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Lektüre und Bibliotheken Friedrichs des Großen

Full text: Lektüre und Bibliotheken Friedrichs des Großen

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19. November in der Spenerfcfyen Zeitung die Erkl�rung: �S. 21�. der Konto; haben den D?t einiger ans Frankreich
hier angelangten und bald barauf in 6ero Dienst genomittenen l>'rrn d'Arnaud Me pon ihn: allcrnntcrth�nigst nach
gefugte Entlassung feiner bisherigen Verrichtungen allergn�digst bewilligt." Ebenso nnrichtig ist Voltaires Behauptung,
d'Arnaud habe den Vcfehl erhalten, Berlin in 2^ stunden zu verlassen. Er blieb nach dem November noch sieben
Cage in der Hauptstadt. Drei �Eagc nach seiner Abreise aber schrieb IXiItairo in wohligster Schadenfreude an feine Nichte
IVibc,Denis: ,,Le soleil levant s'est all� coucher, nous n'avons point depuis B�lisaire de plus terrible chute."
IDir schauen in Voltaires Seele, wenn wir am Schl�sse 6iefes Briefes die Work riefen, die er am 25 , 3�"i aus
Compi?gne an dcn K�nig gerichtet
hatte: �Quel diable tic Marc-
Antonin usw," 311 wenigen
Z�?onaten batte er den Sipalen
zur Strecke gebracht. Croij&em
war er unaufrichtig genug , an
d'Argental 311 schreiben, er habe
es f�r geboten erachtet, 311 d'Ar-
nauds Gunsten beim K�nig z�
sprechen, und an den Chefarzt des
Jn�ali�enfyaufes ?l�orano: ,Jugez,
monsieur, quelle a �t� mon afflic-
tion quand je l'ai vu se couvrir
ici de ridicules et d'opprobres,
soulever contre lui toute la
nation ... I! pouvait encore
�viter sa disgr�ce, en demandant
pardon, en se corrigeant; mais
l'extravagante vanit� qui le
domine , l'a pouss� en pr�ci-
pice." Und man irrt wohl kaum
mit bec Annahme, es fei ein �on
Voltaire bestellter und zur Ver-
wendung beim K�nig bestimmter
Brief, mit dem d'Argental am
2^. Hopembcr antwortet. �Trof>
des wideriv�rtigen Stoffes m�sse
Siblitrtbef jtie6ri<^5 t>l>5 i^refiett im �lcurn paliiis. �lufniihiic oci K�nigl. Me�l>ilt>l"!st�l! Qeiltn
er auf d'Arnaud zur�ckkommen und mit Voltaire ausf�hrlich �ber dessen t)erostraten tat sprechen. Genieint ist die
angebliche Verleumdung Voltaires aus Anlas; der ?Mitieilungen �ber die Autorschaft der Vorrede zu Voltaires
IVerfcn, �ber die sich b12trgental nun eingehend ausl��t, nachdem ihm Voltaire den Stoff zu feinen Ausf�hrungen
gegeben hatte. Er, d'Argental, habe schon lange die schlimmste von d'Arnaud; er fenne nickt nur sein
mittelm��iges Talent und feinen ???augel an Geis!, seine L�genhaftigkeit und seinen n�rrischen D�nkel, sondern er
wisse and), da� er in einer Zeit, wo er Voltaires wohltaten annahm, in h�mischer und unw�rdiger UDeife �on
ihm gesprochen habe. Nur aus Verachtung f�r seine Person und aus 2Nitleid f�r feine j�mmerliche Cage habe
er bisher geschwiegen. ,?)N feiner gr��ten Ucberraschung habe er dann geh�rt, da� ein �sehr gro�er K�nig" die
Gnade gehabt habe, d'Arnaud an seinen Nos zu ziehen. Voltaire wisse, da� er ihm geraten habe, Don der Keife
nach Berlin deswegen abzusehen; warum wolle er denn d'Arnaud allein an den Ufern der Spree gl�nzen lassen? �
        
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