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Die preußische Königsflagge

Full text: Die preußische Königsflagge

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Entwurf, dem auch der Minister des Aeu�ern und des Handels zustimmten, ist eine Allerh�chste Entscheidung nicht
erfolgt, ebensowenig auf einen \87>� pont Rricgsminister vorgelegten Entwurf, der unter anderen als K�nig-,flagge
eine wei�e Flagge �nit dem gro�en k�niglichen Wappen enth�lt. K�nig Friedrich Wilhelm IV. brachte �ann aus
eigener Initiative die lange hinausgeschobene Frage zur Entscheidung. 3m Jahre \8^5 regte er sie m�ndlich dem
l)andelsminister von Vodelschivingh gegen�ber erneut an und entwarf Allerh�chsteigenh�ndig eine Bleistiftskizze der
Flagge, die nach eingehenden, von Kaffee Wilhelm II. angeordneten Nachforschungen im Jahre \898 in der der
Kaiserin und K�nigin Friedrich �berkommenen Handschriftensainmlung Friedrich Wilhelms IV. gefunden und von der
erlauchten Erbin Seiner Majest�t
zur Verf�gung gestellt wurde. Der
Kaifer befahl, da� die Flaggenskizze
vor der Einrahmung und Verein-
nehmung m das Hohenzollern
Museum auf der Pappeinfassung
mit der Inschrift versehen w�rde:
�Eigenh�ndiger Entwurf Seiner
Majest�t des K�nigs Friedrich-
Wilhelm IV. zu der durch Aller
h�chste Vrdre Dom I6.M�rziMH
beftinuutenK�nigsflaggt*/' Sie h�ngt
jetzt am T�rpfosten zwischen Saal \2
und \7y des Museums im Schlo�
Monbijou und zeigt in Vleistift au
einem Flaggenstock eine quadratische
Flagge, die durch das Eiserne Rreuz
in vier gleich gro�e Felder geteilt
ist, in deren jedem eine K�nigs,
kr�ne sich befindet. Um den Rand
herum sind in gleichen Abst�nden
(2 preu�ische Adler verteilt. Auf
der Mitte des Areuzes ruht ein
Eigenh�ndiger (Entisutf K�ni^ i?iEOridv?TilhcInia IV. f�r die K�nigsflnijgF. tjobcnjo�ctuslTltifeum
Wappenschild mit dem preu�ischen Adler, von der Aette des Schwarzen Adlerordens umgeben und gekr�nt mit einer
A�nigskrone. Unter dem Entwurf liest mau die Schriftz�ge des A�nigs: der Flagge "purpurroth" sonst wie
der Chron im Rittersaal, Grund des Wappens "Silber", die GrdenskV'tte im Areise. (Vgl. die Abbildung,)
Auf Grund dieses k�niglichen Entwurfes lie� der Generaldirektor der K�niglichen Museen, Glfers, eine genaue
kleine Zeichnung in Farben ausf�hren und �bersandte fie am 6. August an den Geheimen Aabinettsrat Nhde
mit der Frage, ob die Grundfarben richtig seien. Nhde hat sie jedenfalls dem A�nig vorgelegt, denn er schickte am
dein Minister von Vodelschwingh �die Zeichnung zu einer R�nigsfiaggc, so wie solche der Absicht S. A�nigl.
Majest�t entspricht mit Ausnahme des Durchschimmerus des Purpurs bei der Arone, wo statt des Purpurs die
Farben des Arcuzes wie auf den drei �brigen Seiten der Flagge sichtbar sein m�ssen .. . Des A�nigs Majest�t
w�nschen, da� Ew. Exzellenz diese Zeichnung Sachverst�ndigen, die mit Angelegenheiten der Marine vertraut sind, zum
Gutachten vorlegen, und wollen demn�chst Ew. Ercellenz Aeu�erung �ber die Anwendung dieser Flagge entgegennehmen."
Minister von Vodelschwingh wandte sich dieserhalb an den K�niglichen Namgationsdirektor in Danzig, Varon
von Dircknick^olmfeld, dessen Gutachten er am 5. September Uhde mitteilte. Es ging dahin, da� die Flagge allen
seem�nnischen Anforderungen entspr�che, nur m��te sie nicht an einem Flaggeilstocke befestigt werden, sondern der
IJotcnjoUtrn.Jutyrbud; 1913. Ml
        
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