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Aus den Erinnerungen eines Leibpagen des Großen Königs

Full text: Aus den Erinnerungen eines Leibpagen des Großen Königs

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um die Disposition zur Schlacht ihnen zu erteilen, (Er nahm sie aile mit sich auf bas gro�e Wirtshaus, was auf
dem Katfer^Pamm lag. 1 Hier nun konnte man die ganze feindliche Armee und ihre Stellung sehn, dieses zeigte
nun der K�nig alle H. Generals, und mu�ten sie durch ein Fernrohr sehen. Er der K�nig hatte deren zwei bei sich
mit zwei R�hren, diese mu�ten wir Pagen denen Herren Generals sowohl als dem K�nig auf die schultern halten.
Als nun alle gesehen hatten, so kam auch der General Zieten und sagte: (Euer Majest�t, Nadasdy ist weggedr�ngt.
Hun, mein lieber fielen, sehe Er auch, wie Daun stehet! Soeben ries der Vbrist Valbi^: (Ein Gespeichert Die
Ordonnanzhusaren vom General Rieten waren abgesessen; sowie sie das IDort: Gestreicher! h�rten, waren sie auch
schon zu Pferde, int Umsehen hatten sie auch jenen vom H. Verfasser angemerkten Rittmeister bei die Ghren und
brachten ihm zum K�nig. Nun sagt H. Verfasser des ?j�hngen Kriegs, jener h�tte rekognosciren wollen. Dieses war
wohl nicht der Fall, sondern eine Tollheit, die er in besoffenen: Muthe unternommen hatte; denn unsere (Ea�allerie
war abgesessen und halten die Pferde beim Kopf� Keiner hatte diesen Menschen bemerkt, als er sich nahe an unsere
Leute herumtaumelte, bis Gdrist Balbi ihn s�he und die Husaren ihm griffen, Er war sich seine Vefinnung nicht
m�chtig; als er zum K�nig gebracht, wollte dieser ihm was fragen, und sagte: Herr, was hat Er hier gewollt? Er
setzte aber feinen Fu� vorm K�nig aufn Stuhl und r�ckte sich die Sporen zurecht und sagte: Das ist halt ein hunds-
f�ttisch gefangen nehmen; wenn man schaun will,so mu� man halt recht schaun. Der K�nig konnte mit ihm nichts
anfangen und sagte wider seine sonstige Gewohnheit: Per Mensch ist so besoffen, bringt den Schweinhund weg. 3n
dieser Verfassung h�tte et wohl wenig schaun k�nnen, und sein Rapport w�rde uns wohl nicht geschadet haben.
Nun gab der A�nig die Disposition an die Herrn Generals und sagte: Meine Herren, sie sehn die Feinde
stehen, zwischen sie und uns ist die gro�e plaine, greifen wir sie nun �ber diese an, so haben wir uns der gr��ten
Gefahr ausgesetzt und m�ssen bef�rchten geschlagen zu werden. Wir m�ssen sie ganz umgehen und sie auf ihren
rechten Fl�gel angreifen. Hier k�nnen sie uns nicht mehr denn h�chstens 6 Vataillons in Fronte stellen und wir
wickeln sie so aus bis in ihren linken Fl�gel. Nun w�rden sie in die Mor�ste auf ihren, linken geworfen werden;
wollen sie dieses sich nicht aussetzen, so m�ssen sie fliehen und seind alle verloren. Sehn sie, meine Herren, sie haben
ihre Canonen etageweis in die Verge eingeschnitten und k�nnen diese so richten, wie sie nur wollen, also m�ssen wir
uns h�ten sie hier anzugreifen. U)ir m�ssen unsern rechten Fl�gel ganz refusiren und zwar so, da�, wenn es m�glich
w�re, solcher keinen Schu� h�rte, so m��te solches, geschweige da� er einen empfinde. General H�lsen greift sie vor
ihrem rechten Fl�gel an und wirft sie aus diefem Dorfs und ihren Verschanzungen weg. wir folgen ihm gleich nach,
und unser linker Fl�gel schlie�et sich an H�lsen seinen rechten an. So ziehet er sich links und wir mit ihm. Sie
werden sich noch aus dem vorigen Ariege erinnern, als wir ebendas tager hatten, da ging ein kleiner Flu� um
unsern rechten Fl�gels an diesen mu� Er H�lsen sich mit seinem linken Fl�gel stets anhalten. Unser rechter Fl�gel
kommt dorten an das kleine Dorf 5, wo die gro�e Kornspeicher Sie jetzo sehen," als ganz aus dem Schusse der Feinde
zu stehen, bis es die Umst�nde erfordern, da� er sich auch links ziehen m��te. Unsere ganze Kavallerie stehet hinter
dem rechten Fl�gel; willnun der Feind es wagen in die Plmne zu kommen, alsdann so hauet sie ein,' und alles ist
unfehlbar verloren. Haben Sie mir nun alle recht verstanden? ist einer oder der andere, der mir nicht verstanden
hat, der sage es nur, ich nehms ihm nicht �bel, ich wills gerne noch einmal sagen. Ha! sagten alle, wir Habens
verstanden, aber F�rst Moritz der wiederholte zweimal: Wer wollte das nicht verstanden haben! ... Nun sagte der
Aonig: Mein lieber H�lsen, marschir' Er nur ab, ich werde gleich folgen.
Das H�lsensche Corps war schon vorgezogen van 8 Vataillons, und nun ging der Marsch vorw�rts. Der
A�nig marschirte nun auch gleich ab und war ungef�hr die Distance seiner Armee nur vom General H�lsen entfernt.
Dieser griff an und schlug die Feinde aus ihrer ersten Position. Nun kam auch der linke Fl�gel an jenem Grte an,
1 Die �Goldene Sonne" (3lati Sluttce) �stlich Novemesto. � 3 Oberstleutnant vom Ingenieurlorps.
� "
Rrzeczhorz.
� *Der
peklo�Vach.
�
c Brabi^,
� * 5?y8: �Sie sehen, meine Herren, dort ganZ links die gro�en Geb�ude oder Speicher, dabei liegt ein Pleines
Dorf und einige Teiche, hier mu� sich unser rechter Fl�gel appuyiren."
�
7 1799; �DieCavallerie bleibt hinter der Infanterie ? port�e,
damit sie bereit ist hinzuZehn wo es n�thig ist und sie einHauen kann; ilberdem hat fie die sch�nste pl?ine vor sich."
        
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