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Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

Full text: Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone

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Um eine eingehende Besichtigung der Aroninsignien und Juwelen sowie des ganzen k�niglichen Ornates zu
erm�glichen, wurde er nach der Ar�uung drei Tage hintereinander unter Vewachung der Schweizer Garde im Schlosse
ausgestellt und zug�nglich gemacht.
Vei dem Auszug von A�nigsberg erschien der A�nig in der Mitte der Schweizer Garde �auf einem �beraus
sch�nen spanischen Hengste, mit einem ungemein reichen Zeuge von puren Gold an Gebi� und V�'Zeln; und am Zaum,
Aopf Gestell, wie auch Vorder und Hinter Zeug, ganz mit Diamanten besetzt".
w�hrend bei der Veisetzung der am f.Februar 5705 in Hannover gestorbenen A�nigin Sophie-Charlotte in
dem am 28. Juni sich nach dem berliner Von, bewegenden Trauerzuge von den Aroninsignien nur der Reichsapfel
und das Zepter der keiche vorausgetragen wurden, lie� A�nig Friedrich -Wilhelm I. bei der VeisetzunZ des am
25. Februar 5?;I verstorbenen Vaters an, 2.Mai d.I.noch einmal den ganzen Pomp k�niglicher Pracht und w�rde
im Sinne des ersten A�nigs entfalten. Viese Feier bildete gewisserma�en den Abschlu� der prunkvollsten Zeit des
preu�ischen Hofes, bevor die Milit�rherrschaft R�nig Friedrich-Wilhelms I. und Friedrichs des Gro�en begann, die
dem neuen A�mgreich ihren Stempel aufdr�cken und den weg in die Zukunft bereiten solltet. Vei der ersten Auf-
bahrung �in dem Gemach vor der langen Galerie bei dem k�niglichen Schlafzimmer" war die teiche mit dem vollen
Ar�nungsornat bekleidet, die Arone auf den: Haupte und die anderen Aroninsignien zur Seite. F�r die Veisetzung
wurde die leiche in ein langes Aleid Oi^p 6'nr gekleidet und in einen ebenso ausgeschlagenen Sarg gelegt. Auf dem
Sarge aber lag �ber einer mit Aroncn und Adlern bestickten Vrokatdecke zu H�uptcn die k�nigliche Arone und zu
F��en die Aette vom Schwarzen Adlerorden.
3" der teichenprozession wurden die 311f9� in ihrer Ordnung getragen sogt, die Abbildungen S. U):
�\,Vas Chur^Schwerdt von deni Erbinarschall Freyherr von f)utlitz;
2. der Chur-Hut von den, Erbk�minerer Grafen von Schwerin;
3. der Englische und D�nische Vrden vom �berj�germeifter Freyherr von Hartefeldt;
das Reichssiegel von dein Vberhofmeister von B�low;
5. das Reichsschwert von des Herrn w�rklich geheimen Etatraths von l{amcfe Excel!.;
6. der Reichsapfel vom Grand Ma�tre Herrn von Aamcke;
7. der Reichs-3cevter von Geneml^Feldmarschall von Ivarlensleben ?yce??."
Hinter dem Sarge aber folgte das Reichsbanner, getragen von dem General der Infanterie Graf Christoph von Vohna.
Aus der Zeit A�nig Friedrich-Wilhelms I. h�ren wir nichts von der Venutzung der Aroninsignien. Sie
ruhten, soweit sie mit Juwelen geschm�ckte wcrtobjekte waren, wohlverschlossen im Tresor, die anderen St�cke, wie die
Schwerter usw., in der R�stkammer. Auch zu der Aufbahrung der Teiche des K�nigs wurden die Aroninsignien zun�chst
nicht benutzt, sondern der Soldatenk�nig wurde �in v�lliger Regimentsmontur" im Sarge ausgestellt, neben den, auf
Sch�rpe, Hut, Degen, Ringkragen, Helm, Handschuhe und Sporen ausgebreitet lagen, die dann z. T. auf
dein geschlossenen Sarge angebracht wurden. Erst bei dem feierlichen Leichenbeg�ngnis am 22. Juni ;?H0 kamen
Arone, Zepter, Reichsapfel, Reichsschwert und Vanner in der �blichen Weise zur Geltung.
Unter Friedrich den. Gro�en fallen die Aroninsignien immer mehr der Vergessenheit anHeim, die Aronen
wurden sogar in Gegenwart der A�niZin Elisabeth-Christine auseinander genommen und ihre Brillanten und A�rien
der K�nigin zur anderweitigen Verwendung �bergeben. Erst nach den, Tode Friedrichs erinnerte man sich dieses
Umstandes wieder, und der Minister Freiherr von Vlumenthal fuhr mit dem Aassierer Metzendorf und den Juwelieren
1
�Christ, K�nigliches Traner und Ehren. Ged�chtni� des weyland.... Herrn Friedrich? Ersten Christlichen K�nigs in
Preussen ..."
        
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