Path:
Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

Full text: Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

42
?jaufes einverleiben und �mit einem ewigen Fideikonimi�" belegen zu wollen. Wie bas als Einlage XII abgedruckte
Verzeichnis zeigt, bedeutet dieses Verm�chtnis der K�nigin 5ophie-Dorolhea eine ganz betr�chtliche Vermehrung des
Awnschmucke^. Jedenfalls bestand schon damals der noch heule ge�bte Brauet}, der sich 311111 ersten Male bei der
dritten Gemahlin "K�nig Friedrichs I. nachweisen la�t, da� die preu�ischen K�niginnen die ihnen von ihren Gemahlen
geschenkten Juwelen &cm Aronschmuck einverleiben lassen.
Ziffernm��ig ausgedr�ckt, wurde der Aronschmuck um folgende St�cke verinehrt: 23\ gro�e brillanten (�cr
schwerste, a?s Coulant bezeichnete, wog 27 3/J6 Karat, dann folgen Exemplare von 1/1G/ (S 1/^, \2n /8, l,6'/i� usw.
Karat Gewicht), 225 mittlere und 800 kleine Brillanten, Tropfen, 790 perlen, Hf, Amethysten, 28 Rubinen,
}6Smarag�e und Chrysopras. Eine Anzahl von 23 Hingen nahm der K�nig ausdr�cklich von dieser �berweisung
an die Aronjuwelen aus, um sie zu eigener Verwendung und Geschcnkzwecken zu behalten.
Bei der ersten verni�hlung des Thronfolgers Friedrich-Wilhelm (II.) wurden diese von der K�nigin
Soptn'e ?Dorothea stammenden Juwelen der Braut, Prinzessin Elisabeth von Vraunschwcig, am H- Juli dem
verm�hlunggtagc, zur Benutzung �berreicht. Derselbe Vorgang wiederholte sich am {%.Juli |T69 bei der zweiten
Verm�hlung des Thronfolgers mit der Prinzessin Friederike von Hessen -Darmstadt, der sp�teren K�nigin Friederike,
aus bereit Nachla� die Juwelen im Jahre 1,805 dein Arontresor wieder zugef�hrt wurden. Nur die s�mtlichen perlen
wurden auf Befehl des K�nigs am 25. Oktober der K�nigin kuise zum Gebrauch �bergeben.
Der Nachla� und das Verm�chtnis der K�nigin Elisabeth-Christine
Nachdem w�hrend der ganzen Regierungszcit Friedrichs des Gro�en die A�nigs- und die A�niginnen-Aronen
anscheinend au�er Gebrauch gewesen waren und die steine und perlen der A�nigin Elisabeths Christine zu anderweitcr
Benutzung �berliefert waren, trat mit dem Code des Gro�en A�nigs der Moment ein, wo man sich ihrer urspr�nglichen
Existenz wieder erinnerte. Aber niemand schien mehr vorhanden zu sein, der �ber ihre Zusammenstellung noch Auskunft
geben konnte, als K�nigin Elisabeth-Christine selber, unter deren Augen die Auseinandern�hme erfolgt war.
?ie �Skelette" oder V�gel der Arenen wurden im Tresor aufbewahrt, und mit ihnen sowie dem eisernen Aasten mit
den Aronfuwelen unter Vbhut des Aassierers der Generaldom�nenkasse, Metzendorf, begab sich der Minister Freiherr
von Vwmcnihal am 25. August zur A�nigin-lVilwe Elisabeth- Christine nach Schonhausen, wo unter Hinzuziehung
des Juweliers Vaudcsson der Juwelier der A�nigin-Witwe, Scherer, die A�nigskrone wieder zusammenstellte ', was �ber
6 Stunden in Anspruch nahm. Welche Erinnerungen m�gen das Herz der alten A�nigin durchlebt haben, als sie dieses
Symbol der k�niglichen Macht wieder vor sich in vollem Gl�nze erstrahlen sah, das ihr Gemahl der Gro�e A�nig
H5 Jahre fr�her als solches zerst�ren lie�, um die einzelnen Bestandteile zur Verwendung in ihre H�nde zu legen. Auf das
Symbol der preu�ischen A�nigskrone in seiner pvunkhaften Form legte der Gro�e Friedrich gar keinen wert, aber die
tats�chliche Macht, den Wert der Arone hinterlie� er unendlich vermehrt und in gesteigerten! Gl�nze seinem Nachfolger.
Die A�nigin -Witwe lie� die fertiggestellte und auf einem gr�nen Samtkissen befestigte Arone auf einen Tisch
stellen und zeigte sie dann den bei ihr anwesenden Prinzessinen Heinrich und Friedrich, dem Herzog Friedrich von
Vraunschweig und einigen Damen und Aavalieren. Dann wurde die Arone verpackt und zur Vereinigung mit den
anderen Aroninsignien nach Verlin genommen, wo sie am 3. und H. September A�nig Friedrich-Wilhelm II. und
die A�nigin nebst der k�niglichen Familie besichtigten.
1 In einer Registratur dcs Kassierers �??ctien&orff vom 25. August >?�6 hei�t es: �worauf zum bevorstehenden feid;cn
Veg�iigni� des H�chstseligen K�nigs Friedrich 11. Majest�t die k�nigliche Krone aiisgcftijmijcft worden, von dem Zumelier 5d?ci*, welches
Alles in H�chster Gegenwart Ihro Majest�t der verwittmeten K�nigin geschehen, and? haben H�chstoieselben die Vrillianten dazu Selbsten
ausgesucht, auch dabei allergn�digsl gc3Cigcl, wie die Krone ehedem geschm�ckt gewesen, welch� H�chstdiesellien Sich noch sehr gut erinnerten."
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.