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Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

Full text: Aus dem Briefwechsel des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Wilhelm mit ihrer Cousine Prinzessin Friederike von Preußen während der Freiheitskriege 1813 - 1815

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auf 50 Schritt font ihm ein Franzos entgegen; schenkte sich ein Glas Wem ein, dann dem Unterofficier, und verlangte
zuletzt, man folle ihm das Geld wiedergeben, fie wollten dann den Taback zur�ckgeben. Es wurde nichts draus. Ab
und zu fielen einige Sch�tze zwischen den Vedetten. Ich n�hrte mich mit einem Vayerschen Officier, (Bayern n�mlich
blockieren es) bis ungef�hr auf 700 Schritt von der vestung; man konnte alles sehr deutlich sehen.
den ;?.
. .. V�low wird jetzt auch weiter vor operiren. Der Aronprinz sVernadotte^ marschiert ebenfalls mit seiner
ganzen Arm�e ab nach Frankreich. Der Friede zwischen Schweden und D�nemark ist geschlossen. Norwegen ist
abgetreten; dagegen Schwedisch-Pommern.
� Das Netz ist im gro�en schon wieder um N. ausgespannt; nun kommt
es aufs Zusammenziehen an II!Drei gezeichnete Hoffnungs-Anker.) ...
Aayser Alexander) ist die Nacht abgereist; Unsere Vagage gehet Morgen; der A�mg 2 Cage sp�ter. Der
kandsturm inFrankreich thut leider seine Schuldigkeit. In hat man die Pstreicher reingelockt, und dann aus
allen Fenstern auf sie gescho�en. U)ie sehr die U?uth und Erbitterung nach dieser 3cene gestiegen ist bei den Truppen,
kann man leicht denken. Die he�liche Geschichte des Prinz Bernhard von Weimar wirst Du kennen? Den Tag,
als Erfurt von uns besetzt werden soll, reitet er mit einigen Sachsen bei einem Monument >lsavoleons) vor�ber, wo
noch eine Fsranz�sische) Vache stehet. Als der I?. Okkcier die S�chsischen Uniformen erkennt, f�llt er dem Prinzen in
die Z�gel. Dieser weist ihn zur�ck. Darauf kommandiert der I?. OMcicr: �Feuer". Es fallen 6 Schu�, schaden aber
nicht. Das Volk versammelt sich; der Ossicier befiehlt mit dem Bajonett drauf los zugehen; es geschiehst. Der Prinz
erhallt einen Stich in der tende. Itz f�llt das Volk �ber die Franzosen her, mi�handelt sie f�rchterlich, der OMcier
soll gestorben sein, und verbrennen das h�lzerne Monument N^
Gestern haben wir ein sehr sch�nes ?3nor2niH der Schweiz gesehen.
Nun Viele Empfehlungen an Alles.
Vnter tr� s�nble Servit�r
Guillaume.pr�cis 9 Uhr Morgen."
Prinz Wilhelm an Prinzessin Friederike, (tangres, 25. Januar 3".
�Langresj den 25. Januar. l^l'k-Ma tr?s scher Filzis,
Gestern sind wir von Ve^oul, �ber ?c>nt sur aaone, und le billot hier angekommen,
ist sehr h��lich. Der A�nig und wir alle haben lauter Zimmer die nicht warm zu machen sind; lauter
Ramine. Heute morgen um Uhr waren es in meiner Stube, dem c^amin gegen�ber, 8� R�lte; jetzt glaube ich
mich sehr warm in meinem Zimmer, denn es sind nur 2" Aalte. So gehet es hier allen Menschen.
Dir, Charlotten und schicke ich hierbei etwas Vand, aus der ersten feindlichen Stadt, Vesoul. Aarln
und H.db2 die Vonbons. � H Ellen von dem Vand und die dorallen la� durch an I^ouiZchen geben zum
Geburtstag. Das �brige Band vertheilt unter euch drei.
Alles gehet gut bis jetzt. General I^uentxien hat das eiserne Gro� Areuz. Xerl meine (Gratulation. ...
Der A: hat den Gro�en Schwert-Vrden gezeichnetes Schwerts
Nun Adi�. Dein
Wilhelm."
1Vgl. die hiermit �bereinstimmende Schilderung dies� Vorfalles durch den kandwehr.Hauprmann ?>o�(f5 m den �Schlesischen
Urlegstageb�chern", Breslau (904, 5. U2f,
2**
        
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