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Der neue Flügel Friedrichs des Großen am Charlottenburger Schlosse

Full text: Der neue Flügel Friedrichs des Großen am Charlottenburger Schlosse

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Bauten, seine M�bel, feine G�rten und das Opernhaus berieten solle. Am 8. Mai *7<$2 schreibt er, da� er einen
Brief non Knobelsborff erhalten habe, tuit dein er sehr zufrieden sei, aber alles fei 5U trocken geschildert und gar feine
Details aufgef�hrt. Friedrich w�nscht, da� die Betreibung jedes S�ulenteiles in Charlottenburg vier Quartfeiten
aro� sein m�ge; das w�rde ihn sehr erfreuen. Schon am 20. Mai inahnt er l'on neuem, da� Knobelsborff das
teure Charlottenburg in Ordnung bringen und das Opernhaus beendigen m�ge. Am 26. Mai erz�hlt Jordan, da�
viele auf dem Wege nach Moskau befindliche Schauspieler, Musiker, A�nstler und Maler Berlin passierten. Die
K�nstler machen Knobelsdorff Besuche und der ber�hmte Daleriaitt habe ihn
ebenfalls besucht und fei sehr zufrieden mit den planen des (Opernhauses usw.
gewesen, die er ihm gezeigt habe. Dieser Italiener habe zugegeben, da� alles
im Geiste der Antike und im Geschmack Palladios empfunden sei. Mit diesem
schreiben kreuzt sich wohl ein ebenfalls vom Mai datierter Brief des K�nigs,
in dem er mit Ungeduld Nachrichten �ber feine Bauten, M�bel und T�nzer
ermattet. solche Nachrichten erg�tzten ihn und gew�hrten ihm Erholung von
seinen Gesch�ften, die bei ihrer gro�en Wichtigkeit jetzt auch noch schwierig und
bedenklich w�rden. Jordan antwortet kurz, da� die Geb�ude augenscheinlich
w�chse!�, da� der Dichter die erste (Dper beinahe vollendet habe und da� die
Ankunft der T�nzer erwartet w�rde. Noch in demselben Monat wird Jordan
ermahnt, den �dicken" Rnobelsdorff zu veranlassen, ihm 511 melden, wie es mit
dem Bau in Charlottenburg, mit seinem Vpernhaus und feinen (Barten stehe.
�Ich bin in Vezug hierauf ein Kino, das sind meine puppen, mit denen ich
spiele." Am $. Juni wei� Jordan zu melden, da� der Bau am (Dperntjaus
sichtlich fortschreite, eine Beobachtung, die von aller Welt gemacht w�rde. Die
Deckengem�lde in Charlottenburg schreiten voran, und Pesne arbeite an ihnen
mit gro�em Flei�e. Immer wieder erneuern sich diese dringenden Bitten des
K�nigs um eingehende Schilderungen, bannt er an diesen angenehmen und zer,'
streuenden Dingen dauernde Unterhaltung finde. Endlich wird Friede geschlossen,
und am \o> Juni schreibt der K�nig an Jordan, auf Anobelsdorff zu wirken,
da� er Charlottenburg fertigstelle, da er damit rechne, sich einen guten Teil
seiner Zeit bort aufhalten 511 k�nnen. Jordan antwortete, da� Anobelsdorff mit
Macht an Charlottenburg arbeite. Bei seinem letzten Besuche hatte er dort Archi
tekten angetroffen, die aus Dresden gekommen waren, um ihren Geschmack zu
bilden. Das habe feine Eitelkeit geschmeichelt, er wisse selber nicht warum.
Der Au�enbau zeigt in den feinen Abw�gungen der Verh�ltnisse und
der Schlichtheit und Zur�ckhaltung bei der Anbringung ornamentaler Zierate
den an klassischen Vorbildern gereiften Geschmack Anobelsdorffs. Mit dem
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in Cfjarlottfnhurg
alten Schlosse steht der neue Fl�gel in unmittelbarer Verbindung, doch ist der Haupteingang in der Mitte der Langseite
nach der Stadt zu gedacht, wo wir durch eine von Pfeilern getragene Vorhalle zur Treppe nach dem oberen Stockwerk
mit den Wohnungen Friedrichs schreiten. Dieses Treppenhaus findet seinen Abschlu� in der von Johann August Nah!
mit den vier Tageszeiten in lebensgro�en Figuren aus wei�en, Stuck in vornehmster weise eingerahmten Decke, deren
Fl�che ein Bild von Antoine pcsnL schm�ckt, das Prometheus mit den unverkennbaren Z�gen des jungen K�nigs
darstellt, wie er der Menschheit das Feuer vom Himmel holt. 
    
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