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Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

Full text: Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

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Einzelne Franzosen vergreifen sich zuweilen an OMciere. Einen haben sie tobt geschossen. Sonst
werden wir �berall gut aufgenommen.
Hier ist die ber�hmteste Messer-Fabrik Frankreichs. Papa macht auch pr�sente.
Nun Adieu Empfehlungen an Allee. . . .
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tr?s humble Serviteur
\O Uhr Matin. Guillaume,
zweier schwarzer, senkrecht gestellter Vischofstab-Spitzen :j Vasler Stadt-Wappen."
20.
Prinzessin Friederike an Prinz Wilhelm. (Berlin, 2. Februar \8\%,) 8�.
�Verlin den 2"" Februar
Verzeih, bester Wilhelm, da� ich nicht gleich auf Deinen letzten Vrief geantwortet habe. Vie Geschichte von
H�ningen hat mich sehr belustigt. Wie sehr haben wir uns �ber die seidnen T�cher aus Vesoul gefreut, wenn ihr
nach Paris kommt, so mu�t Du uns auch etwas schicken und ja auch getrocknete Vlumen. . . .
wo ist N�ppel und N�ppeline?, wenn man sie doch singe!!!I
tuischens gestriger Geburtstag ist durch einen Thee bei der Alten voA gefeiert worden, wo auch
tord Gower war; dieser schickt an den dicken Fritz einen Stock und ein Me�er, wor�ber Du recht neidisch sein wirst,
im Stock, den man 3mal aufschrauben kann, ist erst oben im Anopf ein Aompa�, eine Lorgnette, die von Gold und
pr�chtig gearbeitet ist, dann ein Tubus, unten an der Spitze ein Tintfa�, Papier und Beh�lter zu Gblal. Nun das
2Ne�er hat 20 verschiedene Sachen, unter andern sind oben 2 Stifte, die man herauszieht, darunter sind Veffnungen,
aus diesen fallen nun heraus zwei kleine Lanzetten zum Aderla�, und eine winzig kleine Schere, Du schreist sicher,
wenn Du dies alles siehst. . ..
In Deinem Vriefe an Totte, mu� ich gestehen, w�rest Du h�chst fade �ber die Schleppen^, nein so Fade
Fade Fade, ich bin ganz w�thend �ber Dich. Vou5 ete� un mon cker dau8m, � � . ..
Denke Dir, die Aaiserin hat uns ihren Nahmen in ru�isch aufgeschrieben, dies ist eine Freude. Nun
Adio, eben kommt Theremin zur Franz�sischen Stunde. Schreibe mir bald wieder und recht ausf�hrlich von allem.
Friederike.
. . . tord Gower hat mir, Charlotten auch, jeder Me�er, eine gro�e Scheere, eine winzig kleine Scheere
Miniatur-Zeichnung) und N�hnadeln geschenkt, ganz g�ttlich. �"
2,.
Prinz Wilhelm an Prinzessin Friederike. (Croyes, \\. Jebruar
ffTroyes, den N.Februar
Kla treg-cnere I?jl?i3, vielen Dank f�r Deinen lieben Vrief durch General 5ck�wi-. Deine Polen -werfung
und Dank am K�nig Hab ich ausgerichtet. . . .
Auch durch Dich sah ich best�tigt, wie sehr liebensw�rdig die Ulayferin sein mu�. Die Zouvenir^ sind gewi�
recht acht, nicht wahr? Zu d�m verfrorenen Fu� con�oUre ich von Herzen; komisch bleibt es, sich im Schlo� den
Fu� zu erfrieren. � ...
1 Vgl. �HohenzoUernbriefe", Nr. u*� die Zchleppenfrage beim Empfang� der Russischen Uaistrln hatte den jungen Prinzessinnen
einige Skrupel gemacht, wor�ber Prinz Wilhelm sp�ttelte.
        
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