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Das Kurfürstliche Lusthaus Bornim

Full text: Das Kurfürstliche Lusthaus Bornim

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�Das kusthau� zu Vornimb, ist an drey feiten oben herumb mehrentheil� abgeputzet, vndt die corni�e,
Architraven, Tngliffen n�t ihren klocken daran verfer�gt, vnd erwartet man E. Churf. Durchl. gn�digste resolutian,
wie der hinterste giebel verfertiget werden soll, dann D�bel berichtet, das L.Churf. Durchl. Ihn auff holl�ndische arth
haben wollen, de�halb er eine zeichnUng davon gemacht, welche vor einiger zeit Vlesendorfen zugeschickt worden, Vas
an stein arbeit seith L.Churf. Durchl. abwesenheit gen:achet, dauon ist D�bels Aufsatz hiebey gef�gt/ vndt mit dem
Alphabets in dem kupferst�ck des gemelten Hauses gezeichnet, zu anbringung der stuften vndt der vorigen werckst�cken
zu den bildern, wirdt gleich itzo ein schiff nach Magdeburg abgeschicket, daferne D�bel fertig werden kan, sollen die
stueffen noch vor winters geleget, vndt die mit den Schwedischen steinen oder fliesen gedecket weiden. Es
seint schon H00 ellen Schwedische Fliesen angeschaffet vnd erwarten derer noch mehr, So balt der Vawmeister zu A�sirin
die noch ennangelnde schwarze Dachsteine schicken wirdt, soll das hinterste ende am 3usthause vollents zugedecket, vnd
darauff das gro�e gew�lbe inwendig geschlo�en werden, Weillen D�bel die Pfeiller von den Werkst�cken alle fertig
gemachet hat."
Auf diesen unterm (23.) Oktober erstatteten Vericht verf�gte der Gro�e Kurf�rst am s22.) November
�geben Im Hauptquartier zu Vle�heim", folgendes:
�N)eils sp�hte ins Jahr, wird bey dem hintersten Giebel voritzo weiter nichts k�nnen gethan werden: sondern
k�nnt ihrs mit brettern beschlagen lassen, damit ihme die N��e nicht schadet, gestalt dann auch hiernechst desfals der
abri� und fernere Verordnung zugesandt werden soll."
�D�bel hat die Bildthawer arbeit zum theil continuiret, undt noch ? 5t�tu2inen so zur F^IIerie des
Vornin^bschen lusthauses geh�ren, seit unser letzt �berschickten relation verfertiget; die Arbeitsleute sind gutes theils
befriedigt worden, da� sie bisher wohl connut gewesen. Alan ist ihnen aber dennoch �ber 2000 THIr noch schuldig,
welche nach und nach, so bald m�glich bezahlt werden sollen. Nachdem aber die Zeiten seither sich nicht gebessert,
sondern vielmehr gef�hrlicher sich anlassen, wir auch von dem Vauschreiber und Castalein zu Oolstamb vernommen,
da� S. Chf. D. demselben durch hennertten hatten schreiben lassen, mit dem Vau voritzo einzuhalten, bis sich die Zeiten
bessern m�chten, dan wan jetzo viel zu bauen solle angefangen werden, und die Mittel entst�nden, hernach den Vau
fortzusetzen, so w�rde es E. Ch. D. nur sch�dlich sein. Derowegen w�rde es wohl sehr n�tig seiu, da� E. Ch. D. uns
ehist gn�dige Grdre erteilen m�chten." Aus diesem Vericht ersehen wir ferner, da� die Steine in Rathenow und in
Glindow gebrannt wurden, da� der Ziegelschreiber 200 Caler und die beiden Ziegelmeister in Glindow je 500 Taler
erhalten hatten und da� an den Bauschreiber Nuglisch Caler gezahlt waren zur Bezahlung der Vildhauerarbeit
und einiger anderen armen keute.
ist der Vau so ziemlich fertiggestellt, wie wir dem Vericht des Oberf�rsters von k�deritz entnehmen.
Von k�deritz bittet um Anweisung von 600 Talern, um D�bels teuten, dem Nlaurer, dem Aleinschmied, dem Glaser
und einigen, die Fuhren verrichtet haben, ihre Reslforderungen zu zahlen, und legt gleichzeitig Rechnung �ber die vom
Aurf�rsten angewiesenen 2000 Taler: �wohin die 2000 Chlr, so am 5. September besage Churf. Vrdre durch den
INechanikus Dreschern eingeliefert und vom Hof-j?ostschreiber Nehmitz gezahlt, verwendet, besagt der Extrakt aus der
Vaurechnung, am lusthause zu Vormmb sind die beyden Schorfteine richtig, und auf den einen Schorstcm ist das eine
Sprengkwerk mit dem Churhuth undt Scevter auch aufgesetzt, das andere Sprengkwerk hat der Maler unter H�nden
und wird morgen, wenn D�bel von Verlin kommt, auch aufgebracht werden, hoffe, da� solches E. Chf. Durchl.
gn�digst gefallen werde, die Gallerte ist mit Schwedischen Fliesen ausgelegt, au�er der hintersten Treppe, wozu noch
die Steine von Magdeburg kommen sollen, So weit die Glaser mit den gro�en Spiegelscheiben in Fertigung der
gro�en Fensterfl�gel reichen k�nnen, sind sie fertig, in den �brigen werden solange Fensterlitte (?) durch den Tischler vor-
gemacht, damit der Regen und Schnee nicht einstiegen kann; oben im Saal ist der Voden mit tehm auch zugemacht
und gestacket, au�er da� zwei t�cher noch offen, wodurch die Schorsteine durchgewunden werden, so ins Fr�hjahr,
1 liegt dem Berichte nicht mehr bei.
        
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