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Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

Full text: Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

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dann noch andere Juwelen erbeten und genehmigt. Auch die Perlen wurden im folgenden Jahre der Kronprinzessin
zur Venutzung �bergeben.
K�nigin luise hatte f�r die Reise zur Huldigung m Preu�en eine Anzahl non Brillanten und perlen
aus dem Tresor erhalten, diese dann aber bei sich behalten, um sich ihrer auch bei den anderen Huldigungen und im Winter
bei den Vollen und Festen zu bedienen. Als die K�nigin Anstalt machte, diese Juwelen mit nach Potsdam und
Westfalen zu nehmen, bittet Graf von Vlumentha! den K�nig hierzu um besondere Genehmigung, da Friedrich der Gro�e
ihn dahin instruiert habe, da� seine Gemahlin in Berlin s�mtliche Juwelen und perlen benutzen, ja sie in ihrem
eigenen Schlafzimmer imSchl�ffe aufbewahren d�rfe, sie aber bei Abwesenheit von Berlin, 5, B. bei der Uebersiedlung
nach Sch�nhausen, stets an den Tresor abliefern mu�te. Dabei habe es K�nig Friedrich-Wilhelm II.auch gelassen.
Der K�nig antwortet aber, da� es �im geringsten nicht" seine Absicht sei, an der alten Einrichtung etwas zu �ndern,
und da� daher die K�nigin vor ihrer Abreise nach Potsdam die Juwelen an den Tresor zur�ckliefern werde.
Am 26. Oktober erkl�rt sich F�rst Wittgenstein mit der Beschaffung eines Brautfachers einverstanden.
Gebr�der Jordan erhalten den Auftrag und erhalten dazu aus den Best�nden 295 St�ck kleine Brillanten verschiedener
Gr��e. 5ie liefern selber dazu noch 55 ganz kleine Vrillanten und 252 ganz kleine Rosetten (Staubjuwelen), die sie
mit Ginschlu� ihrer Arbeit mit 585 Rtlr. in Rechnung stellen.
Nachla� der K�nigin Huise
Ein am 59. Juli ihrem Todestage, aufgestelltes Verzeichnis gibt an, welche Juwelen und perlen des Aron-
sch�tzen A�nigin kuise zur Zeit ihres Todes in ihrem Gebrauch gehabt hat (vgl. die Anlage XIII). Neben den Perlen aus
ihrem Privatbesitz (vgl. weiter unten) scheint sie nnt Vorliebe auch die Tresorperlen getragen zu haben. Zu den seit den:
2H.Mai ?99 st�ndig inihrer Benutzung befindlichen 2YPendeloque- und runden perlen l��t sie sich am 25. Vktober 805
f�r den bevorstehenden Besuch Aaiser Alexanders von Ru�land, der in Verlm und Potsdam mit gro�en Festlichkeiten
gefeiert wurde und das Schutzb�ndnis zwischen Preu�en und Ru�land im Gefolge hatte, die aus dem Nachla� der A�nigin
Sophie-Dorothea stammenden und dann in Vcnutzung der am 25. Februar gestorbenen A�nigin Friederike gewesenen
St�ck birnenf�rmigen Perlen, 50 gro�en runden an einer Schnur, 5Y2 mittleren in H Schn�ren und 260 kleinen in einer
Schnur herausgeben und ebenso am 26. Dezember 1606 eine gr��ere Anzahl von Vrillanlen f�r die Reise nach Petersburg.
Ueberraschend gro� ist aber der in ihren� Nachla� befindliche Privatbesitz der A�nigin an Juwelen, den
Friedrich-Wilhelm III.wohl dem Tresor zur Aufbewahrung �bergibt, sich aber sein freies vcrf�gungsrecht dar�ber
ausdr�cklich wahrt und es auch verschiedentlich geltend macht (vgl. Anlage XIV). Das Verzeichnis nennt allein
85? Perlen, darunter j50 St�ck ganz gro�e im werte von 6500 Rtlr., eine gro�e Esklavage von Vrillanten im
werte von Rtlr., ohne den bereits an den Aronfchatz zur�ckgegebenen Mittelstein, eine t�rkische Aigrette von
Brillanten zu 20000 Talern, Ohrringe, Aolliers, Vrasseletts usw., im ganzen 28 Nummern zum Gesamt
Sch�tzungswerte von 9^95 5 Talern. Vesondere Vorliebe scheint A�nigin 3uise f�r Amethyst- und Aauamarinschmuck
gehabt zu haben, und stammt ein heute beim Aronschatz befindlicher Aauamarinschmuck nach der Tradition von ihr her.
Der beabsichtigte Verkauf der Kronjurvelen im Jahre j8N9
Vei der Flucht des Hofes nach Ostpreu�en im Jahre M6 wurden auch die Juwelen und Aroninsignicn
mit nach dort gebracht. Die Not des Vaterlandes und die ungeheuren Anforderungen an die Finanzkr�fte des Staates
veranla�ten A�nig Friedrich -Wilhelm III., einen gro�en Teil des Aronbesches an durch das Material wertvollen und
        
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