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Die Stellung des Hauses Finckenstein am preußischen Hofe im 17. und 18. Jahrhundert

Full text: Die Stellung des Hauses Finckenstein am preußischen Hofe im 17. und 18. Jahrhundert

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�rben des schw�rzen Adlers verliehen max, wurde er \.o.5 mit der w�rde eines Generalfeldmarschalls geehrt. Der
Kaiser hatte ihn bereits fr�her \7(0, zugleich mit feinen n�chsten Anverwandten, wegen feiner hervorragenden Leistungen
in bin Ariegen gegen Ludwig XIV. in den Grafenstand erhoben.
2TTTit gr��erer Befriedigung aber als diese Ehrungen wird Albrecht^Conrad Finck die Vertrauen
empfunden haben, die et- bei feinem Herrscherhanse innehatte. Sie zeigte sich vor allem darin, da� ihn: zwei zur
Thronfolge berufene S�fyne zur Ausbildung
und Erziehung anvertraut worden sind, die
sp�teren K�nige Friedrich Wilhelm I. und
Friedrich der (Nro�e.
welche beweise f�r bat Charakter
diesem Cannes liegen nicht in dieser ihm
zweimal gestellten Aufgabe, die ihm zuerst
auf Veranlassung der feingebildeten K�nigin
Sophie Charlotte, bas- andere Mal von
i(;rcm Widerpart dem soldatisch derben K�nig
Friedrich Wilhelm I. �bertragen wurde!
Man darf hieraus schlie�en, da� Finckenstein
die st�rksten moralischen Qualit�ten, um einen
Ausdruck der ,^eit 511 gebrauchen, besessen bat.
llnfer gr��ler Geschichtsschreiber, Leopold
von Kaufe, charakterisiert ihn denn auch
treffend in einem kurzen 5atze: �Er war
einer der seltenen M�nner, vor deren Tugend
die b�se Nachrede' Zur�ckweicht, von stiller
Arbeitsamkeit, ein guter Wirt und pr�chtiger
Bauherr, christlich- fromm und vor allem
tapfer" . Noch k�rzer ist das Urteil der
Zeitgenossen, das der Kaimnerl?err k'ehndorf
uns �ber das Ehepaar Finckenstein �ber-
mittelt hat: �Per ehrenwerteste Mann und
Me achtungswerteste Frau, die unser K�nig*
reich ehedem besessen hat"".
Religiosit�t war die Grundlage
feines (Charakters; in steter Treue hat er
art den Dogmen seiner reformierten Airche
festgehalten und sie seinen S�hnen �berliefert.
enn es and) gelegentlich on Flciiicti Seiienl^iefcen nicht fct^U. Hanfe, der sic Fannie, f�llt
trogbem Mes Urteil. � 2 Ranke, gm�lf Sucher pieu�ischcr Geschichte, III,5, 79,
�
8 3chmidt ?o�eii, 50 3al}re am f)ofe Friedrichs des
Gro�en, 5. r,(.
        
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