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Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

Full text: Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

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Prinz Wilhelm an Prinzessin Friederike. (Paris, 26. August 8�.
�p�tis, den 26, August. 7 Uhr.
Empfange meinen innigsten Dank f�r Deinen lieben Brief vom l?>, der eine so prompte Antwort ist. Ich
bedaure, da� ich Dir nicht ausf�hrlich schreibe, aber da heute noch ein Courier gehet und ich w�nsche, da� Vu nicht
auf mich scheltest, so will ich wenigstens diese wenigen Zeilen niederschreiben.
Heute fr�h erercirte das Russische) Regt, vom K�nig�, Er hat es en parade vorbei gef�hrt. Das man�vriren
kommandirte der Aayser selbst. Die Gro�f�rsten machten seine Adjutanten). Darauf man�vrirten die engt Truppen
und die Vraunschweigcr. Es war dr�ckend hei� und dauerte von 8^^2 Uhr, hinreichend um 511 ermatten. Dein
Bruder war ganz hin, weil ihn der Helm so dr�ckte. Du thust ihm Unrecht; er meint doch selbst, da� der Cuirass
dr�cke und sehr hei� fei. . . .
Heute Abend werden wir bei der Duchesse de Duras sein, jetzt mu� ich aber zum Thee. Adieu
D�litAuf der R�ckseite: filais". Wilhelm."
45.
Prinz Wilhelm an Prinzessin Friederike. (paris, 8. September \8(,5.) 4".
�Paris, dm 9. September Uhr Morgens.
Vor einer stunde ungcf�r erhielt ich Deinen lieben Vrief von: 5j. August (ich lag noch zu Vette). ... Es
mu� bei euch doch endlich be�er Wetter geworden sein, da ihr Parlhien macht und auch wieder im Freien zeichnet.
Du sprichst vom Theater und da� so gut gespielt worden; was w�re aber unser Theater jetzt, wenn Oevrienr's
nicht gekommen w�ren. Der Tod der Vethmann ist ein heftiger 5to� f�r die V�hne; sie swird^ allgemein bedauert.
Von einein Congre� in Frankfurt a/M habe ich noch nichts Bestimmtes geh�rt; imFall er statt findet, wird
er aber, glaube ich, blo� f�r die Deutschen Angelegenheiten sein, und da wird wohl weder der K�nig noch weniger
wir zugegen sein; aber eine Zeit wie der vergangene Winter kommt nie wieder!!! � ...
Nicola feine Ru�ische Schreiberei werde ich mir durch plolho �bersetzen la�en; es ist ein Gedicht auf den
A. Alexandre. F G: hat sich auch gestern eingeschrieben. . . .
Gestern haben wir bei der Herzogin von (Eurlan� dimrt; 0$ war ziemlich am�sant. Es war eine kleine
Gesellschaft, der K�nig, wir beide, F (D, die Sagan, P�rigord und Jackson, der 2taatskanzler, Tayllerand, Carramand,
Goltz, Brause und Malachowsky (er war du jour). Dein Vruder hat den Husten und war nicht dort, er wird auch
nicht nach Vertus zu der gro�en Revue gehen, weil es da leicht schlimm werden k�nnte. Fritz und mele Andere
sind heute schon abgegangen, der K�nig und ich gehen erst morgen; Uebcrmorgen den ist die Revue und den
5 im das Alexandersfest, welches auch dort durch Gottesdienst unter freiem Himmel, im Veiseyen der ganzen Armee,
gefeiert wird. Die gro�en Gestreichischen Revuen bei Lyon und Dijon1 sind der Unruhen im S�den wegen, erftere
abbestellt, letztere suspendirt; es wird aber wahrscheinlich auch nichts daraus werden. . . .
bin bei Deinem Vruder gewesen; er liegt heute den ganzen Tag zu Vette. Eben schickt der A�nig und
l��t sagen, da� ich morgen um Uhr mit ihn: fahren soll.
Ich mu� schlie�en, da doch Noch manches zu ist.
Adieu
Votre
tr?s humble serviteur et cousinH Uhr Nachmittags.
Guillaume."
Vas letzte kurze Villett an Prinzessin Friederike aus paris, 20. September \8{5, erw�hnt die Vorstellung des
�Paria chut�" im Tivoli: �Dette ist sehre scheine, Adieu. A revoir bient�t. N)ilhelni."
1Porlage: �Digt>n".
        
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