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Die preußische Königsflagge

Full text: Die preußische Königsflagge

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desjenigen, welches wir besteigen wollen (5.). � Der K�nigs-Salut fangt, in Intervallen von \O" zwischen den
Sch�ssen, so fr�hzeitig an, &ag die halbe Anzahl der Sch�sse abgefeuert ist, wenn Wir vorbeifahren, und �le andere
H�lfte des Saluts erfolgt."
Friedrich-Wilhelm IV. entschied dahin:
�Ich finde auf den Bericht vom 9. v. M. nicht nothwendig f�r den Gebrauch der K�nigs-Flagge ein
besonderes Reglement zu erlassen, sondern will nur im Allgemeinen bestimmen, da� diese Flagge blos an Bord
demjenigen Schiffes wehen soll, auf welchem Ich Mich befinde, so wie, da� dieselbe mit 2^ Sch�ssen salutiert werden
soll. Die Ertheilung einer n�heren Instruktion �ber den Gebrauch der K�nigs Flagge �berlasse Ich Ihnen unter dem
Auftrage, den Minister der Ausw�rtigen Angelegenheiten von den getroffenen Bestimmungen in Kenntnis zu setzen.
Auf der Eisenbahn zwischen Frankfurt a. C>. und Verlin, den H. Juni
An den Staats- und Finanz-Minister gez. Friedrich Wilhelm.
von Flottwcll."
war somit die Angelegenheit der K�nigsflagge in der Hauptsache geordnet, so waren doch noch einige Punkte
wegen ihres Gebrauchs zu regeln. So ersuchte am Juni der Finanzminister den Hanoelsminister, vom K�nige
eine Bestimmung dar�ber herbeizuf�hren, ob der Adjutant die K�nigsflagge auf Reisen, wo die Benutzung von Schiffen
vorauszusehen sei, mitf�hren und das Hei�en anordnen solle, was nach dem befohlenen Reglement n�tig sei, damit
dieselbe gegebenenfalls auch auf Privatschiffen, denen man das Bereithalten der K�nigsflagge nicht wohl zumuten
k�nne, gehei�t werden k�nne. Erst am 2H. Februar konnte der Handelsminister von Vodelschwmgh den: Finanz-
minister von Flottwell die k�nigliche Entscheidung mitteilen: �da� einer der Fl�geladjutanten die K�nigsflagge auf
denjenigen Reisen, wo Allerh�chstdieselben ein Schiff zu besteigen in den Fall kommen k�nnen, mitnehme und die
Aufzichung derselben veranlasse, so oft Seine Majest�t unter dieser Flagge zu fahren befehle. Auch der F�hrer der
mit einer besonderen K�nigsflaggs versehenen Korvette ,Die Amazone' wird die n�here Instruction �ber das Aufziehen
derselben von dem K�niglichen Fl�gel^Adjutanten zu entnehmen haben."
Diese Allerh�chste Anordnung und die Kabinettsorder vom H. Juni mit der Zeichnung der K�nigsfiagge
brachte, der Minister von Bodelschwingh am 5. M�rz zur Kenntnis der Minister des Aeu�ern, des Krieges, des
k�niglichen Hauses, des K�niglichen Navigationsdirektors, der Regierungen zu Stralsund, Danzig, Stettin, K�nigsberg.
Den Navigationsschulen Zu Stralsund, Stettin, Vanzig, Pillau, Memcl wurde gleichzeitig je eine Abbildung der
A�nigsflagge �berwiesen ; der Minister der Ausw�rtigen Angelegenheiten wurde um Benachrichtigung der Regierungen
der Seestaaten in Europa ersucht und ihm Zu dem Zweck 2H Abbildungen zur Verf�gung gestellt. Der Kriegsminister
wurde gebeten, die Kommandanten der an der Vstsee gelegenen Festungen von den betreffs der K�nigsflagge
getroffenen Anordnungen in Kenntnis zu setzen, was diesen veranla�te, in weiser Voraussicht des Amstandes,
da� die K�nigsflagge auch auf Flu�schiffen gelegentlich gesetzt werden k�nne, die Verf�gung an s�mtliche obersten
Aommandobeh�rden zu richten. Eine gleich? Mitteilung an den Gbervr�sioenten der Rheinprovinz war unterlassen
worden, so da� gelegentlich der Rheinfahrt des K�nigs im Jahre Ehrenbezeugungen seitens der Rheinschiffe
ausblieben. Am Juni verf�gte daher der Handelsminister an den Gberpr�sidenten der Rhcinprovinz, da� es
angemessen erscheine, wenn die gr��eren Rheindampfer den seem�nnischen Brauch des Flaggmgru�es vor der A�nigsflagge
ann�hmen, worauf sie aufmerksam zu machen seien. An den Vberpr�sidenten von Pommern erging gleichzeitig eine
Abschrift der Verf�gung, auch an die Regierungen inD�sseldorf, K�ln, Koblenz, Trier, Magdeburg, Potsdam. Vie erste
K�nigsflagge, die gelegentlich der Seefahrt des K�nigs im Sommer zu einem Besuche auf Putbus zum ersten Male
gesetzt wurde, hatte, wie sich das bei der schweren Vergoldung und Vemalung auf Seide h�tte voraussehen lassen, nur
ein kurzes Dasein. Der Fl�geladjutaut von Vrauchitsch schrieb dar�ber am ;Z. Juli an den Kabinettsrat:
�Unsere K�nigsstaZge war so zart in Stoff und F�rbung, da� der erste wind, der sie fa�te, sie zerfetzte und die
St�cke weithin �bers Meer trug," und bat um Auskunft wegen Neuanfertigung, da sie sobald als m�glich ersetzt
werden sollte, um auf den: Rheine zu wehen.
        
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