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Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

Full text: Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

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ausgef�hrte und ihm �bergebene Facettsteine mit 5000 Ktlr. angerechnet werden. Darauf, da� Ctebmann f�r die gro�en
Bed�rfnisse bei der Ar�uung \7Q\ auch leihweise Diamanten beschafft hat, deutet der vernierk von, U,. Niai 17O\ hin.
da� an ihn �an Statt der Interessen so er f�r Me 511 Dero hoch geliebten Gemahlin der A�nigin �Haj. A�uigl.
-lirohne
gelieferte und nachgehende wieder non Ihm zur�ckgenommene Juwelen pr�tendiret �berhaupt und ein f�r allemahl
acht tausend Thlr. bezahlt werden" sollen. (Eine Notiz in dem beim (Tobe "K�nig Friedrichs I. angelegten Inventar
feiner Juwelen weift auf eine bei der Tiebmannin im Jahre \T\2 f�r 30000 Ktlv. gemachte Erwerbung einer
Kette von 29 gro�en runden perlen mit einer Virnperle hin. Sei einem \7\0 f�r Htlr. gekauften gro�en
ovalen brillanten im Hinge wird der Verk�ufer nicht genannt.
Trotz der niangelnden Nachweise und Rechnungen sind die Gesch�ftsverbindungen der Tiebmannschen Witwe
und ihrer S�hne mit A�nig Friedrich I, anscheinend sehr rege gewesen, denn sie machen nach dein Code des A�nigs
eine Forderung von Tlr. geltend, was der Familie dann zum Vorwurf
gemacht wurde, l��t sich aus den Akten nicht ersehen. Jedenfalls wurden die
Frau und ein Sohn verhaftet und dag in ihrem l)ause vorgefundene �Geld,
Gold, Silber und Juwelen" im werte von mehr als Rllr. in die l)of
renlei zur Verwahrung gebracht, Nach anf�nglichem Z�gern erkl�rte schlie�lich
der Jost Ciebmann Sohn f�r seine anscheinend kranke Mutter und seine Geschwister
am ?.Mai vor der dazu verordneten Kommission Geheimer R�te zu Protokoll:
�IVann Se. A�nigl. 2Naj. den ganzen Proze� gegen seine und alle �brigen
von der Familie, auf allen und jeden Anspruch, welcher bereits bis jetzt zur
Inauisition gekommen, oder noch vor'5 k�nftige aufgefunden und dazu gezogen
werden k�nnte, allergn�digst aufheben und aboliren, auch seine so lange sie
noch leben m�chte, ihn und die ganze Ticbmannische Familie in dero �n�chtigsten
Schutz widcr alle unrechte Gewalt weiter nehmen nnd behalten wollten, sei er der
erste, welcher die k�nigliche Gnade a^ceptirte, und sich nach gutem Vedacht und
reiffer Ueberlegung, freiwillig sonder einigen und Furcht, dahin erkl�ren,
da� nach dem er die ganze Sache dergestalt beschaffen f�nde, da� seine
und die ganze Familie durch Abwartung und Ausf�hrung des Prozesses keinen
Vorlheil haben, sondern dadurch vollends um ihr noch �briges verm�gen, zeitliche
Wohlfahrt und Cr�dit kommen m�chten: So wolle er sich vor sich und seine
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un^ *nur. K�)}ferftld) !� den Orbcttt-Stataten
alles An- und Zuspruches sowohl an denen auf Thalern hoch belaufenden als auch was
aus seiner Mutler Hause an Geld, Gold, Silber und Juwelen, �ber ;0M)0<� Thaler hoch betragend, so bisher zur
l)ofrenthcy zur Verwahrung gebracht worden, begeben, reuou^iret, und dar�ber immerw�hrend und ewig auitliret und
Verzicht geleistet haben." Jost kiebmann d.I.bittet dann nur noch, da� seiner Mutter �nunmehr die Wache abgenommen
und sein Vruder Salomon Israel des Arrestes enlschlagen werde, und also sie allerseits unter Sr. A�nigl. INaj. Schutz ihre
Nahrung und Handlung frei und ungehindert vor wie nach fortsetzen k�nnten". Zum Schl�sse des Protokolls wird
noch des A�nigs Gnade mit der Vitle angerufen, zur Stillung der dringenden Kreditoren der Familie einen Teil der
auf der Hofrentei liegenden beschlagnahmten Gelder und Juwelen zur�ckzugeben. Au�er den beiden genannten Vr�dern
hat noch der Rabbi Abraham Tiebmann das Protokoll unterschrieben.
Inder fideikommissarischen Spezifikation vom Jahre bestimmt R�nig Friedrich!, in dem Paragraphen 3,
da� zu dem k�niglichen l)ausfideikommi� geh�ren sollen �alle und jede von Uns ererbte, Uns geschenkte, erkaufte oder
sonst an Uns gekommene in einer besonderen Spezifikation begriffene Juwelen, oder die wir auch in's K�nftige weiter
'
vgl. dir ?l�la^' iv
        
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