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Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

Full text: Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

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die diesen Nahmen f�hrt, ich bitte ganz ergebenst, ma�ige Veinen kachkrampf, den Dir wahrscheinlich diese platt'
k�pfigkeit verursachen wird.
�
... Dein Vild vom g�ttlichen Aunzendorf ist allerliebst, obgleich es geschmiert ist, so ist es ganz richtig
und man kann alles erkennen, wenn Du Dir wolltest die M�he geben, es noch einmal und besser zu zeichnen, so bitte
ich mir es aus, wenn Cecilens Schutzheilige vollendet ist, nicht wahr? Du thust es wohl? Dich mit dem geliebten
Aunzendorf zu besch�ftigen, wird Dir wohl nicht unangenehm sein ....
was sagst Du denn zu Vl�cher, der schon �ber die Elbe ist und die Franzosers wieder geklopft hat � es ist
doch herrlich, das yorcksche Corps allein war im Feuer, hat sich sehr ausgezeichnet, aber leider auch viel gelitten;
werdet ihr denn ewig in E�plitz bleiben! und nicht auch wieder einmal losschlagen? ihr kommt ja gar nicht von dem
Fleck � ... Der arme wimpus ist ganz traurig, da� er noch nicht mit kann, Wilhelm Radziwill erregt seinen
ganzen Neid. � Die gl�cklichen Tanten, die wieder im lieben Berlin sind; unser gr��ter Wunsch ist, auch dahin
zur�ckzukehren, wenn der Gnkel doch so gn�dig w�re, dies recht, recht bald zu befehlen, ach das w�re herrlich. �
Breslau oder Grotz-Bra�el ist doch gar zu garstig und seine Umgebungen auch, �berall wirft einen der Wind um,
gestern Nachmittag bin ich mit Schafert k�thent�t (neuer N�hme) vor dem Schweinschsn Chore zwischen den Gem��-
Feldern spatzieren gegangen, da war denn der wind so gr��lich ungest�m, da� wir Schnupfen und Halsweh davon
getragen haben.
vor einigen Tagen haben wir Verner auf der Vrgel spielen h�ren, es war ganz herrlich, er giebt mir jetzt
auch Unterricht auf dem Alavier. Wir spielen sehr stei�ig die g�ttlichen Ouvert�ren aus Ivhigenia und der Vestalinn,
auch den ru�ischen Walzer und die polonoise. Denk Dir, wiwi hat sich, nach dem Geh�r, ohne H�lfe der Bock, den
Rohan gelehrt; ist das nicht viel. �
.. . tebe recht wohl, lieber Fritz, und gedenke zuweilen Deiner
Dich herzlich liebenden
Nachla-Filzis."
4.
Der Aronprinz an Prinzessin Friederike, (vacha, I.November \8\Z.) 8�,
�Dach zwischen Eisenach und Fulda, den 3'�� Nov.
Veste Friederike;
Meinen sch�nsten und besten Dank f�r Deinen guten, lieben Vrief .... Von der Blockade des ennuyanten
Erfurths bin ich Gott und Rex sey Dank befreyt, durch eine k�nigl. Cabinetsordre, ohnte me voilk en ckemin zum
Hauptquartier des Selbstherrschers aller Reu�en, welches bald in Frankfurth seyn wird. Gott gebe, nur nicht vor
meiner Ankunft, sonst mache ich Sotlisen I! Nein, welche Freude Eurer alle Vriefe mir zu keivzig machten, kann ich
Euch nicht beschreiben; denn ohne alle Uebertreibung und Heuchele?, n�chst einer gewonnenen Schlacht macht mir
nichts gr��re Freude jetzt, als Vriefe von Euch. Veym Empfang derselben, zu leipzig, kann ich nicht anders sagen,
als ich f�hlte mich so reich! ... Damals priesest Du Deinen Bruder so gl�cklich, da� er schon wieder einer sch�nen
Schlacht beygewohnt hatte. Du wu�test nicht, da� ich beym Empfange Deines Vriefes auch dieses Gl�ck von Neuem
genossen hatte; und welche Schlacht. Gewi�, es war eine, wie sie nur sehr selten, in alten Zeiten, und vielleicht seit
mehr als Jahren nicht ist geliefert worden.
lebe recht sehr wohl, theuerstes M�hmchen Fiecken, und bleibe mir gut;
Dein treuer Cousin
Fritz." . ..
�oljmjoDfrrt^o^rbadj 19(5. 23
        
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