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Rede, gehalten zur Feier der fünfundzwanzigjährigen Regierung Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II.

Full text: Rede, gehalten zur Feier der fünfundzwanzigjährigen Regierung Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II.

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(age, der gro�e soziale Gegensatz und so viel andere Gegens�tze in unseren! Volke � alles dies dr�ngt uns die Hot
M�ndigkeit einer starken monarchischen Regierung auf, die �ber den Parteien steh!, die den Klassenkampf verh�tet und
den gesamten Volksk�rper Zwingt, sich straff zusammenzunehmen. Es ist bekannt, bog imfer Kaiser diese Regierung
in einem mehr pers�nlichen Sinne f�hrt als feine Vorg�nger. Aber die dar�ber verbreiteten Vorstellungen sind nicht
immer ganz richtig. ?s ist nat�rlich heute f�r den Deutschen ttCaifer und K�nig von Preu�en nicht mehr m�glich,
eine Selbstregierung im Stil Friedrichs des Gro�en 311 f�hren und wirklich, wie gesagt worden ist, sein eigener Kanzler
zu sein. 2lber allerdings ist K�nigtum und Aaiser^
turn bei uns keine Schattengewalt, 11116 Wilhelm II.
legt besonderes Gewicht batauf, alle Faden selbst
in der l)and zu behalten und die gro�en leitenden
Gesichtspunkte zu bestimmen, nach denen die
Regierung im Innern wie nach au�en gef�hrt
wird. Das ist fein gutes verfassungsm��iges Recht,
und die Hohenzollern haben es immer zugleich f�r
die hohe Pflicht ihres k�niglichen Amtes gehallen,
in diesem oder einem anboren Sinne selbst zu
regieren. Niemand ist weiter wie Seine
bat�on entfernt, diese Selbstregierung in einer Form
zu f�hren, die verfassungsm��ige Bedenken erwecken
k�nnte. Mit welcher Entschiedenheit sich der Kaifer
oon Anfang an auf den Soben der Verfassung
gestellt hat, bas erhellt aus einem bisher noch
unbekannten historischen Porgang, den Seine
ITtajeft�t h�chstselbst die Gnade gehabt hat, vor
fahren gelegentlich eines Empfanges mir mit
zuteilen; und ich glaube, die mir damals zugleich
erteilte allerh�chste Erm�chtigung, davon Gebrauch
zu machen, bei keiner besseren Gelegenheit heuutzen
511 k�nnen als heute an dieser Stelle. Seine Majest�t
erz�hlte, da� er von dem 3�fti�'i'iuifter und "Kr�n-
syndikus l>!', Friedberg in den letzten Stunden feines
kaiserlichen Paters darauf hingewiesen worden fei,
das; ihm sofort nach dessen hinscheiden ein f�r diesen
Fall bereitgehalten^ verschlossenes Schriftst�ck von
Hbrcffe dcc Oltl(iifniii(rf;eii5ricbcnsge(e[Ifdf�ft(n ;bn in 
    
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