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Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

Full text: Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

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Dieser entscheidende Sieg f�hrt �Luch gewi� recht bald 311 uns zur�ck, 311 meinem Geburtstage seid Ihr sicher
Alle wieder hier, und Gott gebe, da� auch das Ungeth�m alsdann von der Erde vertilgt sei und endlich der lang-
ersehnte dauerhafte Frieden uns begl�cke. �
Ich bin noch so unruhig vor Freuden, da� ich kaum wei�, was ich schreibe, kcbe recht wohl und gr��e
5chack von mir, der freut sich sicher auch. Veine
Dich herzlich liebende
Filzig, Kapelan von Vrontheim. �"
37.
Prinzessin Friederike an Prinz Wilhelm. sCharlottenburg, 27. Juni \8^5.) 8�.
�Charlottenburg den 27. Iuny
Vir habe ich noch nicht geschrieben, bester Wimpus, und Vir meine Freude �ber den Sieg unserer Tapferen
Schaaren ausgedr�ckt, das h�tten wir beim Abschiede nicht gedacht, da� wir so bald Ursache zur Freude finden w�rden,
nun sehen wir Euch gewi� alle bald wieder � das wird herrlich sein. �
Der arme Schwerin hat Dir sicher auch recht leid gethan, die arme V�nhoff'sche Familie ist trostlos. Vie
Frau wei� es noch nicht, zwei Schwestern werden nun zu ihr reisen, sie glauben, sie wird den Schmerz nicht lange
�berleben bei ihrer Kr�nklichkeit. ... Fritz G ist ja auch in der Schulter verwundet, jedoch nur leicht, es thut mir
recht leid, der braucht nun nicht den Vle�irten zu spielen, wie gewisse Teute auf dem Angelhaus. � ...
Lebe recht wohl und vergi� uns nicht ganz . Deine
Filzis.
Ach verzeih das Geschmier � Die Zeit mangelt mir � Um be�er zu schreiben Dir. � Das sollen Versen
sein � Doch sind sie nicht gar fein. �"
38.
Prinz Wilhelm an Prinzessin Friederike. (Nancy, s. Juli 8".
�Nancy, den 6�" Juli! \8\5,kiebe Friederike,
. . . �Ich mu� es gestehen, ich war etwas matt von den starken M�rschen, die wir immer zu Pferde machen.
Wer h�tte wohl im Augenblick des Abschiedes geglaubt, da� nach Stunden schon die frohesten Aussichten
der baldigen R�ckkehr sich �ffnen w�rden, wie unendlich wichtig ist dieser Sieg gewesen! Nach den franz�sischen
Vl�ttern vom 30'"" stand Vl�cher und Wellington in Vei-V�illes und 5t. (^rmam; auch soll eine gl�ckliche Affaire
vor Paris statt gehabt haben; indes dar�ber ist noch nichts (Mulles; vielleicht auch nur ein Ger�cht, denn die
giebts im H. H. auch. . . . wir haben morgen hier Ruhetag in N2nciA (auf gut Deutsch).
Den 3'�"' marschirten wir von 5averne fr�h ab; die Festung Pfalzburg 2 sperrte uns den graden weg; man
mu�te also rechts herum durchs Gebirge; der weg war sehr schlecht theilweise, die Gegend aber herrlich. Es
sah sehr h�bsch aus, wie die Cruvven die Verge rauf und runter im bunten Gew�hl marschirten. Der Marsch war
fatigant und lang. Um Mittag kamen wir im H. H. Saarburg an, eine sehr kleine h��liche ganz franz�sische Stadt.
Wegen der starken M�rsche und der cntzetzlichen Hitze (20 Grad im Schatten) wurde den H '^" Ruhetag gemacht. Am
Abend Jenes Tages erhielt ich Deinen Brief; denselben Abend haben einige Franzosen sich im Walde gezeigt, ungef�hr
2 Vorlage: �Juni". � 'Vorlage: �PhalZburg".
        
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