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Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

Full text: Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

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Viese Steine wurden, wie noch heute (mit Ausnahme der K�nigsfrone), f�r den jedesmaligen Gebrauch mit
Draht an den sogenannten goldenen �Skeletten" befestigt, damit sic imBedarfsf�lle auch f�r andere Zwecke verwendet
werden konnten. W�hrend der Regierungszeit "K�nig Friedrich-Wilhelme I.blieben die Kronen aber in dem Zustande,
wie sie bei der Kr�nung des Vaters benutzt worden waren. Nur die Rronprinzenkrone wurde am !5. August ;?3?
vonl K�nig eigenh�ndig zerschnitten und die Steine aus dem Tresor genommen, ohne da� die Beamten �ber den
Zweck Mitteilung erhielten. Die mit vergoldeten pr�gearbeiten geschm�ckten alten ledernen Etuis der drei Kronen und
des Zepters werden heute im Hohenzollern-Museum aufbewahrt (vgl. die Abbildung S. J6).
Unter den mit Edelsteinen besetzten sieben Vrden werden zwei als der d�nische Elefantenorden und drei als
der englische Hosenbandorden bezeichnet, darunter einer sNr. 36 des Verzeichnisses) mit gro�en Brillanten zum
preise von je 2000 bis H000 Talern. Zwei Grdenssterue ohne n�here Bezeichnung (Nr. und Hf) werden wohl
die des Schwarzen Adlerordens sein, von denen der letztere mit gro�en und 365 kleinen Brillanten besetzt ist.
Von den \2O mit Diamanten besetzten Kn�pfen erscheinen als die wertvollsten 27 St�ck, bei denen das Gewicht
der Brillanten auf je 50 bis 60 Gran angegeben wird (Nr.35) *, Auch der l�nglich viereckige Brillantknopf, den der
K�nig auf der Achsel zu fragen pflegte, um das Ordensband damit zu befestigen, wird von besonderer Kostbarkeit
gewesen sein. Unter den in HI Hummern verzeichneten 72 Ringen hebt das Verzeichnis einige besonders wertvolle
hervor, so Nummer HH mit einem gro�en ovalen Brillanten, den der K�nig 1?^0 f�r H2 000 Taler erworben habe.
Vis zehn mit Edelsteinen besetzten Degen und S�bel nahm Friedrich-Wilhelm I. am 30. Dezember \?\ty aus dem
Tresor, ebenso die zehn in gleicher weise verzierten St�cke.
VieHerkunft der einzelnen St�cke wirdleider niemals angegeben, nur bei Nummer wird bemerkt, da�die 2Y gro�en
runden perlen und eine Virnverle in der Mitte im Jahre von der kiebmannin f�r 000 Rtlr. gekauft worden seien.
Ueber den Besitz und den Nachla� der A�nigin Sophie-Charlotte an Juwelen haben sich keine Nachrichten
erhalten 2. In der Anlage VI ist ein Verzeichnis der Geschenke A�nig Friedrichs I. an seine dritte Gemahlin Sophie-
tuise von Mecklenburg^Schtvenn abgedruckt, das beweist, in wie hohem 2Na�e der erste U�nig darauf bedacht war,
ihre k�nigliche w�rde auch in ihrem Schmucke zur Geltung zu bringen. Auffallend ist die gro�e Anzahl von gr�nen
Steinen bei diesen Schinuckgegenst�nden, unter denen wir doch nur Smaragde verstehen k�nnen. Vie ganzen Juwelen
wurden nach dem Tode des A�nigs von der R�nigin-Witwe zur�ckgegeben mit Ausnahme einiger unwesentlicher
St�cke, die sie wohl als Andenken zur�ckbehielt. Au�er der Notiz, da� diese Sammlung am 55. Dezember in
die R�ume der A�nigin Sophie-Dorothea gebracht wurden, finden wir sie nicht wieder erw�hnt.
Verk�ufe von Juwelen durch K�nig Friedrich-Wilhelm I.
Was A�nigFriedrich-Wilhelm I.im einzelnen mit dem von seinem Vater ihm hinterlafsenen Schatz begonnen hat,
dar�ber haben wir nur sehr wenige Nachrichten, die wir dem Nachla�inventar selber entnehmen. Nach einigen
Bemerkungen des von luck in diesem Inventar hat A�nig Friedrich-Wilhelm I. im taufe der Jahre eine Anzahl von
Juwelen aus den: Tresor genommen, ohne sie den Beamten gezeigt zu haben, so da� sie den Abgang nicht verzeichnen
konnten. So sind z. V. am 20. August zwei zu Rtlr. und Rtlr. tarierte Brillanten vom R�ntg an die
A�nigin geschenkt worden. Am 5,Nl�rz 1?22 ein gro�er Ring und zwei Rockkn�pfe. Der A�nigm geschenkt f�nf Ringe.
An demselben Tage herausgenommen zwei goldene Vrdensketten, ein silbernes Tintenfa� und zehn silberne Vlaker.
1 Bei dem Ausbrechen der Steine aus den Kn�pfen am 27. Dezember \?
    
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