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Lektüre und Bibliotheken Friedrichs des Großen

Full text: Lektüre und Bibliotheken Friedrichs des Großen

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tekt�rs und Vibliothsken Friedrichs des Gro�en'
Von
Vogdan tlrieger
III
Die Vorleser des K�nigs: Darget, de �rades, de Catt, Vuval pyrau, te Vegue und Dantal
Heber die Stellung und T�tigkeit der Vorleser Friedrichs des Gro�en ist im allgemeinen bereits im Jahrgang
des Hohenzollern-Iahrbuchs gehandelt worden. Es wurde dort darauf hingewiesen, da� ihre Aufgabe nur zum Ceil
die war, die ihre Verufsbezeichnung vermuten l��t. In erster Anie waren sie des A�nigs Gesellschafter in den
Mu�estunden literarischer Unterhaltung, sie dienten ihm als Resonanzboden f�r seine literarischen Erlebnisse. Er besprach
mit ihnen, was er schrieb und las. Dann aber taten sie auch Sie setzten vielfach die Vriefe unpolitischen
Inhalts auf, die Friedrich zu schreiben hatte, oder schrieben die vom ASnig entworfenen Briefe in die Reinschrift.
Auch kopierten sie seine Produktionen poetischen und prosaischen Inhalts und vermittelten zum Teil die Ank�ufe seiner
V�cher, so da� einige von ihnen auch als Vibliothekare angesehen werden k�nnen.
In den ersten Jahren nach seinem Regierungsantritt hat der K�nig einen �lecteur" noch nicht gehabt.
Damals vertraten die ihm besonders nahestehenden Freunde diese Stelle, besonders Jordan und auch Vielfeld, die dein
K�nig auch gelegentlich beide vorgelesen haben. Der versuch Voltaires, dem Grientalisten Charles Dunwlard (^709�^^)
eine literarische Stellung beim K�nig zu verschaffen, schlug fehl. Dumolard war Voltaire vom Grafen Caylus, dein
Pr�sidenten Renault, dessen Bibliothekar er war, und von Thieriot empfohlen worden. An diesen schrieb Voltaire
am 22. August �ber ihn: �La biblioth?que h�bra?que et chald�enne que vous m'avez envoy�e sous le nom
de M.Dumolard est actuellement ? Louvain; c'est un homme qui me para�t fait pour les Fran�ais modernes
tout aussi bien que pour les Massor?tes. Le roi de Prusse ne ferait pas l? une mauvaise acquisition; ilm�rite
de n'avoir que de tels hommes ? son service." Gleichzeitig scheint auch Jordan f�r die Empfehlung Dumolards
an den K�nig in Anspruch genommen worden zu sein. Denn am 8 August \7^O schreibt er an THieriot^, er freue
1 Vgl. Hohenzollern �Jahrbuch \9\i, und 53(2. � *Nach der mir von Herrn Professor Dr. Mangold g�ligst zur Verf�gung
gestellten Abschrift der Briefe Jordans an Thieriot aus dem R�nigl. HanZarchiv.
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