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Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

Full text: Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

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Deinen Instigen Brief vom 30'"', lieber Fritz, habe ich 511 meinet gro�en Freude erhalten, und ich sage Dir f�r
diesen, wie auch f�r alle gui genieinten w�nsche, meinen herzlichsten Dank. Mir hat es auch so leid gelban, da� der
K�nig, mein dicker fetter und mein langer Bruder Fritz nicht hier waren, wir wollen hoffen, da� wir k�nftiges
Jahr meinen Geburtstag wieder in Paretz . .. feiern
werden. ...
Du beliebtest 511 sagen, die Langeweile w�rde
uns rothe Nasen gedreht haben, point du tout, wir
haben uns sehr wohl itcrlufiieret, die sch�nen Damen, die
die Langeweile in ihrem (Befolge haben, waren diesen
Cag aus unserer Gesellschaft �erbannt. Hur der borgen
war fteif, da kamen eine �lTcnge 311111 Gratulieren. Zu
?t�ittag waren wir nat�rlich, wie immer, im t^akfelo,
und Stettin uud sein Gefolge machten Cafe! 2Nusik,
Champagner war da, doch waren die k�nigl. Hoheiten
nicht bafuffa. Den Abend gab 2tMne C?^ee, worzn aber
nur alle jungen �T�6d)en unsrer Bekanntschaft eingeladen
waren, mit denen wir, nach StelHns pfeife in Cuis^
chenZ Saal tanzten, wir haben sogar den Kehraus Zu
Stande gebracht ....
Geschenke habe ich denn auch sehr viel bekommen
und ich werde Dir sie alle beschreiben; Dorn langen Fritz
ein blaues Merinos Kki� und einen schwarzen Hut in
Form eines Helms nach einem Garde du Corps Helm'
gemacht, pou Schafert einen Ring und eine Tuchuadel
ptittjfffhi ,^,^,-iikc �. pr. - Cifftigne�i'e�ailIoii im fwl'nijollttit!N�!>UM
und mit Adine Zusammen einen ED)eef\iften .. . von t�inips und Arakel eine goldne Kette, wie die zum Sans---5ouci=
Kreuth von Iviwi und 2lbbatte Glas dachen, von der Kamefe einen goldenen Knotenring, von der langen Iule einen
Teufel und ein N�hnadel^Vuch von Manchester, mit papageys darauf gemault il la Kuu3cnborfer Sd^labren^
dorff - von Cileboldt ein Flacon, von der Tauentzien zwei dito; von Augustine einen 2trbeitsbeutel von ilTandjefter,
Kofacfen darauf gemahlt, von der Viron ein Tabouret von eben den� Zeuge und auch Kofacfen darauf gemault,
letzteres ist ganz allerliebst; von Menu de 21amitoli ein Fcstungsspiel als Nadelk��en auf Manchester gemahlt, man
fpiclt darauf mit Steffnabeln, die bunte K�pfe haben, gleicht das nicht recht zu Menu, so etwas zu erfinden. �
... Dein sch�nes Gleichni� mit der Zau die sich im t^uell Wasser badet, war viel zu hoch f�r uns platt
k�pfigen kcule, wir sind ihm nur auf die 5pur gekommen, wir glauben nehmlich, Du meinst eine Quelle von Teplitz,
'
Pic fueuf)tfd?cit H�rafften trugen baiitflls den neu eingef�hrten HuBpcn^cIm nach russischem fltufter mi! gewaltigem i^fmfainme.
        
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