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Das Kurfürstliche Lusthaus Bornim

Full text: Das Kurfürstliche Lusthaus Bornim

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Vesitzdokurnente aush�ndigen zu lassen. Vie Fritzeschen (Erben waren im Beist�nde 6es kurf�rstlichen Kammergericfjts*
2tbDofatett Friedrich <5rieff??orn erschienen. Sie G�ter wurden �bergeben und die Dokumente ausgeh�ndigt. Als
aber Jakob weise Me zum Rittergute geh�rigen Untertanen �in S. ols^Rudloff von Hacke zu eru?erben.
Der Erwerb des ersteren f�llt mit der Einl�sung des Amtes Potsdam zusammen. Er erschien dem Gro�en
Aurf�rsten wohl ganz besonders schnell ' erw�nscht, da Streitigkeiten zwischen Hans-Friedrich von Hacke und dem
kurf�rstlichen Pfandinhaber von Schlabrendorf an der Tagesordnung waren:
3o war es am Gsterabeno m G�lnitz zwischen beiden anl��lich eines geistlichen Diskurses �ber die Vibel
zu T�tlichkeiten gekommen. Hans-Friedrich von Hacke hatte Hans-Heinrich von �chlabrendorf zuerst mit einem Aruge,
sodann mit F�usten geschlagen, doch hatte letzterer die T�tlichkeiten nicht erwidert, sondern sich beim Aurf�rsten unter
Berufung auf das Duclledikt beschwert, w�hrend noch diese Angelegenheit den Geheimen Rat besch�ftigte/ ging
eine neue Beschwerde �ber Hans-Friedrich von Hacke beim Aurf�rsten ein/ Sie betraf Besitzst�rungen, die sich
Hans-Friedrich von Hacke gegen Hans-Heinrich von Schlabrendorf und seinen Verwalter zuschulden kommen lie�. Er
hatte ihm nicht allein die Gerichte auf dem Hofe und binnen Zaunes streitig gemacht, sondern auch den Schlabren-
dorfschen Verwalter gezwungen, von den zum Gut geh�rigen 6 Ritterhufen die Einquartierung zu tragen, Post-, Aohl-
und andere Fuhren zu bestellen und alles, was in der Nachbarschaft zu verrichten war, mitzuverrichten. Gegen diese
Uebergnsfe rief der Pfandinhaber des Aurf�rsten Schutz an, auch bat er, an alle hohen und niederen Ariegsoffiziere
das Gebot zu erlassen, ihn und die Seinigen mit Einquartierung zu verschonen. Am 23. Januar 5660 erhielt
1 Wohl Schreibfehler f�r Vrewitz (bei Potsdam), denn Derwitz geh�rte der Familie von Rochow. Drewitz dagegen geh�rte der
Familie von 3chladrendorf, ging von dieser in den Sejt^ des Vberpr�sidenten Vtto von Schwerin �ber, welcher &as Gut am 30.I�li ?662
an den Kurf�rsten f�r (2 000 Taler verkaufte (Urkunden und Aktenst�cke 3. Gesch. d. Kurf.Friedrich-Wilhelm von Vrandenburg, Vd. 6,
S. 850, Anmerkung). � 8 Mit welchen Widerw�rtigkeiten oft der Kurf�rst bei der Einl�sung der G�ter 311 k�mpfen hatte, Zeigt der Ankauf
des Dorfes Schenkendorf, wegen dessen er den Fiskal anweisen mu�te, gegen den Eigent�mer vonHacke 511 probieren, wobei er do� Hackes
Handlungsweise als �imvartinent" bezeichnet. �?r macht mir i^o wider aufs neue hendell, und willNorrenstet, so dicht Hey Potzdam ligt,
auch ahn sich bringen, nur damitt ich solch gutt desto deuerer von Ihm kaufen soll, welll er so impartinent ist, so mu� man Ihme
nichts nachgeben." (Vrief d. d. K�nigsberg, 5. Februar (663, in Urkunden und Aktenst�cke usw., Vd. 6, 5. 8q7/4B. � '�Protokolle und
Relationen de5 Vrandenburgischen Geheimen "Baies au? der Zeit des Kurf�rsten Friedrich-Wilhelm von Dr. Otto JTleinarbus, Vd. 5,
Leipzig (907r in �Publikationen aus den Kai. Preu�. Staatsarchiven".
�
4 Kgl. Geh. Staatsarchiv zu Berlin R. \3\, K. D. 7:
�Acta betr. da? von HanZ-Friedrich von Hacken erhandelte Gut Aornim 1660, 1669."
W
        
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