Path:
Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

Full text: Die Aquarell Sammlung Kaiser Wilhelms I. : Ein Beitrag zu seiner Lebensgeschichte

36
im schritt, voran der Regimentskommandeur, Oberstleutnant von Moellendorff, auf stolzem Rappen; die Mann-
schaften sind durchweg auf Braunen beritten, die Trompeter auf Rappen. 3n der Suite ist am rechten Fl�gel der
Kronprinz 511 erfennen, in der Uniform feiner Aasewalker K�rassiere, und der Prinz Friedrich im roten
Attila seiner Zielen- Husaren auf einem Schimmel. (Einen abschlie�ende� Hintergrund des Paradefeldes gibt das
Krollsche Cheatergeb�ude und links die lichtgr�nen B�ume des Tiergartens.
Wohl in dein hervorragenden Eindrucke, den das �sterreichische Heeresmuseum mit der Ruhmeshalle im
Artillerie^Arsenal zu Wien auf den Kaiser und den Kronprinzen bei ihren Besuchen der Wiener Weltausstellung im
Jahre gemacht hatten, ist die Anregung zu vermuten zu den: Gedanken Kaiser Wilhelms, auch f�r die preu�ische
Armee etwas Aehnliches zu schaffen; lag doch auch bei der gro�en Masse der in den siegreichen drei Kriegen gesammelten
Troph�en und sonstigen Kriegsbeute ein dringendes Ved�rfms Zu ihrer Unterbringung vor. Und wie der Plan, das
Berliner Zeughaus hierf�r umzugestalten, einmal gefa�t war, widmete sich ihm der Kaiser auch mit voller Hingabe
und mit ganz besonderem Interesse, wie erkl�rlich, und nahm in praktischer wie k�nstlerischer Hinsicht an der Ent-
wicklung des Vaues und aller Einzelheiten seiner Ausschm�ckung den lebendigsten Anteil. In die Anfangsstadien
dieses gro�en Werkes f�hren uns die beiden folgenden Aquarelle, Nr. 83 und 99, beide von Emil Doepler dem
j�ngeren, den �Zcughausbesuch S. M.des Kaisers am 26. September darstellend.
Ver Schl�tcrsche Zeughausbau mu�te selbstverst�ndlich nach au�en hin erhalten bleiben; aber im Innern
hatte fast eine Neusch�pfung einzusetzen, um aus dein Waffendepot, dem urspr�nglichen Zwecke des Zeughauses, ein
historisches Museum zu schaffen. Vis jetzt noch lagerten hier die Augmentationswaffen f�r die Garde -Infanterie und
das Material f�r sechs Feld Reserve -Vattenen, auch hatten die Artillerie-Schie�schule und die Artillerie-Pr�fungs^
Kommission hier ihre Vureaus inne.
Dies alles war jetzt Reichsangelegenheit geworden, und das Zeughaus sollte ein rein preu�isches Heeres-
museum werden, wie das ja mehrere andere deutsche Staaten bereits besa�en, ganz abgesehen von den stolzen Samm-
lungen in St. Petersburg, paris, Tondon, Madrid. Hur H00 ONO Mark waren zu jenen Ersatzr�umen f�r das Reich
erforderlich, dann hatte Preu�en bas alleinige Verf�gungsrccht �ber sein Zeughaus. Aber zum schmerzlichen Erstaunen
des Kaisers lehnte das preu�ische Abgeordnetenhaus die zuerst geforderten sechs Millionen Mark f�r die Umgestaltung
des Zeughauses ab, obwohl sie aus der franz�sischen Kriegsentsch�digung gedeckt werden sollten, und erst die zweite,
auf H333
    
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.