von der Kaiserin Aatharina von Ru�land mit ihrem Sohne, dem nachmaligen Kaiser
Paul, verm�hlt. Die dritte, Prinzessin Elisabeth, wurde 1,799 die Gemahlin Aaiser Franz II.von Gesterreich.
V
Hohenzollern-Ansbach (�ltere finie) und W�rttemberg
(Sielje Cafel V)
wie des Hohenzollernhauses Hauptlinie in der Mark, so verschw�gerte sich auch dessen Sekundogenitur in
Franken mehrfach mit dem W�rttembergischen Hause. Die erste Verbindung dieser Art f�hrt uns in die Zeit des
Markgrafen Georg des Frommen von Vrandenburg-Ansbach sgest. zur�ck.
Aus seiner zweiten Ehe mit der Herzogin Hedwig von M�nsterberg waren zwei T�chter hervorgegangen:
Die Markgr�finnen Anna Maria und Sabines Diese wurde am 52. Februar z5H6 im Ansbacher Schlosse mit
1 Sieht i.5ahler, Princes et Princesses en voyage. I-es fils du Prince Fr�d�ric -Eug?ne de Wurtemberg-Montb�liard aux cours
de Berlin et de Saint- I'etersbourg etc. paris (909.
�
a Sie war coin Kurf�rsten Albrecht zugunsten feiner nachgeborenen H�hne Friedrich
und Sigmund errichtet worden. Demgem�� hatte Friedrich nach des Dates Tode (^86) das F�rstentum AnZbach erhalten, Sigmund das land
�oberhalb des Gebirges", d. t. 33ayreutl). Sigmund, geb. 27. September 54b8 im Schlosse Hu Ansbach, starb daselbst am 26. Februar l<5y5.
Infolgedessen vereinigte Friedrich beide F�rstent�mer in seiner Hand. Mit seinem Enkel, dem Markgrafen Georg Friedrich (gest. (603),
erlosch die �ltere Seknndagenitur. Auf Grund des Geraer Hausvcrtrages rom Jahre I598 �bernahmen des Kurf�rsten Johann Georg S�hne,
die Markgrafen Christian und Joachim ?rnft das fr�'nkische Erbe und wurden Stifter der j�ngeren Vayreuther und der j�ngeren Ansbacher
lime. � 3 Ihre Gro�mutter Ursula war die �lteste Tochler des Kurf�rsten Albrecht, geb. 25. September gest. 25. November (508
im R�tharinenkloster zu Breslau; verm�hlt 9-/5�, Februar 311 (?ger mit dem Herzog Heinrich von M�nsterberg, geb. 15. Mai H^B,
gest. 24. Juni l^y (stehe Hohenzollern -Jahrbuch l?N, S. 262), � * Geb. \z. Mm 1029 im Schlosse zu Ansbach, gest. 2. November \575
im Schlosse 311 Verlin, beigesetzt (7. November i=i75 im Dome daselbst.
        
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