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Lektüre und Bibliotheken Friedrichs des Großen

Full text: Lektüre und Bibliotheken Friedrichs des Großen

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mu�te, gab sich Darget zu erkennen und antwortete auf die Frage Franquinis, wie er nur habe wagen k�nnen, sich
f�r den Gesandten auszugeben: �Je l'osais parce que je le devais" 1. Bekanntlich gab diese Episode Friedrich dem
Gro�en den �u�eren Rahmen zu s�inem satirischen Scherzgedicht ,,Le Palladion", bas er im Januar \7ty niederschrieb
und in dem der marquis be Palory und Sarget eine gro�e Rolle spielen. Der K�nig unterstellt darin, da� die Franzosen
glaubten, der Himmel habe den Marquis mit der Gabe begnadigt, durch seine Gegenwart die Unbesiegbarkeit der
preu�ischen Armee zu gew�hrleisten. Er sei ihr Palladium, wie bas Vild der Pallas Athene das der Troer gewesen sei.
Le yros marquis les rend seul invincibles,
Quand l'aurons pris, ces ennemis terribles
Dans un moment seront tous d�confits,
Nous serons chats, ils seront nous souris.
Die heiligen des Himmels, unter deren besonderem Schutz die Franzofen stehen, verraten dem Prinzen Hart von
Lothringen diese sch�tzende Wirkung des 2TIatquis, und dieser bem�ht sich daher, ihn in seine Gewalt zu bekommen.
Statt dessen erwischt er aber nur den Sekret�r Darget. Dies wird im dritten Gesang geschildert, im vierten l��t der
"K�nig Darget seine fingierten Abenteuer schildern. Er l��t ihn von den traurigen Erfahrungen berichten, die er als
Z�gling einer Iesuitenschule gemacht hat, von seinen Erlebnissen, besonders mit der leichten Frauenwelt und mit der
Geistlichkeit in England, Portugal, Spanien und Italien. Der Marquis wird von der Zwietracht aufgefordert, Darget
zu r�chen; es wird daher von preu�ischer Seite eine Gesandtschaft ins feindliche lager ausger�stet, um die Herausgabe
Dargets zu fordern. Erzherzog Karl l��t ihn darauf zur besseren Bewachung durch Franquim in sein eigenes tager
bringen. Auf dem Wege dorthin erz�hlt nun dieser seine Erlebnisse inRu�land und Persien. Es kommt schlie�lich zum
Kampf, in dem sich Franquini besonders durch pl�ndern auszeichnet und der heilige Hepomu! die unterliegenden
Vesterreicher zu neuem Vorgehen anfeuert, w�hrend tuther der gute Geist der Preu�en ist. Einzelk�mpfe der F�hrer
werden wie bei Homer geschildert. Schlie�lich behalten die Preu�en die Oberhand. Darget wird gegen einen
�sterreichischen General ausgewechselt. Das Ganze schlie�t mit einer Huldigung f�r Locke und die englischen Deisten,
die den Platz der Heiligen im Himmel einnehmen. Diese �u�ere Handlung dient Friedrich dazu, seinen Spott �ber
feine politischen Gegner und sonstigen Widersacher auszugie�en. Friedrich selbst schreibt an Voltaire (^5. Juli \7
    
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