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Aus den Erinnerungen eines Leibpagen des Großen Königs

Full text: Aus den Erinnerungen eines Leibpagen des Großen Königs

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der anderen ?ar>allerie brachten sie bald auf Me Beine, nahmen mele gefangen und die andern mufften fliehen. Als
dieses vorbei war, so kam auch die Infanterie des K�nigs heran, der K�nig richtete seinen ganzen Marsch auf den
feindlichen rechten Fl�gel zu ... mit einmal lie� der Konig schwenken, und der General Wedel mu�ten ihren linken
Fl�gel mit unserm rechten angreifen, wo die Mainzer 1 und die W�rtemberger standen. Diese wurden auch balde zum
Weichen gebracht. Run attaquirte unsere Kavallerie, die ihrige wurde geworfen und alles machte sich auf die Flucht
und sie setzten sich auf einem 2N�Hlberge hinler keuchen.^ keuthen war von sie noch besetzt, aber bas Regiment Garde
traf auf dieses, und Feldmarschall v. Nl�llen�orff und General Rhodig^ gingen mit ihren Divisionen hinein und
warfen alles, so sie antrafen, hinaus. Hun lief alles auf jenen Berg, welcher nun gedr�ckt voll stand. Hier nun
lie� der K�nig eine Vrummer-Vatterie auffahren, diese that (eine) schreckliche Niederlage unter sie anrichten. 3C
machte sich alles auf die Flucht, die Nacht brach an und (es) sing an heftig zu schneien. Der K�nig folgte die
Fliehenden auf dem Fu�e nach tissa zu, aber er hatte nur zwei Bataillons bei sich und etwas von der Kavallerie.
General Zielen hatte aber gleich befohlen, da� noch 6 Bataillons folgen sollten, welches auch sogleich gesch�he. Der
K�nig hatte sich einen Bauern mit einer katerne kommen lassen, dieser ging neben ihm. Nun. .. hatten sich pan�uten
und ungarische Infanterie ins Gestr�uche rechts dem Wege nach lissa postirt und machten ein heftiges Feuer auf den
K�nig, der die faterne noch � bei sich hatte, und dieses dauerte so lange, bis sie ausgel�scht ward. Nun wurde der
K�nig gewahr, da� die Kavallerie fort war, er sagte also zu mir; putt?it�, schaff' mir Husaren. Ich war auch so
gl�cklich, zwei Esquadrons zu treffen. NB. Es war ganz finster. Als diese nun vorkamen, so gingen sie gleich auf
die Feinde los warfen alles �bern Raufen und so nach kissa hinein. Die beiden Bataillons folgten dem K�nig,
Die Gestreicher hatten eine Batterie unten an der Br�cke, welche dein K�nig entgegen feuerte, und aus die H�user,
die alle besetzt waren, wurde heftig auf den K�nig und die Seinen geschossen, welches ihnen denn auch stark erwidert
ward und alles zu gefangen gemacht wurde. Nun kamen die 6 Bataillons nach, und der K�nig ritte ganz gelassen
auf das dortige Schlo� und schrieb gleich an feine Schwester die Markgr�sin von Bayreuth Prinzen Heinrich, die
K�nigin, Minister Graf Finckenstein, General Rochow^ und Geheimde Rath Eichel nach Glogau. Mit diesen Briefen
mu�te ich um \0 Uhr des Nachts abreiten nach Neumarkt und so weiter nach Glogau und so weiter. Nun sagt
H. Verfasser, die Armee sei ohne beordert gleich nachgefolgt nach tissa. Dieses konnte wohl nicht m�glich sein, wo
h�tte sie wohl bleiben sollen mit alle die Gefangenen, so sie nun bei sich hatten, denn es waren nicht 20 000 2Nann,
sondern 26 500, die gro�e Menge Canonen, Fahnen und Estandarten. Wie ich wegritt, so stand noch alles so wies
gestanden hatte. Die Gestreicher halten nun ihre Br�cken abgebrochen und konnte nichts mehr hin�berkommen, also
wurde alles gefangen, was auf dieser Seite des Wassers war.
Der General Beck hatte uns w�hrend der Bataille im R�cken fallen sollen, und der kieutenant Tontzer von
Zielen war mit 60 Pferden und dem Cornet Auernheim beordert solchen zu observiren. Als dieser voni General Beck
nichts s�he, so kam er noch vor Beendigung der Schlacht und hatte das Gl�ck, mit seine 60 Pferde zwei Regimenter
Mainzer s und IV�rtemberger zu gefangen zu machen. Huernheim brachte die Fahnen zum A�nig und ward Ritt-
meister und Tontzer nicht, bis der A�nig solches erfuhr, da� er den Coup gemacht hatte, wo er denn auch Rittmeister
ward.� KL. Der A�nig bezahlte jedes Canon, so dem Feinde genommen wurde, Ducaten, vor eine Fahne
Ducaten und eine Lstandarte 2H Ducaten.' . .. Der General Beck hatte sich versp�tet, kam also nicht zur Bataille
und mu�te sich inkiegnitz mit 5000 Mann werfen und ward kurz nach der �bergabe von Breslau auch gefangen.^
Ich traf noch unter einen Theil seiner teute zwischen kissa und Neumarkt; bei der finstern Nacht und gro�em Schnee
kam ich doch gl�cklich durch nach Neumarkt, von da aus ich postvferde nehmen konnte und mir so durchschleichen
mu�te bis Glogau."
1Richtig: Bayern.
� 'plan \2 des Generalftabswerks.
� 3 Neide damals Kapit�ns im Regiment Garde. � * Den Rom�
Mandanten von Berlin.
� �
Wohl Bayern.
� 6 Sonder wurde mit gro�em Vorteil Stabsritt Meister, Ouernheim aber blieb Cornet. Rang-
liste f�r April n?58,
� ' Vie sogenannten Gesch�tzdouceurgelder wurden zum ersten iHale nach der Schlacht bei leuthen gew�hrt.
� 8 SfcP
stand rechts der Vder, rlickte am s. Dezember in Breslau ein und wurde doit gefangen. In tiegnitz standen andere Truppen.
        
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