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Vivatbänder oder Siegesbänder im Hohenzollern-Museum

Full text: Vivatbänder oder Siegesbänder im Hohenzollern-Museum

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Petersburg. Wien. Dresden." wir haben es demnach wohl mit einem Abzeichen zu tun, das von Mitgliedern der
Berliner Aaufmannschaft bei einer Siegesfeier gelragen wurde. Der oben am Areuze befestigte Ring l��t darauf
schlie�en, da� auch dieses Abzeichen wie ein Halsorden am Vande getragen wurde. (Vgl. den Nachtrag 3.
?in drittes orbcns�rmlicrjes Abzeichen int Hohenzollern-Museum ist ein Stern aus wei�en: Metall, der auf
der einen Seite ein gekr�ntes und mit Troph�en umgebenes Schild mit dem Monogramm Friedrichs und der Umschrift:
�TERROR HOSTIUM", auf der anbern einen Adler mit der Umschrift: �SUB- UMBRA �ALARUM TUARUM''
zeigt. 3n der obersten und untersten Spitze des Sternes steht die Inschrift: ,,N. 19. APR. 1758." Auch dieses Abzeichen
scheint, nach dem angebrachten Ringe zu schlie�en, am Bande getragen worden zu fein. (Abbildung S, (33.)
Nach dem siebenj�hrigen Kriege mit Vezug auf Friedrich den Gro�en entstandene vivatb�nder sind feiten.
Das Hohenzollern- Museum besitzt ein breites, als Sch�rpe gebundenes Seidenband, auf bas die Inschrift gemalt ist:
�VIVAT� Friederich II- locken � d. 13 May 1770." Darunter der preu�ische Adler. (Vgl. die Abbildung S.
Bei derselben Gelegenheit des Friedensschlusses zu Eeschen entstand ein gedrucktes vwatband, dessen Inschrift mit
dem Hymnus schlie�t:
�Gekr�nt mil Recht, mit Vank, mit Ruhm und Ehre,
steckt (Er den Degen wieder ein.
�! wenn Er, wie Sein Ruhm, unsterblich w�re,
wie gl�cklich w�rde Deutschland f�Yti!"
Au�er dem Geburtstage des A�nigs wurden auch andere Familienereignisse in der k�niglichen Familie bis-
weilen durch Vivatb�nder gefeiert. So befindet sich im Hohenzollern -Museum ein sehr sch�nes, gut erhaltenes Band
auf die Hochzeit der Prinzessin wilhelmine mit Lrbstatthalter Wilhelm V. von Gramen im Jahre dessen eine
Seite den Text in deutscher, die andere in franz�sischer Sprache zeigt. (Vgl. dis Abbildung S.
Die franz�sischen R�fugies in Halle a. S. feierten den Hundertjahrtag ihrer Niederlassung in Halle am
29. Vktober mit einem Vwatbande, in dein die Kolonie sich der Protektion ihrer Herrscher r�hmt.
Auch hohen G�sten des A�nigshauses wurden auf der Durchreise in den von ihnen ber�hrten St�dten Vivat-
b�nder �berreicht, mit denen auch die empfangenden Vertreter der St�dte und die Ehrenjungfrauen geschm�ckt waren.
Die �ausf�hrliche Beschreibung der Reise ... des Gro�f�rsten Paul petrowitz von St. Petersburg an den A�niglich
Preu�ischen Hof in Berlin" (Berlin 4776) erz�hlt mehrere Beispiele derartiger Begr��ungen, die sich an den Gro�-
f�rsten und den Prinzen Heinrich von Preu�en, der ihn an der Grenze empfangen hatte, richteten. Bei dem Einz�ge
in Tilsit waren die Mitglieder der von der Aaufmannschaft gestellten Ehrenestorte an den H�ten mit wei�en Aokarden
geschm�ckt, auf denen �VivantP(aul) F(etrowitz) et H(einrich)" stand. Die beiden ersten Sch�ler der prOT)in5ialfcr;ule
�berreichten einen Blumenkranz mit einem wei�en Atlasbande umwunden, worauf mit goldenen Buchstaben die Devise
gedruckt war: �Salvete Principes Optimi P, P, et F. H. L. Veline populorum Tilcae 1776." Dis �brigen Sch�ler
hatten sich s�mtlich mit wei�en Schleifen an der Brust mit derselben Deoife geschm�ckt. Vor feiner Wohnung
empfingen den Gro�f�rsten 28 b�rgerliche Jungfern; �sie waren fammtlkf} in wei�er Aleidung mitgr�nen Vandschleifen,
wei�en Sch�ferh�ten und einem rosenrothen Bande mit der gedruckten Devise: �Vivent les bons Princes Paul Petrowitz
et Fr�d�ric Henri Louis. Tilse 1776". welches �ber Schulter und Brust herunter hing und sich mit einer Schleife
an der Seite endigte". Die beiden ersten dieser M�dchen durften je ein B�fett mit rotem Vande umschlungen �ber-
reichen, worauf dieselbe Devise mit goldenen Buchstaben gedruckt war.
InElbing wurden die Herrschaften von 60 Lhrenjungfrauen empfangen, die wei�e Kleider mit roten B�ndern
trugen, auf denen sich die Devise befand: �Vivent les Grinces ?. k. 8c I?. tt.!.. TlbmA 1776." W�hrend
zwei M�dchen den Prinzen auf wei�en Atlas gedruckte Vden �berreichten, banden zwei andere ihnen ein rotes mit
goldenen Fransen besetztes Band um den Arn,.
In Stargard trug jede der Ghrenjungfrauen einen auf orangefarbenes Band gedruckten kurzen Gl�ckwunsch
vor der Brust schr�ge von der linken zur rechten Seite angesteckt. Dem Gro�f�rsten wurde eine kleine Myrtenkrone
mit demselben Band umwunden �berreicht. Lin hier in Stargard bei dieser Gelegenheit entstandenes Vand hat sich
        
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