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Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

Full text: Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

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3er nach der Schlacht von Velle-Alliance bei Genappe
erbeutete Brillanten
-Hutschmuck Kaiser Napoleons I
Dieser Diamantenschinuck wurde �on dem F�silierdataillon des Infanterie-Regimentes (fjcutc 2. westf�lisches
Nr. \5 f)rinz Friedrich der Niederlande) in dem Reisewagen Napoleons nach der Schlacht bei Velle-Alliance am
1,6. Juni in Genappe erbeutet und den, A�nig von dem Vberst von Miller mit den beiden folgenden Briefen
vom 2^ Iuni^ �bersendet (�gl. die Abbildung Tafel
�Ew. A�nigl. Majest�t �berreiche ich in der Anlage allerunterth�nigst ein Schreiben des Major von
Relier, Commandeurs des F�silier Bataillon Infanterie Regiments, worin derselbe um die Annahme eines
Brillanten Schmuckes allerunterth�nigst bittet, den er selbst vor der Zerst�rung rettete. Es war dieses warlich tapferen
Mannes erster und ritterlicher Gedanke, Ew. A�nigl. Majest�t denselben zum Andenken an den durch Allerh�chst dero
Waffen ehrenvoll erk�mpften Sieg zu F��en zu legen. Ich darf hierbei zugleich versichern, da� nicht Eigennutz oder
sonst eine Absicht ihn hierin leitet, sondern allein das hochherzige edle Gef�hl dem besten K�nig der Erde das sch�nste
St�ck der Veute schuldigst darzulegen. Ich ergreife dieses Ew. A�nigl. Majest�t die mir anvertraute Brigade und
besonders das tapfere F�silier Bataillon zur k)uld und Gnade allerunterth�nigst zu empfehlen.
Bivouac bei Collerel d. 2^. Iuny v. Miller
Oberst und Brigade Commandeur."
�Allerdurchlauchtigster, Gro�m�chtigster A�nig
AUngn�digster A�nig und Herr,
<3w. k�niglichen Majest�t �berreiche ich beigehen� in� Namen des Regiments und besonders
des meinen� Commando untergebenen F�selier Bataillons allerunterth�nigst einen Brillanten Schmuck den wir im
Verfolgen der glorreichen Schlacht am d. M. in Bonepartes Reisewagcn erbeuteten, und ist dieser Schmuck von der
Seltenheit, da� er nur die Arone Preu�ens un� unseres angebeteten A�nigs geh�ren darf. Ew. A�nigl. Majest�t
wage ich daher durch Ueberbringer dieses den Leutnant f>Ie�, einen t�chtigen Gfsizier des Regimentes, allerunterth�nigst
die Bitte vorzutragen diesen Kchmuck zur Ehre des Regiments huldreichst in den Aronschatz aufzunehmen. Der ich ersterbe
Bivouak Colleret, d. 2^. Iuny Ew. A�nigl. 2Najest�t allerunterth�nigster
v. Aeller, Major."
Der K�nig sprach den� Regiment seinen Vank durch folgende AabmeNsorder aus 3:
�Das Geschenk, welches der Lieutenant f)le� Mir von den: tapferen Infanterie-Regiment und
insbesondere dessen F�silier-Bataillon nach der Schlacht bei 1a delle �berbrachl hat, habe ich erhalten. Ich
nehme dasselbe mit Freude als einen Beweis der Anh�nglichkeit und Liebe so braver Leute an und werde es nach
dem Wunsche des Regiments bei Meiner Familie aufbewahren als ein merkw�rdiges Andenken an den Tag, an
welchem es genommen wurde und zum bleibenden Ruhm f�r das Regiment, welches sich an diesem Tage so gl�nzend
ausgezeichnet hat. Ich versichere das Regiment Meiner steten Gnade und werde gern Gelegenheit finden, ihn: selbige
zu allen Zeiten th�tig zu beweisen. (s^z.) Friedrich Wilhelm."Hanau, den 26. Juni
Der A�nig �bergab die Brillanten in Hanau am 25. Juni dem Geheimk�mmerer Timm zur lieber-
sendung nach Berlin, wo sie zun�chst bei den Schatullgeldern des A�nigs aufbewahrt wurden. Bei einer imM�rz
vorgenommenen Absch�tzung des wertes schwanken die Ausspr�che der drei damit beauftragten Juweliere zwischen
und 20000 Talern, wobei die Anzahl der Steine auf 22 Solit�rs und kleine Vnllanten angegeben wird.
Damit wird auch die Angabe der Regimentsgeschichte, da� der Wert dieses dem A�nig �berreichten �Aronschmuckes"
1 Alte Abschriften in den Akten des Hausministeriums. � 2 Abgedruckt in D�rP, Pas Kgf. preufj. \5. Infanterie-R�giment
Prinz Friedrich far Niederlande. �is?ebcn ,g^. S- ;5��ff.
l?off(ii]oUcrn.3fl(!rlt�c(� ,9,2, 7
        
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