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Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

Full text: Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

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und bas Gute nat�rlich noch gar nicht; ich bin au�er mir vor Freude dar�ber, wenn der K�nig sich nur nicht so
f�rchterlich aussetzen wollte; unsre Freude ist doppelt, da wir alles dies an den, heiligen joletl M�rz erfahren haben,
wir fahren um \\ Uhr nach Charlottenburg, ich werde auch in Deinem Nahmen �ine Vlmne auf den Sarg legen.
Alles ist so sehr erfreut �ber Dein ausf�hrliches schreiben, es ist wirklich ein gro�es Verdienst in solchen Augenblicken
so viel zu schreiben, wir k�nnen auch nicht genug daf�r danken. Du wei�t wenigstens, da� Du nicht an Undankbare
Veine Briefe richtest. . . .
Um H Uhr Nachmittags.
wir sind in Charlottenburg gewesen, das Monument war wieder sehr sch�n mit Vlumen verziert, wirhaben
auch in eurem Nahmen Ar�nze auf den Sarg gelegt, und ich habe f�r Dich einen Typressenzweig oben gepfl�ckt,
auch f�ge ich ein R�schen hinzu, das ich f�r den A�nig getrocknet, es ist ihm vielleicht lieb von dem heutigen Tage
etwas von der heiligen Ruhest�tte zu haben. Als wir von: Monumente kamen, bin ich noch in den Zimmern des
Schlo�es gewesen und fand im geliebten Villiard-Zimmer noch immer unsre Fuchsschw�nze h�ngen an den wandleuchtern,
ich habe etwas davon abgeri�en und schicke es Dir. . . .
Ich habe . .. Deinen Vrief gezeigt, alle die ihn lesen, sagen, ein alter General k�nne nicht be�er schreiben
und urtheilen. werde nur nicht gar zu stolz, mein Herr Vetter. . . .
kege mich dem A�nig zu F��en. Und nun leb wohl. Deine
Filzis.
Arme kotte hat einen aufgebrochenen Zeh vom Frost, meiner ist auf dem Wege dazu. �" . . .
26.
Prinz Wilhelm an Prinzessin Friederike. (Chaumont, M�rz 8".
�Chaumont, den \\.Nt�rz \9\%>
w�thend, lieZperat, Fuchs-Wild bin ich, da� mein Vrief aus I^n^i-es vom 26.Januar nicht angekommen
ist, und Dein so h�bscher Plan vereitelt worden ist. Ich sehe mich nun immer als den Unheil-Stifter an.
wenn ihr doch nur nicht immer von Paris sprechen wolltet, und Bestellungen etc. machen; ich habe euch
M gleich geschrieben, da� wir nicht hinkommen w�rden.
Den Geburtstag des Grand Maitres der Artillerie haben wir keinesweges verge�en; in Bar sur Aube, nach
dem am Tage vorher voran gegangenen Vorspiel, haben wir mit Champagner auf sein Wohl getrunken. Diesen
Trank giebt es, so lange wir in Champagne sind, aile Mittage; dies dauert bereits seit Langres. > . . Ich schrieb
den Abend in Colombey ganz kurz nur an ihn; denn das war ein schrecklicher s�jour. Unter 8 Personen war die
kleine Stube nie gef�llt. (Die Preobraschenskys spielen mal wieder G�ttlichkeiten; erst den Roan, jetzt den tandecker;
ich sehe mich in Volts Stube in Breslau.) . . .
Schon wieder eine Stelle in Deinem Vrief wegen Paris. Ich antworte gar nicht mehr drauf. � . .
� Gestern sind denn endlich etwas Nachrichten gekommen; aber noch nicht gen�gend; nehmlich N: stehet
in Soissons; keine Schlacht ist nicht gewesen, und N: selbst wei� nicht, wo Bl�cher geblieben ist; vennuthlich hat
letzterer N: vorbei schl�pfen lassen und stehet vielleicht wieder auf der Stra�e von Chaalons nach Paris. Ce sont de
Muthmassonges.
Schwarzenberg ist gestern Abend hier angekommen; gestern war der letzte Tag des (^on^resses; ich wei�
noch nicht ob er verl�ngert wird oder was sonst. Ich werde den Vrief nachher schlie�en; ich gehe bald zum A�nig,
da werd ich denn wohl was erfahren.
1 vielmehr vom 27. Januar, f.Nr. 19; her ans langres am 28. Januar geschriebene Brief an hic Prinzessin Charlotte
�
�Hohenzollernbrlefe", tir, \$\ � enth�lt nur die Ank�ndigung: �,fil3is Vrief habe erhalten, werde morgen antworten, wenn ich papas
Antwort habe."
25'
        
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