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Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

Full text: Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

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Ain \B, September wurde Mc Krone in Anwesenheit der verwitweten K�nigin tu Sch�nhausen wieder
auseinander genommen und ihr auch 6 St�cf gro�e Brillanten, dis fie aus ihrem Privatbesitz dazu geliehen hatte,
wieder zur�ckgegeben. Dem Wunsch Elisabeth-Christinens entsprechend wurden die ihr im Jahre \7^\ �vergebenen
Aronjuwelen dem Tresor gegeben, dazu auch die nach ihrer Angabe ihr bereits vorher und nach \7^\ ohne
besondere Quittung vom K�nig zum Gebrauch �bergebenen, dem Tresor entstammenden Juwelen.
A�nigin Elisabeth-Christine vermachte die in ihrem Privatbesitze befindlichen Edelsteine ihrem Neffen A�nig
Friedrich-Wilhelm II., der sie mit folgender Aabinettsorder an den Minister Graf Vlumenthal dem Tresor �berwies,
zugleich aber bestimmte, da� sie seiner Schwiegertochter, der AronPrinzessin kuise, zum Gebranch �bergeben werden sollten.
�An den Etatsminister Grafen von Vlumenthal
Mein lieber Etats Ministre Graf von Vlumenthal! Vie in beiliegender Sp�cification bemerkten Brillanten
�berschicke ich Euch mit dem Bemerken, da� solche eigentlich zum Tresor geh�ren sollen, jedoch k�nnet Ihr sie Meiner
vielgeliebten Schwiegertochter der Aron Prinzessin Ciebden zum Gebrauch einh�ndigen, und Euch dar�ber dcchargiren
lassen. Ich bin Euer wohlaffectionirter A�nig.
lgez.j F. Wilhelm."Berlin den 5. Februar
Dieses Verm�chtnis bildete wiederum eine ansehnliche Vermehrung des Kr�nschmuckes. Vas Verzeichnis
f�hrt auf 6 ganz gro�e, in Schn�rkastcn gefa�te Brillanten im Gewicht von 7^/s/ 52, HH, H^/z, und 20 V2 Gr�n.
Vas Gewicht der 58 Brillanten zweiter Sorte schwankt zwischen 20^ und H^ Gr�n, und die 3^ Brillanten dritter Sorte
wiegen zwischen 57/s und \ 5/8 Gr�n. Dazu kamen noch �Ohrgeh�nge mit der Schleife und einer pendeloque", aus zusammen
\06 gr��eren und kleineren Brillanten, ein paar runde Ghrriuge aus Brillanten und ein paar Brasseletten aus
HO Brillanten. Ferner 5 Brillantrige, eine gro�e Schleife mit H gro�en, 68 mittleren und 2 kleinen Brillanten.
Die Verwendung der Kronjuwelen als Brautschmuck der K�nigin Luise
und ihrer T�chter
Zur Vermahlung der sp�teren K�nigin kuise mit dem Kronprinzen Friedrich-Wilhelm stll,) wurden f�r den
Schmuck der Braut folgende Juwelen aus dem Tresor hergegeben: F�r die Arone H? gro�e nebst 5 kleinen Brillanten,
6 Perlen-Pcndeloques mit kleinen Brillanten gefa�t und 30 runde perlen; ein paar Ghrgeh�nge, aus 8 gro�en,
mittleren und 25 kleinen Brillanten bestehend; zum Halsband t>5 Rosetten, einschlie�lich einer Pendeloque; zmn
katz 50? gro�e und kleine Rosetten; um die Arme H8 und zu den Braffeletts 62 mittlere Rosetten. Denselben Schmuck
mit kleinen Abweichungen tragen auch zwei Cage sp�ter die Schwester tuisens, Prinzessin Friederike, bei ihrer
Verm�hlung mit dem Prinzen kudwig und am Februar 579? die Prinzessin Auguste von Preu�en bei ihrer
Verm�hlung mit dem Erbprinzen, sp�teren Aurf�rsten Wilhelm II.von Hessen -Aassel. Bei den Verm�hlungen der
T�chter A�nig Friedrich-Wilhelms III. wird der Bedarf an Juwelen f�r den Vrautschmuck immer gr��er, vermutlich
weil nach dem Tode der A�nigin kuise keine regierende A�nigin vorhanden war und die jedesmalige Braut an ihrer
Stelle den Reichtum des Haufes an Juwelen repr�sentieren mu�te. Bei der Verm�hlung der Prinzessin Alerandrine 5322
wird auch zum erste� Male die Verwendung des kleinen Sancy als Pendeloque an einem Diamantenkollier erw�hnt, wahr-
scheinlich aus demselben Grunde wurde den Prinzessinnen bei B�llen und Aost�mfesten die Benutzung der Aronjuwclen
nach ihrer Wahl gestattet, wozu der A�nig jedesmal vorher die schriftliche Erlaubnis erteilte. Auch die Prinzen nahmen
bei Maskenb�llen den Aronschmuck f�r ihre Aost�me in Anspruch, was vom ASnig stets anstandslos bewilligt wurde.
Am 50. Januar genehmigte der A�nig die Uebergabe von Tt�ck verschiedenen, von den Damen
der Aronprmzessin Elise ausgesuchten Vrillante� zu deren st�ndiger Benutzung. Vei besonderen Gelegenheiten wurden
        
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