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Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

Full text: Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

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2 "2�IeiIen vom �rt; sind �ber den weg gesprungen, und haben auf die Bagage gescho�en, uno einen R[ufftfd?en]
(Officier ble�irt. Diese Vegebenhsit gab gro�en Alarm im Gestern fr�h um 5 Uhr marschirtcn
wir Don Saarburg nach Vie, ein sehr starker INarsch Don 5ll2 �??etle; wieder eine sehr kleine Stadt, freute fr�h
um T marschirten wir hierher. Die drei Monarchen ritten zugleich ein, und sahen dann drei ru�ische Husaren-Regt.
durchmarschiren. Die Stadt ist sehr h�bsch; besonders sch�n ist der plats (Place royale, ehemals Napoleon) an welchem
der K�nig und K. Alexander wohnen. Ich wohne sehr weit vom K�nige, bei der Schwester Neys, ich Habs ihre
Bekanntschaft bis jetzt nicht gemacht, bin auch nicht neugierig ein St�ck dieses Vlutes zu sehen.
Vor einigen Tagen haben mir die Prinzen Friedrich uno Clemens von Sachsen, welche im Vestreichischen H. Q.
die Campagne �lachen, ihre Visite gemacht. Hie einzige Frage, welche mit Pz. Clemens addre�irte, war: Haben
fie gute Nachrichten von ihrer Frau Gemahlin! � wobei ihm sein Vruder einige St��e gab, um ihn auf feine
Fadaisen aufmerksam zu machen. Ich antwortete ihm, da� pz. Wilhelm, den er meinte, beim �[encrai] V�low
sei, und er sich geirrt habe. Eine etwas embarassante Scene. . . .
Die Gro�f�rsten haben mir aufgetragen, euch viele Empfehlungen zu machen; sie denken mit vielen: Vergn�gen
an die Tage in Verlin. Wir sind sehr viel zusammen und ganz vertraulich; ich werde jetzt gleich zu ihnen gehen
um die Stadt zu besehen, die sie mir zeigen wollen, die sie schon ein mal hier waren. Daher mu� ich also schlie�en. . ..
Dein5 Uhr nachmittag. Wilhelm."
59.
Prinzessin Friederike an den Kronprinzen. (Charlottenburg, 22. Juli 3".
�Charlattenburg den 22"" Iul>
in the delicious closet.
. . . wie gut begreife ich, da� es euch h�chst sonderbar und unangenehm vorkommen mu�, wieder in,
S�ndenpfuhle zu sein, und alles so unver�ndert zu finden, weder die Gesinnung des Volks, das keine Z�chtigung von
seinem grenzenlosen Leichtsinn zur�ckbringen kann, noch die �rtlichen Gegenst�nde.
Ich w�nschte, ihr kehrtet diesen Chorheiten aufs Neue und f�r immer den R�cken, und kehrtet zu uns zur�ck,
zu der treuen Heimath. Man ist nun in gro�er Erwartung, was man mit dein N�ppel anfange� wird, Gott gebe,
da� endlich Ruhe und Friede der best�rmten Welt wiederkehren m�ge. �
Charlotte und ich, wir leben dieser Cage recht in der Erinnerung, denn voriges Jahr un, dieselbe Zeit als
in der ich schreibe, sa�en wir im g�ttlichen Sanssouci in der A�hle des Jaspis-Saales, und ich sang euch den
�Ritlcr Coggenburg" und �An Alexis", Ruggero kam auch heute zu uns, nach dem Chee fuhren wir auf der Droschky
nach den, Vrauhaus-Thurm, und nach dein Abend Essen gingen wir, von Frau Minnetrost begleitet, nach den, neuen
Palais, wo Du Dich mit Ruggero �berschlugst. Ach, das war ein herrlicher Abend. Vesekneck war auch entz�ckt
diesen Abend, und Du verglichst die hohen V�ume mit einem Dome.
Tebe wohl, so gut es geht im S�ndenpfuhl und gr�� A?r. Schack.
Die getreue
Filzis."
HO.
Prinz Wilhelm au Prinzessin Friederike. (parts, 23., 25. Juli \B\5.) q".
�paris den 23. 3"!? *8 l5
Auch Dir mu� ich doch einige Zeilen vom hiesigen Grte zu kommen la�en. Neues wei� ich Vir fast gar
nicht zu schreiben, denn was kann es wohl f�r Neuigkeiten geben, seitdem der gro�e Acteur abgetreten ist. Eine
        
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