Path:
Die Beziehung König Friedrich Wilhelms III, und König Friedrich Wilhelms IV. zu Kamehameha III. von Hawaii

Full text: Die Beziehung König Friedrich Wilhelms III, und König Friedrich Wilhelms IV. zu Kamehameha III. von Hawaii

72
Ich habe gleichfalls Euren Brief erbalten. Ich versichere Euch die Erf�llung Eures Verlangens, Euren
Untertanen, die meine Inseln besuchen, Schutz 311 gew�hren.
�Uein Vorschlag 511 Euch ist, da� wir m�gen Beybc freundschaftliche Verb�ndete seyn, in 3cfus l^hristu^,
unserm l)crnt und Erl�ser.
Ihr f�r ewig gesegnet seyn, und Friede seyn mit Eurem K�nigreiche."
Es w�re m��ig, Betrachtungen dar�ber anzustellen, wie ein secma'chtiges Preu�en diese so gl�cklich
angekn�pften Beziehungen h�tte ausn�^en kennen, um festen ,fu� in der S�bfcc zu fassen. XDk die Verh�ltnisse
lagon, konnte die Verbindung nur durch gelegen!
liche besuche von Seeljanblungsfc^iffen erhalten
werden, die mit der Anfang, der f�nfziger Jahre
erfolgten Aufl�sung der Reederei der Sec^an6Iung
ihr Ende fanden.
So sank die Erinnerung an die fernen
Eilande in da5 der Vergessenheit.
Doch dort hatte man den starken Freund
im fernen Prussia mit den mannhaften ?ris und
den vielen Kriegern nicht vergessen. Sei es nun,
da� die Bem�hungen Englands, Frankreichs und
der Vereinigten Staaten, die strategisch wertvolle
Inselgruppe unter ihre Botm��igkeit 511 bringen,
sei es, da� die zuf�llige Anwesenheit eines, preu-
�ischen Leutnants dort Aamehameha III. die Feder
in die l)and dr�ckte, er richtete am 2^. Juni \S$6
an den nach Heimgang seines �aters regierenden
K�nig Friedrich IPilljcIm [V. ein schreiben in
hawaiischer Sprache, das sein 2TTinifter des 2leu�e
ren IPyllie mit Begleitschreiben und englisclier
Nebersetzung an den preu�ischen Minister des
Aeu�eren sandte. Haincljaiiiefja bedankte sich in
dem schreiben nochmals f�r die Gem�lde und
sonstigen (beschenke und versicherte den K�nig feiner
Hochachtung und Ergebenheit, Aus Vorschlag des
Z��inifters Freiherrn von Caiiiti und X)allunt� be
fiinnnte Friedrich. Wilhelm IV., da� Allerh�chst
tfriieialtrlbiikttid'iiil ,5�f'l IM�d-er. (DelgenidQic non �ebflliec im �ofwnjoIIein'�nufeutii
sein vom 2Naler Gebauer in Gel zu malendes Brustbild mit einem Allerh�chst zu vollziehenden Antwortschreiben an
Aamehmneha III. gesandt werde.
Die Versendung geschah durch !?ermi!lelung des preu�ischen Gesandten in London Hr. bunsen auf dein eng,
lis�xn Kriegsschiff �Asia", das den Aonteradiniral Hornby nach der S�dsee brachte, die Uebergabe erfolgte am
Juni 1^8 in feierlicher Audienz durch den Aommaudanten der englifchen Fregatte �Constance". 'liamehameha
gab seinem ?ank in der Audienz zwar Ausdruck, begn�gte sich aber diesmal damit, durch seineu dem
preu�ischen Minister des Ausw�rtigen danken zu lassen. Sein k�niglicher Freund, der, mochte er auch �ber tapfere und
viele Arieger gebieten, nicht nnt eigenem Schiffe seine Geschenke �bermitteln konnte, dem die Seemacht fehlte, konnte
ihm in seiner Bedr�ngnis nicht helfen! So lehrt auch die Geschichte dieses Federmantels den Einflu� der Seemacht!
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.