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Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

Full text: Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

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Sch�rpe, reitet einen stolzen Happen, wohl eigener Zucht. H�chst eigenartig ist der scheibenf�rmige wei�e Kopfschmuck
der M�dchen des vorderen Wagens, die nochmals gr��end zur�ckschauen. IVie Schildwachen stehen zwei solcher
M�dchen zu feiten des Kaiserpaares, neben welches der Aronprinz und die Gro�herzogin Cuise von Vaden getreten
sind, Ctnfs, mit der Sch�rpe un, den schwarzen Rock, steht der Maire der Dorfschaft dieser Bauernm�dchen, ticht
und warm mutet das ganze Sild an, &em die geschmackvolle Ar�fekwrfassade aus dem sch�nen heUr�llichen Sandstein
einen ansprechenden Hintergrund gibt; Rosen und M�dchen scheinen das Leitmotiv des Zuges zu sein � gewi� f�r
den Kaiser ein froher und aufheiternder Anblick, nach den ernsten und bedr�ckenden Erw�gungen und inneren
K�mpfen dieses Jahres, die noch manches Nachspiel hatten, bis auch fie schlie�lich zu gutein Ende f�hrten.
Vei Stra�burg empfing den Kaiser auch bei den Man�vern der folgenden Cage �berall froher Jubel und
festliche Begr��ungen in den Ortschaften ringsum; in Metz, wohin er am 25. September reiste, um hier die
56. Division, unter General Hermann von Wichmann, und die bayerische und w�rttcmbergische Fu�artillerie zu
besichtigen, und wo die Schlachtfelder von Vionville bis Gravelotte besucht wurden � in St. Privat war der Kaiser
bereits am 6. Mai gewesen �, trug der Empfang ein wesentlich milit�risches Gepr�ge. Aber auch hier zeigte
sich die Bev�lkerung durchaus sympathisch f�r die Person des Kaisers, besonders in den D�rfern der Schlachtfelder,
wenn auch der Vegr��ungsruf mitunter �Vive l'I^mpereur" lautete.
Nach den gl�nzenden Stra�burger Tagen, dem ernsteren Aufenthalte in Metz, gab der Besuch der blut-
getr�nkten Schlachtfelder, deren Saat reifen zu lassen und in die Scheuern zu sammeln, der vornehmste Inhalt der
wahrhaft unerm�dbaren Lebensarbeit Kaiser Wilhelms war und blieb, den ernstesten Abschlu� dieses vielbewegten
Jahres. Nach dem Siegesglanze, der die III.Abteilung unserer Aquarellsammlung schlo�, sehen wir hier freilich
nur wachsende Arbeit, doch mit dem trostreichen Ausblicke, da� diese Arbeit gesegnet sei und gesegnet bleiben werde.
        
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