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Vor fünfhundert Jahren : Graf Friedrich von Zollern der Großkomtur und Burggraf Friedrich VI. von Nürnberg 1412

Full text: Vor fünfhundert Jahren : Graf Friedrich von Zollern der Großkomtur und Burggraf Friedrich VI. von Nürnberg 1412

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Ein letztes ?t�o? find dann die beiden ????'mter, und zwar {ebenfalls auch pers�nlich, in Ber�hrung aefommen
im3aI re W 6* nachdciu der Burggraf inzwischen am \�. 2lpril \H;\� Markgraf pou Brandenburg und Erzk�lnniercr
des Reiches geworden, der Gro�komlur in dem furchtbaren Hunacrkrieac des Jarres \^^ mit jugendlicher Tatkraft
wenigstens die festen Schl�ffer des Oberlandes gegen die wilden Scharen der polcn und Litauer gesch�tzt hatte, � der
eine in den besten Lebensjahren, der andere ein hochbetagter Greis. Damals erschien Friedrich I. von Brandenburg,
wie er nunmehr hie�, mit gro�em Gefolge und namentlich in Begleitung des Erzbischofs von Riga als Botschafter
des R�mischen A�nigs Sigisnmnd wiederum auf der wo
Graf Friedrich noch immer als Gro�komtur, also jedenfalls M der jetzt
wiederhergestellten Gro�komturei, residierte.
Festlich genug ward auch diesmal der hohe Gast auf des Ordens
l)aupt[?aufc aufgenommen: Des Hauskomturs Ausgabebuch weist nach, da�
dieser �^ m. 21, se. 22 d. vor 5 schog bechir gro�e unde Heyne" zahlte,
�also der borggrave von Nurenbcrg hir �vas am dinstage zu ostern" (d. h.
April \^^fi, bei Ziesemer, S. \y(�). Die weitgehenden Forderungen
Sigisinunds allerdings glaubte selbst der neue Hochmeister, Michael Auch
meister von Sternbcrg, der gar schnell die bitteren Fr�chte, seines Tuns
erntete, zum gr��ten Ceil ablehnen Zu m�ssen (�gt. 3- Voigt, Geschichte
Preu�ens, VII, S. 286 ff., und Erwerbung der Neumark, S. H9,
?. Brandenburg, a. a. G. S- 50 und 50-
Der Gro�komtur freilich nahm unmittelbar danach hohen Alters
wegen seinen Abschied. Und zwar ergibt wiederum das Ausgabebuch des
Hauskomturs (ebenda S. 228), da� sein �Ger�t" nach der (Engelsburg ge-
f�hrt ward �also her weg czoch an der Mittwochen vor phinsten" (d. H. am
3. Juni WG). Dort ist er, als Komtur pou Engelsburg und HI?c6en, wenige
lochen sp�ter au der furchtbaren poft gestorben, die damals das ungl�ckliche
?anb heimsuchte (Voigt, VII,S. 26^ und 278). wo er begraben liegt, ob
in Engclsburg oder in Sieben, der Burg oder der Stabtfirdjc, ist nicht zu
nm {ricMdn^t �or � K�nigsberg �on 5- DJ. St�rmer
ermitteln gewesen^ Dagegen ist ihm nun bemerkenswertcrwcise nach mehr als vierhundcrtundf�nfzig Jahren an anderer
5l�tle ein w�rdiges Denkmal geworden, das freilich selbst an Ort und �telle nur wenigen bekannt ist � n�mlich am
Friedl�nder Cor zu A�nigsberg. Nnd dieses Denkmal hat auch wieder seine besondere, nicht uninteressante
Geschichte, auf die hier allerdings nicht im einzelnen eingegangen werden kann. Es gen�ge das Folgende.
Als nach dem Wunsche A�nig Fricdrich-Ivilhelnis IV. die Festungstore K�nigsbergs eine k�nstlerische Aus
gestaltung erfahren sollten, wurden f�r das obengenannte Tor, an der S�dfront der Stadtumwallung, und zwar im
�u�ersten S�dosten der Stadt, unter dem Vcirat des Grafen R. v. Stillfried Alcantara die Standbilder Hermanns von
Salza (Innenseite) und Friedrichs von Zollcrn (Au�enseite) bestimmt. Aber erst im Jahre ist, wie mir die dortige
Fortifikation freundlichst mitgeteilt hat, dieser statuarische Schmuck wirklichzur Ausf�hrung gekommen, nachdem der Berliner
Bildhauer F. N). St�rmer diese � freilich leider zum Ceil nach irrt�mlichen Angaben Stillfrieds � �bernommen hatte. ?
Der Gro�komtur ist dargestellt, die Fahne des Ordens hochhaltend, wie er sie angeblich bei Cannenberg sollte hochgehalten
haben; indessen ist das Werk selbst, wie auch die oben beigef�gte Abbildung zeigt, an und f�r sich auch k�nstlerisch gar
nicht �bel! M�ge es bei dem bevorstehenden Abbruche der A�nigsberger Festungswerke an w�rdiger Stelle erhalten bleiben!
1 3m �?ltttnen*(?obej", S. 2, ist � jedenfalls nach dem Armterbuche � der (?, M�rz i^^fi als der Tag der Amtsaufg�be de-
(�rofjpomtitrs angegeben. Die tats�chlichen PettyUtnifTc weiden die obigen eingaben darstellen, da der Nachfolger, Paul ron Ru�dorf, sein
Amt eist 311 Pfingsten \n\t> antrat
� '?r hat auch die Standbilder Siegfrieds ron .fenchlwangen, (Dttofars von V�lnnen, Albrechts I.
sowie K�nig Friedrichs X. an den A�nigsberger .sesttmgswren (letztere drei am KSnigstor) geschaffen.
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