Path:
Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

Full text: Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

38
da� Seine K�nig!. l??ajt. etliche davon Selbsten behalten haben, theils sind etliche an Ihro 2Najt. der K�nigin
gegeben worden, und ewige haben Hochstdieselben den 5. Juli J7^O durch den Geheimen Cammerier Fredersdorf zum
Tresor zur�ckliefern la�en, wovon die Spezifikation von den (Etats Minister v. Chulmeyer und Krieges Rath K�mmerer
unterschrieben. Viese wieder zur�ckgelieferten Juwelen und Pr�tiosen sind den 29. Sept. 1,?H0 an Seine K�nigl. 2Najest�t
durch den Fredersdorf wieder �berbracht worden, wovon H�chstdiesel ben einige behalten, einiges auch wieder zur�ck-
gegeben haben, besage Specisikation vom 2. Gklober 1?H0.
Zugleich haben Seine A�nigl. Alajest�t auch befohlen, da� der gro�e Vandelotte von der gro�en A�nigl. Arone
abgemacht werden soll, und haben H�chsldieselben solche behalten, besage Seiner A�mgl. eigenh�ndiges Attest
von, 2. Oktober
Ani November lie� der A�nig die Kroninsignicn und Juwelen durch Fredevsdorf von neuem
abholen, um �ber ihren Derbleib definitiv zu verf�gen. 3 Gegenwart der K�nigin Elisabeth-Christine wurde am
\6. November ein Teil der vorhandenen Steine aus ihren Fassungen gebrochen, von den Juweliere� Huantin und F�nfter
gewogen und an die K�nigin abgeliefert. Aus der hier�ber aufgenommenen Spezifikation (Anlage VIII)erkennt man, da�
5. B. auch die Steine und perlen der beiden Kronen abgel�st und der K�nigin zu freier Verwendung �bergeben worden sind.
Vie gro�e pendeloque der K�tttgsfrone hatte der K�nig, wie wir oben sahen, bereits vorher abnehmen lassen, so da� sie in
die Spezifikation nicht aufgenommen wurde. Sie ist jedenfalls identisch mit dein kleinen Sancy, den nach einer Aktennotiz
Friedrich bereits am 2. Gktober J7^o der K�nigin �bergeben hatte und der ohne Namensnennung in der Werk
absch�tzung s�mtlicher im Tresor vorhandenen Steine (vgl. Anlage IX) unter Nr. 5 mit dem Gewicht von 5H^ Karat
und dem wert von 300000 Rllr, aufgef�hrt wird. Au�er den Steinen und perlen der beiden Kronen wurden der
K�nigin an diese�! Tage noch ein Vrillant von einem �Halsknopf" und je 26 und 2^ aus ebensoviel Kn�pfen aus-
gebrochene Hofettcn �bergebe�. Der Vrillant wog 5 8 /lft Karat, und das Gewicht der Rosetten betrug bei den ersten 26
jufammeu 62 Karat und von den 2H anscheinend besonders kostbaren Steinen l5/l� Karat. Vie schwerste Rosette wog
9^ und die leichteste H^ Aarat. Dazu kamen noch 5^ gro�e, 83 kleine und 5? Birnpcrlen neben einigen kleineren Steinen.
Dieses Ausbrechen der Steine aus den ihnen von A�nig Friedrich I. gegebenen Fassungen wurde am
27. Vezember 6,I. fortgesetzt und ergab noch 26 aus Kn�pfen ausgebrochene Brillanten, deren Gewicht von l.6^
bis 5!/8 betrat schwanktet Dazu kamen noch einige kleine Brillanten, �Erringe, 9 gro�e Brillanten von 3 /s bis
9 Va Karat, 7 mittlere von 5'/2 bis 2 �/4 Karat, eine gro�e ,.couleur de chair Rosette" von 8s /4 Karat und noch
\9 Rosetten von zusammen %5lj2 Karat Gewicht. Ferner �bernahm die K�nigin noch 2 gro�e Brillanten und 3 gro�e
Rosetten aus Ringen und einige kleine Steine. Das Gesamtgewicht der Steine betrug 560^/^ Aarat und Gr�n.
Eine anscheinend aus dem Jahre 5?H5 stammende Absch�tzung der aus dem Nachla� A�nig Friedrichs I.
vorhandenen Brillanten, 587 Rosen, zwei Dicksteine stNazarines) und Perlen gelangt zu dem sehr hohen Resultat von
5 755 725 Talern (Anlage IX). Die Brillanten sind dabei auf insgesamt 5598 805, die Rosen auf 637 920, die beiden
Dicksteine auf 59 000 und die perlen auf 4 500000 Taler gesch�tzt worden. Die f�nf gro�en, der A�nigskrone entstammenden
Brillanten erfahren dabei folgende wertbestimmung:
Nr.;zu 32
    
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.