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Ursprung und Bedeutung des gegenwärtigen Krieges

Full text: Ursprung und Bedeutung des gegenwärtigen Krieges

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gemacht werben, die Wahrheit ms Ausland zu bringen, ist gut, wird aber bei der Ueberlegenheit der englischen
l�genpresse nur wenig helfen. Das durchschlagendste Mittel gegen k�ge und Verleumdung ist und bleibt der kriegerische
Erfolg; haben wir den, dann wird es uns leicht werden, auch der Wahrheit zum Siege zu verhelfen. Nnsere Gegner,
die so beflissen sind, die Methoden unserer Kriegf�hrung vom moralischen und v�lkerrechtlichen Standpunkt aus zu
verd�chtigen, haben von den Grausamkeiten und Vrutalit�ten der russischen Invasion in Ostpreu�en gar keine Notiz
genommen. Sie haben sich nicht entbl�det, die verrufenen Dum-Dum-Geschosse planm��ig gegen uns zu verwenden,
und wir h�ren, da� die englischen Soldaten eine Vorrichtung besitzen, um die Spitzen ihrer darauf schon eingerichteten
Patronen abzuschneiden und damit den Vleikern der Geschosse freizumachen; furchtbare Verwundungen sind die Folge.
Gin gro�artiger Versto� gegen das V�lkerrecht ist auch die Minensperre in der Nordsee.
England schwankt zwischen der Furcht vor einer Invasion und der eingewurzelten Meinung, da� eine solche
unm�glich sei. Es bezeichnet die Ausrottung des Militarismus als den eigentlichen Zweck des Krieges und mu� sich
andererseits von seinen Sachverst�ndigen sagen lassen, da� es seine Rettung nur in der Einf�hrung der allgemeinen
Wehrpflicht finden k�nne. Immer wieder verk�nden die englischen Staatsm�nner, da� ihre Hauptwaffe gegen uns in
der Abschneidung der �berseeischen Zufuhr liege, und da� der Hunger bewirken werde, was den Waffen unm�glich
scheint. Sie rechnen mit einer langen Dauer des Krieges, wenn sie dabei von 20 Jahren auch bereits auf zwei bis drei
heruntergegangen sind, wir aber sind beruhigt dar�ber, da� wir auch wirtschaftlich diesen Krieg durchhalten werden,
und da� es uns nicht an Nahrungsmitteln fehlen wird, auch wenn es den Engl�ndern gelingen sollte, uns die �ber-
seeische Zufuhr ganz zu sperren. Unsere Geldverh�ltnisse sind gesunder, als die irgend eines anderen tandes. Wir
haben kein Moratorium gebraucht, und unsere Kriegsanleihe hat dank der patriotischen Vereitwilligkeit sehr weiter
Kreise auf den ersten Schlag das gl�nzende Ergebnis von H^ Milliarden geliefert. Vie gro�en Kriege pflegten sonst
f�r England lukrativ zu sein wegen der Zunahme seines Handels nicht nur auf Rosten der Gegner, fondern auch der
Neutralen. Jetzt hat der Handel Englands eine starke Einbu�e erlitten, und in Amerika w�chst ihm ein gef�hrlicher
Konkurrent heran. Die Mehrzahl unserer Kolonien freilich ist in die H�nde der Engl�nder und ihrer mongolischen
Bundesgenossen gefallen oder ist von diesem Schicksal bedroht. Aber die Entscheidung wird dort fallen, wo jetzt die
V�lker auf blutgetr�nkten Schlachtfeldern miteinander ringen; und wir vertrauen dabei auf den Sieg unserer gerechten
Sache und auf die moralische Kraft unseres Volksheeres, an dessen Spitze nach guter alter Hohenzollernart unser Kaiser
selbst steht und in dem auch unsere Hohenzollernprinzen ebenso wie die S�hne anderer deutscher F�rstenh�user k�mpfen
und bluten. Gro� und schwer sind die 
    
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